Musik Braucht Freiräume – MBF – Berlin – *www.mbf.space*

November 16.-17. 2018 FemmeFraktale benefit festival Berlin

femmefraktale1617112018benefitsolifestivalberlin
https://femmefraktale.wordpress.com/
https://www.facebook.com/FEMME.SCANDAL/
https://femmebrutalfest.wordpress.com/
https://www.facebook.com/FemmeFraktaleBerlin/
femmefraktale (((at))) gmail (((dot))) com

Google-Campus soll statt Xberg nach Lberg

Der sog. „Google-Campus“ ist in Berlin (Xberg) gescheitert. Nun wird in Berlin Lichtenberg (Lberg) ein neuer Versuch mit der ehem. Stasizentrale gestartet.
Siehe, vgl., Quellen: https://www.berliner-zeitung.de/berlin/cdu-will-den-google-campus-frueheres-stasi-quartier-als-moeglicher-standort-31519886
http://www.abendblatt-berlin.de/2018/11/11/suchmaschine-fuer-den-stasi-campus/
http://www.abendblatt-berlin.de/2018/01/20/google-campus-will-guter-nachbar-sein-kritiker-zweifeln/
http://www.taz.de/!5543348/
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2018/10/google-campus-berlin-kreuzberg-protest-absage.html
https://www.wsj.com/articles/google-abandoning-plan-for-berlin-campus-to-develop-tech-startups-1540403236
https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/die-strassenkaempfer-geben-den-takt-vor
https://www.berliner-zeitung.de/berlin/kreuzberg-google-eroeffnet-doch-keinen-campus-im-umspannwerk-31485436

Siehe auch: http://www.top-berlin.net/de/texte/beitrage/from-berlin-with-love-googlecampusverhindert
https://de.indymedia.org/node/25711
https://de.indymedia.org/node/19926
https://kalabalik.blackblogs.org/anti-google-cafe/
http://www.top-berlin.net/de/texte/aufrufe/google-campus-co-verhindern
https://mietenwahnsinn.info/wohngipfel-2018/
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1096338.protest-gegen-us-konzern-google-raus-aus-kreuzberg.html
https://www.wired.de/article/es-ist-kompliziert-google-in-kreuzberg

9.11.2018 Neonazismus wegbeamen!

faschismuswegbeamenlogo

Am 9.11.2018 in Berlin: Für ein würdiges Gedenken, kein Vergeben, kein Vergessen, Gedenken heißt handeln! Gegen Geschichtsrevisionismus, Holocaustleugnung und Shoarelativierung, Nazis aus dem Weltall beamen. Gegenproteste, Mahnwachen, Demonstrationen gegen Neonazis und ihren Stumpfsinn, in ganz Berlin – Mitte, Moabit bis Xhoin…

keinvergebenkeinvergessenbanner09.11.2018

Mehr siehe:
http://9november.blogsport.eu/
https://berlin.vvn-bda.de/2018/10/auch-nach-80-jahren-kein-vergessen-kein-vergeben/
https://www.facebook.com/9.november.gedenken/
https://www.facebook.com/events/1945680615517151/
https://berlin-gegen-nazis.de/update-2-freitag-09-11-2018-18-30-uhr-berlin-mitte-proteste-gegen-den-rechtsextremen-aufmarsch-in-mitte/
https://berlin-gegen-nazis.de/freitag-09-11-2018-berlin-gedenkveranstaltungen-in-erinnerung-an-den-80-jahrestag-der-pogromnacht-von-1938/
https://berlin-gegen-nazis.de/aktionen/
https://berlin-gegen-nazis.de
https://www.mbr-berlin.de/aktuelles/rechtsextremer-aufmarsch-am-9-november/
https://www.mbr-berlin.de/
https://facebook.com/MbrBerlin/
https://www.facebook.com/events/257614211606173/
https://facebook.com/reclaimclubculture/
http://stressfaktor.squat.net/termine.php?day=2018-11-09

esistgeschehenundfolglichkanneswiedergeschehen09.11.2018berlinmahnwachedemonstration

N.A.F.

just do it

Demobericht vom 18.10.2018 – Rummelsburger Bucht

Bericht von der Demo gegen den geplanten „Wasserpark“, zur Rettung der Rummelsburger Bucht Berlin Lichtenberg/Friedrichshain/Ostkreuz:

„Demo gegen Ostkreuz-Pläne
Aktionsbündnis kritisiert Wasserpark und andere Vorhaben in der Rummelsburger Bucht

https://media04.berliner-woche.de/article/2018/10/23/1/225431_XL.jpg?1541601136

Mehrere Bezirksverordnete schafften es nicht pünktlich zu ihrer jüngsten Sitzung am 18. Oktober. Grund war eine Demonstration, die den Verkehr in den Straßen rund um die Max-Taut-Aula am Nöldnerplatz für Stunden nahezu lahm legte. […]

Die Veranstalter sprachen von 1.700 Teilnehmern, mehrere Hundert waren es bestimmt, die am Nachmittag des 18. Oktober im Tross vom Markgrafendamm zur Max-Taut-Aula zogen – dem Tagungsort der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in der Fischerstraße.

Zum öffentlichen Protest vor der Sitzung des Bezirksparlaments aufgerufen hatte ein Aktionsbündnis aus Friedrichshainer und Lichtenberger Initiativen. Unter dem Motto „Rummelsburger Bucht für Alle!“ lehnt es die aktuellen Pläne für das Areal am Ostkreuz ab und fordert von der Lichtenberger BVV ein Nein zum entsprechenden Bebauungsplan. Das Bezirksamt Lichtenberg wollte ein positives Votum dazu eigentlich noch in diesem Jahr unter Dach und Fach wissen – immerhin zieht sich das Verfahren seit 26 Jahren hin.
Nur eine Touristenattraktion

Die Kritik während der anschließenden Kundgebung hatte mehrere Adressaten. Sie zielte auf die privaten Investoren ab, auf „arrogante Politiker“ und die „Stadtentwicklung von oben“. Vor allem am Projekt Wasserpark ließen die Gegner kein gutes Haar. Diese neue Touristenattraktion will das Unternehmen Coral World Berlin für rund 40 Millionen Euro zwischen dem Bahnhof Ostkreuz und dem Paul- und Paula-Ufer errichten. Ein öffentlich-rechtlicher Vertrag mit dem Bezirksamt Lichtenberg wurde schon im vergangenen September abgeschlossen. Parklandschaft samt Aquarium und Hotel sollen eine halbe Million Besucher pro Jahr empfangen.

Die Lichtenberger Bündnisgrünen hatten sich schon beim Vertragsabschluss gegen das Coral-World-Projekt ausgesprochen. Sie monierten den Zeitpunkt der Unterzeichnung – lange vor dem BVV-Beschluss zum Bebauungsplan Ostkreuz. Auch die Gesamtkonzeption für das geplante Stadtquartier konnte und kann bei den Grünen nicht punkten. Sie fordern mehr bezahlbare Miet- statt Eigentumswohnungen, den Erhalt der Stadtnatur und Investitionen in Schulen statt in Tourismusangebote.
Der älteste Bebauungsplan

Lichtenbergs Stadträtin für Stadtentwicklung, Birgit Monteiro (SPD), verweist auf die lange Historie des Bebauungsplans: „Es handelt sich hier um unseren ältesten B-Plan, viele Akteure, die unterschiedliche Phasen auf den Weg gebracht haben, sind heute im Ruhestand.“ Der Senat habe daher schon mehrfach umgesteuert und Entwicklungsziele neu angepasst. „Und wenn ein Investor, der vom Land quasi zur Mitwirkung eingeladen wird, die Idee eines Wasserhauses entwickelt, dann finde ich das legitim. Dort werden Arbeitsplätze entstehen, Kooperationen mit kleinen und großen Akteuren der Umweltarbeit sind zugesagt.“

Der Forderung nach mehr Partizipation hält die Stadträtin die Webseite www.bebauungsplan-ostkreuz.de entgegen. Dort sei nicht zuletzt die umfassende Bürgerbeteiligung des Verfahrens dokumentiert. Seit 2005 habe allein das Bezirksamt zu mehr als zwei Dutzend Veranstaltungen rund um das Thema Rummelsburger Bucht geladen.

Die Sorge um ausreichende Schul- und Kitaplätze könne sie nachvollziehen, so Monteiro. „Hier gilt die Zusage des Bezirksamtes, dass wir den B-Plan nicht festsetzen werden, bevor diese Fragen verlässlich geklärt sind.“ So verlange der Bezirk vom Senat einen verbindlichen Termin für den Baustart einer dreizügigen Grundschule in der Hauptstraße 9.
5000 Gegner

Florian Hackenberger, Mitorganisator und Sprecher der Demonstration am 18. Oktober, durfte an diesem Tag als einer der wenigen aus dem Protestzug die Max-Taut-Aula betreten. Er hatte sich für die Einwohnerfragestunde angemeldet und nutzte die Chance, um den Fraktionen eine Petition mit mehr als 5000 Unterschriften zu überreichen. Darin fordern die Initiatoren ein neues Nutzungskonzept für die Rummelsburger Bucht, mehr Partizipation und die Rückabwicklung der Verträge mit den Investoren. Hackenberger kündigte weitere Protestaktionen an, für den Fall, dass die Lichtenberger BVV bei ihrer zustimmenden Haltung zum Bebauungsplan bleibt.“

Quelle: https://www.berliner-woche.de/rummelsburg/c-bauen/aktionsbuendnis-kritisiert-wasserpark-und-andere-vorhaben-in-der-rummelsburger-bucht_a186032

Demobericht vom 18.10.2018 – Rummelsburger Bucht

Bericht von der Demo gegen den geplanten „Wasserpark“, zur Rettung der Rummelsburger Bucht Berlin Lichtenberg/Friedrichshain/Ostkreuz:

„Demo gegen Ostkreuz-Pläne
Aktionsbündnis kritisiert Wasserpark und andere Vorhaben in der Rummelsburger Bucht

https://media04.berliner-woche.de/article/2018/10/23/1/225431_XL.jpg?1541601136

Mehrere Bezirksverordnete schafften es nicht pünktlich zu ihrer jüngsten Sitzung am 18. Oktober. Grund war eine Demonstration, die den Verkehr in den Straßen rund um die Max-Taut-Aula am Nöldnerplatz für Stunden nahezu lahm legte. […]

Die Veranstalter[*innen] sprachen von 1.700 Teilnehmer[*inne]n, […] die am Nachmittag des 18. Oktober im Tross vom Markgrafendamm zur Max-Taut-Aula zogen – dem Tagungsort der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in der Fischerstraße.

Zum öffentlichen Protest vor der Sitzung des Bezirksparlaments aufgerufen hatte ein Aktionsbündnis aus Friedrichshainer und Lichtenberger Initiativen. Unter dem Motto „Rummelsburger Bucht für Alle!“ lehnt es die aktuellen Pläne für das Areal am Ostkreuz ab und fordert von der Lichtenberger BVV ein Nein zum entsprechenden Bebauungsplan. Das Bezirksamt Lichtenberg wollte ein positives Votum dazu eigentlich noch in diesem Jahr unter Dach und Fach wissen – immerhin zieht sich das Verfahren seit 26 Jahren hin.

Nur eine Touristenattraktion

Die Kritik während der anschließenden Kundgebung hatte mehrere Adressat[*inn]en. Sie zielte auf die privaten Investoren ab, auf „arrogante Politiker“ und die „Stadtentwicklung von oben“. Vor allem am Projekt Wasserpark ließen die Gegner[*innen] kein gutes Haar. Diese neue Tourist[*inn]enattraktion will das Unternehmen Coral World Berlin für rund 40 Millionen Euro zwischen dem Bahnhof Ostkreuz und dem Paul- und Paula-Ufer errichten. Ein öffentlich-rechtlicher Vertrag mit dem Bezirksamt Lichtenberg wurde schon im vergangenen September abgeschlossen. Parklandschaft samt Aquarium und Hotel sollen eine halbe Million Besucher[*innen] pro Jahr empfangen.

Die Lichtenberger Bündnisgrünen hatten sich schon beim Vertragsabschluss gegen das Coral-World-Projekt ausgesprochen. Sie monierten den Zeitpunkt der Unterzeichnung – lange vor dem BVV-Beschluss zum Bebauungsplan Ostkreuz. Auch die Gesamtkonzeption für das geplante Stadtquartier konnte und kann bei den Grünen nicht punkten. Sie fordern mehr bezahlbare Miet- statt Eigentumswohnungen, den Erhalt der Stadtnatur und Investitionen in Schulen statt in Tourismusangebote.

[…]

5000 Gegner

Florian Hackenberger, Mitorganisator und Sprecher der Demonstration am 18. Oktober, durfte an diesem Tag als einer der wenigen aus dem Protestzug die Max-Taut-Aula betreten. Er hatte sich für die Einwohner[*innen]fragestunde angemeldet und nutzte die Chance, um den Fraktionen eine Petition mit mehr als 5000 Unterschriften zu überreichen. Darin fordern die Initiator[*inn]en ein neues Nutzungskonzept für die Rummelsburger Bucht, mehr Partizipation und die Rückabwicklung der Verträge mit den Investor[*inn]en. Hackenberger kündigte weitere Protestaktionen an, für den Fall, dass die Lichtenberger BVV bei ihrer zustimmenden Haltung zum Bebauungsplan bleibt.“

Text- & Bild-Quelle: https://www.berliner-woche.de/rummelsburg/c-bauen/aktionsbuendnis-kritisiert-wasserpark-und-andere-vorhaben-in-der-rummelsburger-bucht_a186032
Erschienen in der Berliner Woche (lokale Wochenzeitung).
Autorin: Berit Müller aus Berlin Lichtenberg, Artikel vom 25. Oktober 2018, 12:00 Uhr.

Freetekno gegen Pegida

Siehe: „Video Erstmals mehr Gegendemonstranten am 4. Jahrestag von „Pegida“"
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-462253.html
(Sekunde sieben bis zehn)
Quelle: ARD Tagesschau vom 21.10.2018, 20:13 Uhr

„Sachsen Dresden protestiert gegen vier Jahre „Pegida“
Stand: 21.10.2018 16:57 Uhr“
Siehe: https://www.tagesschau.de/inland/gegendemo-pegida-101.html

Mehr Mucke gegen Neonazis!

Vgl. ähnliches, siehe auch, frühere Aktionen: https://www.sz-online.de/nachrichten/mit-techno-und-rock-gegen-pegida-3717173.html

Rummelsburger Bucht retten

„An: Bezirksverordnete von Lichtenberg

Rummelsburger Bucht retten

Nach 16 Jahren Planungszeit steht der Bebauungsplan XVII-4 „Ostkreuz“ nun zur Abstimmung in der Berliner Bezirksverordnetenversammlung.

Das Ergebnis? Katastrophal!

[…]

Statt günstigem Wohnraum, Gemeinschaftsprojekten, einer Grundschule, inhabergeführten Läden und Stadtnatur sind
ein Aquarium, ein Hotel und Luxuswohnungen geplant.

Angesichts der steigenden Mieten, der schwindenden Berliner Kultur und des fehlenden bezahlbaren Wohnraums sind die Planungen in keinster Weise nachvollziehbar.

Stoppen Sie sofort den Bebauungsplan und nutzen Sie den Raum für Projekte, die unser Berlin wirklich braucht.
Warum ist das wichtig?

Umwelt- und Klimaschutz:
Auf dem Gebiet sind streng geschützte Tierarten heimisch, die durch die Umsetzung der geplanten Bauvorhaben gefährdet sind. Die Fläche hat auch eine wichtige Stadtklimatische Bedeutung. Es gibt zwar Ausgleichsmaßnahme, diese sind zwar rechtlich zulässig, aber sehr weit entfernt und aus Sicht des Naturschutzes fragwürdig.

Hotel, Aquarium, Luxuswohnungen:
Statt den geplanten Projekten werden an diesem Standort dringend günstiger Wohnraum, Platz für inhabergeführte Läden, Kulturangebote und Gemeinschaftsprojekte, sowie Stadtnatur gebraucht.

Grundschul Neubau nicht gesichert
Die Prognose für 2023/24 besagt eine Auslastung der Grundschule zu 70% über Kapazität. Die neuen Bewohner, die durch die Bebauung dazukommen, sind dabei noch nicht valide berücksichtigt. Es gibt nach Jahren der Versuche noch immer keine sichere Planung mit glaubwürdigem Fertigstellungsdatum.

Senat hat mit Verträgen im Eilverfahren der BVV vorgegriffen
Die rot-schwarze Regierung hat die Zustimmung zu den Kaufverträgen für die Grundstücke für Hotel und Aquarium in der letzten Sitzung vor der Wahl am 08.09.2017 in einem Eilverfahren beschlossen. Das gleicht eigentlich einem Skandal, denn damit ist die parlamentarischen Funktion der BVV in diesem Fall ziemlich beschnitten.

Günstige Genossenschafts-Wohnungen auf Erbbauland statt Luxuswohnungen:
Der Berliner Koalitionsvertrag sieht Erbbauverträge für die Vergabe von Landesflächen vor. Das wusste wohl die alte Regierung. Wenn der B-Plan abgelehnt wird, gehen die Flächen zurück an das Land Berlin und der Senat kann den Koalitionsvertrag hier umsetzen.

Wasserpark – Nutzung durch Coral World Touristen:
Die einzige öffentliche Grünfläche auf dem Gelände die genutzt werden darf, wird von Coral World gepflegt. Der Wasserpark, etwa halb so groß ist wie der Boxhagener Platz, wird von geplanten 1.300 Touristen / Tag wohl auch gut genutzt werden, denn es gibt direkte Zugänge von der Terrasse. Der Park ist also definitiv nicht für die Bevölkerung. Im B-Plan wird auch gemogelt: ein Drittel der winzigen ausgewiesenen Grünfläche ist tatsächlich die Terrasse des Aquariums (Café und Biergarten) und eingezäunt.

Kulturelle Angebote und existierenden Wohnraum erhalten:
Die Kulturstätte „Rummels Bucht“, die von den Einwohner sehr gut angenommen wird, muss abgerissen werden, wenn der B-Plan beschlossen wird. Es deutet auch alles darauf hin, dass drei Häuser (günstiger Berliner Altbau), die auch bewohnt sind, abgerissen werden. Eine Resourcenverschwendung die einem stadtbekannten Immobilienhai (Padovic [watch-blog]) zugute kommt.

Entwicklungsmaßnahme aus 1992:
Die dem B-Plan zugrunde liegende Entwicklungsmaßname auf Landesebene stammt aus 1992 und wurde 1994 in eine Verordnung (VO Entwicklungsgebiet 1994) gegossen. Dementsprechend aus der Zeit gefallen ist auch die derzeit vorgesehene Planung. Nach Ablehnung des Bebauungsplans kann der Senat das Entwicklungsgebiet am Ostkreuz aufheben. Danach kann eine zeitgemäße Planung mit erbaulicher Verpachtung der Landesflächen erstellt werden, um günstigen Wohnraum zu schaffen und die derzeitige Nutzung zu erhalten. So wie es eigentlich Strategie des neuen Senats ist.

Weitere Informationen:
Demonstration am 18.10. Event auf Facebook: http://bit.do/bplan-bucht-demo-191018
Forderungen der Initiative: http://bit.do/bplan-bucht-forderungen
Argumentationsleitfaden mit Fakten Links: http://bit.do/bplan-bucht-argumente
Wie die Unterschriften übergeben werden

Persönlich in der Bezirksverordnetenversammlung von Lichtenberg“

Siehe, Quelle: https://weact.campact.de/petitions/rummesburger-bucht-retten

Freibeuter*innen ahoi

Wir gratulieren den Freibeuter*innen in der Rummelsburger Bucht zu ihrer erfolgreichen Besetzung und fordern Solidarität mit dem Projekt.

Siehe:

„neues deutschland 16.10.2018:

„Freibeuter“ wurde gekapert

Aktivisten sollen Bebauungsplan weichen. Polizeiliche Räumung von Schiff droht

(https://www.neues-deutschland.de/artikel/1103664.jugendfreizeitschiff-freibeuter-wurde-gekapert.html)

Tagesspiegel 15.10.2018:

Schiff auf Rummelsburger See besetzt

Ein Schiff in der Rummelsburger Bucht geht nach einem Rechtsstreit zurück an den Bezirk. Aktivisten setzen sich für den Erhalt des Kahns ein. Baustadtrat Schmidt will reden.

(https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-rechtsstreit-mit-bezirk-schiff-auf-rummelsburger-see-besetzt/23187642.html)

Berliner Abendblatt 15.10.2018:

Der Freibeuter ist geentert

Besetzer wehren sich gegen die Verschrottung des Hausbootes im Rummelsburger See.

(http://www.abendblatt-berlin.de/2018/10/15/der-freibeuter-ist-geentert/)“

Quelle: http://www.wem-gehoert-kreuzberg.de/index.php/presse/3480-neues-deutschland-16-10-2018-freibeuter-wurde-gekapert

The Name of the Game

Wir dokumentieren hiermit einen Artikel aus der linken Wochenzeitung Jungle World, vom 04.10.2018:

„Die Ausstellung über die Situationisten und ihre Verbindung zu 1968 im HKW Berlin

The Name of the Game

Zwischen 1957 und 1972 konzipierte die Situationistische Internationale eine »Revolutionäre Front in der Kultur«, dann gab die Gruppe ihre Selbstauflösung bekannt. Von der Spieltheorie lieh sich die Bewegung Elemente einer Kritik am Spektakel der Warengesellschaft. Im Kontext neoliberaler Durchdringung aller Lebensbereiche untersucht die Ausstellung »The Most Dangerous Game«, welche Gültigkeit die Ideen Guy Debords und seiner Mitstreiter heutzutage besitzen.

Von Jakob Hayner

Als die Situationistische Internationale (S.I.) Ende der fünfziger Jahre eingeladen war, an einer Ausstellung in Amsterdam teilzunehmen, stand die Gruppe vor einem Dilemma: Wie konnte eine radikale Gesellschaftskritik im Museum stattfinden, ohne zum reinen und folgenlosen Kunstgenuss zu werden, durch den alle revolutionären Impulse notwendigerweise erstickt würden?

Vorgeschlagen wurden die Errichtung eines Labyrinths, das das Umherschweifen möglich machen sollte, dazu die Ausstellung einiger situationistischer Dokumente und eine Versammlung. Verwirklicht wurde der Plan dann aufgrund einer Auseinandersetzung mit der Museumsleitung doch nicht. Das Problem allerdings stellt sich auch im Jahre 2018: Wie kann die proklamierte radikale Negation aller bürgerlichen Kunstkonventionen und letztlich der Kunst selbst in einer bürgerlichen Institution wie einem Museum präsentiert werden? Im Berliner Haus der Kulturen der Welt haben sich die drei Kuratoren Wolfgang Scheppe, Roberto Ohrt und Eleonora Sovrani dieser Herausforderung gestellt. Das Ergebnis kann in der Ausstellung mit dem Titel »The Most Dangerous Game. Der Weg der Situationistischen Internationalen in den Mai 1968« seit vergangenem Donnerstag begutachtet werden.

Die Bewegung wusste, wie geschickt vor allem der Kunst- und Kulturbetrieb darin ist, noch die schärfste Kritik zum Zwecke einer den kontemplativen Genuss steigernden performativen Widersprüchlichkeit zu integrieren. »Rekuperation« wurde das genannt. Es wäre im Sinne der heutzutage herrschenden Rekuperation ein Leichtes gewesen, die Situationistische Internationale als eine Vorläuferorganisation all der transmedialen und immersiven sozialen Plastiken mit ihren entgrenzenden und subversiven Ästhetiken darzustellen, die inzwischen die Biennalen und Galerien bevölkern. Es wäre ein Leichtes, sie mit modischem Kuratorensprech zu garnieren. Wer würde sich nicht positiv auf die Avantgarden des 20. Jahrhunderts beziehen wollen?

Ihre Vertreter allerdings hatten in der Regel noch eine radikale Idee, warum und wozu der bürgerliche Kunstkanon aufgebrochen werden sollte. Dieser politische Zusammenhang ist gegenwärtig nicht mehr gegeben. Die Entgrenzung und Entkunstung der Kunst ist selbst der Modus geworden, der Konformismus generiert; die Aneignung ungewöhnlicher Mittel dient der Steigerung des Erfolgs auf einem umkämpften Markt. Wer aber von jedem Inhalt abstrahiert und nur auf ästhetische Effekte fokussiert, mag in der Situationistischen Internationale tatsächlich eine Vorform der Gegenwartskunst und in der Emphase für das menschliche Spiel eine Legitimation der heutigen gamification des Alltags erkennen.

»The Most Dangerous Game« erliegt dieser Versuchung nicht. Die Ausstellung ist mit jenem Ernst kuratiert, der seinem Gegenstand gerecht wird. Ihr Titel zitiert nicht nur auf einen Lieblingsfilm,einem US-Horrorstreifen von 1932, des situationistischen Theoretikers Guy Debord, sondern meint auch das gefährlichste Spiel überhaupt: die Revolution. Schon am Eingang der Ausstellung blickt man auf ein Plakat, auf dem verkündet wird: »Tous contre le spectacle« – alle gegen das Spektakel. Fälschlicherweise wird der Begriff des Spektakels oft auf einen Aspekt der modernen Gesellschaft oder eine Technik der Werbung verkürzt; im Sinne der situationistischen Theorie meint er aber die zeitgenössische Erscheinungsform der Totalität des Kapitalismus, die die Produzenten zu Zuschauern des von ihnen geschaffenen Reichtums degradiert. Grob könnte man sagen: Wer von der Abschaffung des Kapitalismus nicht reden will, sollte auch von den Situationisten schweigen.

Die Situationistische Internationale wurde 1957 von Debord, Ralph Rumney und Asger Jorn gegründet, um eine »revolutionäre Front in der Kultur« zu eröffnen. Ein besonderes Anliegen von Debord und Jorn wurde nun erstmals für die Ausstellung realisiert. Es handelt sich dabei um die Situationistische Bibliothek von Silkeborg. In seinem Heimatort hatte Jorn ein Museum gegründet; der damals 28jährige Debord machte Vorschläge für eine dort einzurichtende Bibliothek, die neben den Schriften der Situationisten auch Texte und Manifeste der Futuristen, der Dadaisten, der Surrealisten, der Lettristen, der Gruppe Cobra, des Movimento Arte Nucleare und der Gruppe SPUR enthalten sollte. Verteilt auf 21 Vitrinen liegen Schriften und Flugblätter, von André Breton und Raoul Hausmann über Arthur Cravan und Comte de Lautréamont bis László Moholy-Nagy, Johan Huizinga und Henri Lefebvre.

An dieser Stelle lohnt sich unbedingt der Blick in die knapp über 900seitige, im Verlag Merve erschienene Begleitpublikation, die akribisch auflistet, welchen Beitrag zur Kritik der Gesellschaft und der Kunst die einzelnen hinter Glas ausgestellten Objekte geleistet haben. Neben Erläuterungen zu den über 700 Gegenständen in den Vitrinen und an den Wänden findet sich in dem Band außerdem Bildmaterial auf über 400 Seiten, so dass das Buch die gesamte Ausstellung dokumentiert.

Im Mittelteil der Ausstellung schreitet man durch einen Gang, rechts und links mit Bilderwänden versehen. Auf der einen Seite hängen Abbildungen des Aufstands von 1968, Barrikaden, Steine, Straßenkämpfe, im Hintergrund Graffiti und Parolen der Situationistischen Internationale. Die Fotografien sind zum Teil aus dem Archiv der Polizei und zum Zweck der Strafverfolgung angefertigt worden. Bei anderen handelt es sich um Pressebilder, die auf den Titelblättern die staatsgefährdende Gefahr, die von der Straße ausgeht, illustrieren. Auf der anderen Seite hängen Ausschnitte aus dem 1968 gegründeten Post-Shop-Magazin der Warenhauskette Otto, das speziell »die Jugend« ansprechen sollte. In der Werbung finden sich Zitate aus der revolutionären Ikonographie. Die Jugend erkor auch schon der für die Situationisten wichtige Begründer des Lettrismus, Isidore Isou, zum neuen revolutionären Subjekt; ganz im Sinne der damals populären Randgruppentheorie betrachtete er sie als ökonomisch ausgeschlossen.

Um die Jugend, die Kinder von Marx und Coca-Cola, kämpften 1968 die Revolutionäre und die große Industrie. Ein Kampfbereich war die Befreiung des Sexus. Die Werbung befreite die Sexualität als Mittel, um Waren zu verkaufen. Dem entgegen stand die Entfesselung der Sexualität sowohl aus der traditionellen Sexualmoral als auch ihrer Inanspruchnahme durch den Konsumkapitalismus – Revolution statt Warenform. Dabei versuchte die Bewegung nicht, ein vermeintlich ursprüngliches Bild für eine unschuldige Sexualität zu finden. Isou und auch Raoul Vaneigem, Autor des »Handbuchs der Lebenskunst für die jungen Generationen«, schrieben unter Pseudonymen pornographische Romane, in denen auch Travestie und eine Geschlechtsumwandlung vorkamen. In ihren Schriften scheute sich die Situationistische Internationale auch nicht, Bilder der Werbung für eigene Zwecke zu nutzen.

Hinter einem Aufsteller mit der Warnung »Bereich anti-situationistischer Kunst« verbirgt sich der letzte Teil der Ausstellung. Die Situationisten hatten Anfang der sechziger Jahre alle Künstler aus der Bewegung ausgeschlossen; im Haus der Kulturen der Welt finden sich Werke der Malerei aus den frühen Jahren der Situationisten, darunter erstmals ausgestellte sogenannte Kollektivwerke.

Die Situationistische Internationale forcierte im Laufe ihrer Geschichte immer mehr den Gedanken der Aufhebung der Kunst, als deren erstes Moment die Negation der Kunst begriffen wurde. Als letzte Avantgarde wollte sie das Ende der Kunst herbeiführen, in der Hoffnung, dass dies einen qualitativen Umschlag der Gesellschaft nach sich ziehe. Der Mai 1968 in Frankreich konnte in dieser Hinsicht Hoffnungen wecken. In seinen späten Texten, den »Kommentaren zur Gesellschaft des Spektakels« und »Panegyrikus«, beschreibt Debord, was zu analysieren bleibt, wenn das Spiel zunächst verloren ist und die Hoffnungen enttäuscht wurden. Die Ausstellung »The Most Dangerous Game« ermöglicht eine Annäherung an die Situationistische Internationale und den von ihr verbreiteten revolutionären Geist.

The Most Dangerous Game. Der Weg der Situationistischen Internationale in den Mai 68. Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt, bis 10. Dezember

Wolfgang Scheppe und Roberto Ohrt: The Most Dangerous Game. Band 1 – Dokumente. Merve Verlag, 2018. 908 Seiten, mit Ausstellungsticket 2 Euro.“

Quelle: https://jungle.world/artikel/2018/40/name-game

20.10.2018 @ Kili

saturday
yaya23 records label night

https://facebook.com/events/634854326911430

the event is also soli

location

(view map on osm)

and before, on friday to saturday, is pre listening by livestream session with the artists for the night, originally from the real studio stabil

https://facebook.com/Studio-Stabil-623986444467741/

Red Bull Music Academy in der Kritik

Wir dokumentieren hiermit exemplarisch einen Beitrag von WDR Cosmo, vom 01.10.2018:

„Musikspecial

Red Bull Music Academy in der Kritik

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz vertritt öffentlich rechtspopulistische Positionen. Ein krasser Widerspruch zum exzellenten Ruf der Musikakademie, die Künstler wie Björk, IARAHEI oder Kitschkrieg groß gemacht hat.

Traumfabrik RBMA

Die Red Bull Music Academy (RBMA) hat zu ihrer aktuellen Ausgabe in Berlin erstmals ihre Pforten für Besucher geöffnet zum „Open Funkhaus“-Tag im alten DDR-Funkhaus in Berlin-Köpenik. Man konnte für wenige Stunden in den Alltag der 60 auserwählten Musikertalente reinschnuppern, die an der Academy teilnehmen. In den einzelnen Studios durfte man den Profis bei der Arbeit über die Schulter geblickt. Im Session Room hat Musikproduzent Matias Aguayo seine Avantgarde-Performance „Drums in Space“ präsentiert: „Durch die Zusammenarbeit konnte ich sehr viel auf die Beine stellen. Gerade in Lateinamerika, wo man überhaupt auf keine staatlichen Hilfen zählen kann.“

Viele Musiker, die häufig nur unter prekären Umständen von ihrer Kunst leben können, sind auf Förderungen wie die der Academy angewiesen. Und sie profitieren von den dabei entstandenen Netzwerken. Zu den erfolgreichen Beispielen zählen Flying Lotus aus Los Angeles oder der Lissaboner Produzent Branko, die einst bei der RBMA angefangen haben. Auch Fizzle vom Produzententrio KitschKrieg schätzt die Arbeit der RBMA und insbesondere die Lectures bekannter Musiker. Am Tag der offenen Tür haben KitschKrieg selbst ihre Geschichte erzählen dürfen und Studiokniffe verraten. Fizzle ist Fan des Formats: „Ich habe unzählige davon gesehen auf der Red Bull Homepage. Es ist halt so schön nerdig, dass wenn man Interesse an diesem Gebiet hat, dann kann man da halt was lernen.“

Geld von Mateschitz

Die RBMA wird von der Red Bull GmbH unter Leitung von Dietrich Mateschitz finanziert. Der Red-Bull-Konzernchef und Multimilliardär ist im vergangenen Jahr in einem Interview durch rechtspopulistische Positionen aufgefallen. Auf den ersten Blick treffen hier zwei diametral entgegengesetzte Welten aufeinander: Die Academy ist liberal, weltoffen, futuristisch. Geldgeber Mateschitz hingegen kritisiert die „sogenannte intellektuelle Elite“ und das „Meinungsdiktat des politisch Korrekten“. Gründer und Leiter der RBMA, Many Ameri, sieht das jedoch nicht als Widerspruch: „Die Art, wie wir das über diese zwanzig Jahre hinweg aufgebaut haben, ist möglich gewesen durch die Struktur, die dahinter steht und die Menschen, die dahinter stehen. Ich kann nicht im Namen des Eigentümers der Firma sprechen. Das Allerwichtigste in der Zeit, in der wir leben, sind Taten.“ Eine Einmischung seitens des Chefs von Red Bull habe es nie gegeben, so Many Ameri.

Das große Schweigen

Zu den wenigen Kunst- und Kulturschaffenden, die sich klar gegen die Verquickung von RBMA und Mateschitz positionieren, zählt Sonja Eismann vom Missy Magazine. Als sie kürzlich gebeten wurde, einen Text für die Musikplattform zu veröffentlichen, sagte sie ab: „Der Chef ist immer wieder durch rechtspopulistische Äußerungen aufgefallen. Er hat sich negativ über Geflüchtete geäußert. Er hat bei seinem Fernsehsender Servus TV so einen Rechten Identitären wie Martin Sellner hoffähig gemacht. Das sind eben alles Sachen, mit denen ich nichts zu tun haben will.“ Und Hannes Teichmann vom Techno-Duo Gebrüder Teichmann kritisiert das allgemeine Schweigen: „Wir als Szene reflektieren nicht und reden auch nicht wirklich drüber. Ein kritisches Statement zu geben und trotzdem mitzumachen, fände ich besser als diese Stille.“

Einfluss oder Boykott

Die Stille hat ihre Gründe. Die Teilnehmer der RBMA unterschreiben keine Knebelverträge, binden sich nicht an die Marke und können frei über die produzierte Musik verfügen. So attestiert Lutz Leisering vom Interessenverband der Berliner Clubbetreiber Clubcommission der RMBA insgesamt ein faires Konzept: „Mir sind Marken lieber, die sich inhaltlich einbringen und die verstehen was man macht, und das supporten.“ Für Matias Aguayo bringt Mitmachen mehr als Boykott. „Wie kann ich mit Musik etwas verändern, Leute beeinflussen, mit ihnen zusammenarbeiten und einen Unterschied machen.“

Die Musiker machen sich also durchaus ihre Gedanken und jeder versucht für sich eine Lösung zu finden. Doch genau hier ist das Problem. Die RBMA müsste das Thema Mateschitz offen diskutieren und sich nicht länger in einen Mantel des Schweigens hüllen. Auf der anderen Seite müsste mehr getan werden, um das Abhängigkeitsverhältnis zur RBMA aufzulösen, indem staatliche Mittel zur Förderung von Musiktalenten deutlich erhöht werden.

Stand: 01.10.2018, 13:00″

Quelle: https://www1.wdr.de/radio/cosmo/musik/musikspecials/red-bull-music-academy-100.html

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/cosmo/audio-die-red-bull-academy-zwischen-lob-und-kritik-100.html

+++

Mehr:
„Missy-Redakteurin: Künstler kuschen vor Red Bull“
Siehe: https://www1.wdr.de/radio/cosmo/musik/musikspecials/red-bull-music-academy-kommentar-eismann-100.html

Solidarität mit YAYA23 und PRAXIS

https://praxis-records.net/wp-content/uploads/2018/09/25146513-45EE-4122-AADB-0B11FEF81A81-200x150.jpeg

Oh nein, nicht noch eine*r!

Doch, es passiert schon wieder und es geht immer weiter, solange es Kapitalismus gibt.

Die Profitmaximierung und ergo die Gentrifikation, hier in Gestalt eines Hauseigentümers, verdrängt nun einen der letzten alternativen, subkulturellen, freien, politischen, Kunst-, Musik-, Platten-, Klamotten-, Buch- und Zeitschriften- sowie Kurzwaren-Ladens und einer freien Musik-Werkstatt aus dem friedrichshainer Südkiez, am Ostkreuz in Berlin.

Es trifft einen Laden der seit über 15 Jahren dort existiert.

Der >>YAYA23 + PRAXIS Records & Books< < ist (für uns) immer wie eine bunte, chillige, lauschige und laute Insel, in einem trüben grauen Meer aus Konsumzwangsterror, Sachzwängen, Verwertungslogik, Kommerzschrott, untoten bis scheintoten Masken drumherum, wie leeren Fassaden und Geschäften voller Modemüll, die trotz tausender, ständig nervig blinkender Leuchtreklame inhaltlich leer sind und bleiben.

Eine musikalische und künstlerische Institution war er dagegen schon immer. Steht er z.B. für die Ursprünge der Freetekno- und experimentellen Noise -Kultur, seit Anfang an.

In und an ihm konnte sich Mensch immer gut aufhalten, über Musik und die Welt sowie die Gesellschaft an sich philosophieren, politisch miteinander reden, diskutieren, technisch fachsimpeln, miteinander einen trinken, richtig guten Kaffee genießen (Libertad), Kunst bewundern, zusammen schnacken, auschillen, afterhouern, uralte Tapes bestaunen, in echten guten Büchern schmökern (blaue Bände etc. pp.), schreiben, texten, neue Sounds erfinden, rumspinnen... .

Aber er war auch schon immer mehr als nur das. Denn Kommerz war und ist hier fehl am Platz.
Selbstverständlich brauchte der Laden Umsatz, zum Überleben, zum Existieren und mehr daraus machen, aber er war nie gewinnorientiert und selbst wenn welcher entstand, so diente und dient der immer einem guten Zweck. Denn der „Laden“ ist im Prinzip ein Kollektivbetrieb in dem alle ihr eigener „Chef“ (oder keine*r) sind, also d.h. Inhaberselbstgeführt. Und seine Plattenauswahl ist, genau wie sein Ruf, legendär.

In diesem Laden wurden z.B. ein paar der besten Soundsysteme aller Zeiten und das nicht nur der Freetekno-Kultur gebaut, die wiederum für viele Soliveranstaltungen zur Verfügung standen und seit über einem Jahrzehnt u.a. das Tacheles und den Kesselberg sowie unzählige internationale Freepartys bespielt haben.

Zeigt Eure Solidarität, besucht den YAYA23 workshop + PRAXIS records & books shop am Annemirl-Bauer-Platz, Lenbachstr. 9, 10245 Berlin Friedrichshain.
→ www.yaya23.net + www.praxis-records.net & www.datacide-magazine.com

Der Auszugstermin ist am 15.10.2018.

Ein Ausweichort wird dringend gesucht. Meldet euch bei: info(at)yaya23.net und info(at)praxis-records.net

Kapitalismus abschaffen

MBF Kollektiv
September 2018

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See also: https://praxis-records.net/in-store-praxis-records-books-countdown-to-gentrification-i/

"Final Countdown to Gentrification at OstX PART I

… Last instore show at ostkreuz…the juggernaut is approaching…
The end of an era, the beginning of a new one!

Noise, Flash, Break, Bass, Core
as well as Drinks, Music, Books!

29.09.2018

FREE EVENT – Strictly only from 7-10pm

Praxis Records & Books/Yaya23
Lenbachstrasse 9
10245 Berlin"

https://praxis-records.net/in-store-praxis-records-books-countdown-to-gentrification-i/
https://praxis-records.net/in-store-praxis-records-books/
https://praxis-records.net/in-store-countdown-ii/

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For all news from PRAXIS and YAYA23 see:
https://facebook.com/Praxis-Records-206908779365486/
https://facebook.com/Yaya23-records-140224542805525/

Sept. 21. Efeunox @ Schwester Martha

21.9.2018efeunox@rauchhaus-bln-xbrg

Efeunox
Wild dancing party by E.L.F. & LTC
with: Chantal_Cyberrise/E.L.F., Re;not & Nir Mint_A.T.N.T./Cyberrise, Desoterik_Teknosquat, Additive_SLIM .label //
Powered by Yaya23 Soundsystem

date & time: Friday, 21 September, 2018 – 23:00

at: Schwester Martha (Ex-RXXXhhaus), Mariannenplatz 1A, 10997 Berlin, germany

link: https://radar.squat.net/en/event/berlin/stressfaktor/2018-09-21/efeunox

short url: https://squ.at/r/68cq

location: https://radar.squat.net/en/node/1690

https://www.openstreetmap.org/way/37739112
https://www.openstreetmap.org/?mlat=52.50504&mlon=13.42451#map=19/52.50504/13.42451
https://osm.org/go/0MbE2uKK2?m=&way=37739112

Antirepressiver Aufruf 2018

Vor zwei Monaten hat es wieder befreundete Soundsysteme aus Berlin, Bremen und anderswo, bei bzw. nach einer Freeparty in Tschechien (CZ) erwischt.
Sie wurden von undercover Agents ausgespäht und ihre Technik wurde von Robocops „beschlagnahmt“, also geklaut. Es kann dafür von einer Zusammenarbeit mit deutschen Verfolgungsbehörden ausgegangen werden. Dazu hatte die Repressionstruppe extra spezielle technische „Experten“ mit dabei. Sie waren also gut vorbereitet und es wurden gezielt politisch aktive Soundsysteme angegriffen. Ein Angriff auf eines, wie eine*n ist allerdings immer ein Angriff auf – uns – alle. Seid darum stets grundsätzlich Solidarisch dagegen und demonstriert Eure Unterstützung, auf allen Ebenen, in allen Bereichen, selbst den kleinsten, spendet z.B. bei Solipartys o.ä.. Zeigt allen die sich entsolidarisieren den Stinkefinger. Haltet dicht und haltet zusammen, denn allein machen sie dich ein. Schlagt dem Repressionsapparat ein Schnippchen, macht kreative Aktionen. Achtet auf Euch und Eure Freund*innen sowie weitere Ankündigungen, für Solis u.v.m..

MBF ist und bleibt antagonistisch

MBF ist und bleibt antagonistisch

Laut der Polizei und Versammlungsbehörde hätten sich (Mit)Veranstalter*innen der Fete de la Musique 2018 mal wieder bei ihnen über uns, die – Musik Braucht Freiräume – MBF-Aktion/Versammlung/Demo, beschwert, weil sie nicht „damit“, sprich mit uns verwechselt werden wollten. Weil sie Angst hätten, daß eventuelle andere Beschwerden auf sie zurückfallen könnten und sich dann gegen „die Fete“ richten würden, die ja schon so frei und gut wäre, den Menschen doch soviel an Freiheiten bieten würde und was wir denn eigentlich noch wollen würden … . Hmm, mal überlegen, was noch? Da war doch was, den ganzen Kuchen, die ganze Bäckerei, alle Bäckereien, die Rührmaschinen, die Rohstoffe, ach ja, genau das wars, ist doch ganz einfach Leute:
„ALLES FÜR ALLE!“.

Im Wortlaut, hätten sie sich sogar explizit darüber beschwert, daß unsere Versammlung erlaubt und polizeilich angemeldet sei und wir diese dreisterweise, ortsnah zu einer offiziellen Veranstaltung der Fete durchführen würden. Es wäre angeblich sogar geprüft worden ob unsere, durch ein Grundrecht, nämlich das Versammlungsrecht geschützte, Kundgebung (die wir nun auch fast schon eine Mahnwache nennen könnten) nicht auch einfach hätte verboten werden können.

Wir könnten darüber nur noch lachen, wenn es nicht eh schon so traurig wäre. Doch davon lassen wir uns die politische Sache und den Spaß nicht nehmen. Dann doch erst recht!
Denn wir wissen, daß sich die Beschwerdeführer*innen und ihre beflissenen, im vorauseilenden Gehorsam handelnden, meistens weder mit unserer Aktion noch mit der eigentlichen politischen Sache beschäftigt haben und selbst bei ihrem eigenen Zeug meist nur die Hälfte von dem Verstehen, was sie da – dialektisch gesehen – eigentlich machen. D.h. nämlich z.B.: „Lohnarbeit und Kapital1“ etc. pp..

Wir waren tatsächlich auf einam alten ehem. Sportplatz, in der Rummelsburger Bucht am/Nähe Ostkreuz.
Daneben sind ein teures Neubauareal, eine neue Straße, ein reiches Wohngebiet, auf der Halbinsel und am ehem. Knast sowie der neue Bahnhof Ostkreuz und vorübergehend ein kleiner Club (die Rummelbucht), neben einem Schrauber*innen-Wagenplatz, an der Hauptstraße in Berlin Lichtenberg.
Btw.: Das Gelände neben dem Club war zeitweilig, vor ein paar Jahren mal kurz besetzt, als die Wagengruppe Rummelplatz ein neues Gelände suchte und damit politisch auf sich aufmerksam machte, doch ähnlich der allgemeinen „Berliner Linie“, die gegen alle Arten von „Besetzungen“ gerichtet ist und eine Räumung innerhalb von 24h vorsieht, war auch der Platz schnell wieder von der schnöden Bildfläche der Spießer*innen verschwunden.

Mit den direkten Nachbar*innen, dem Schrauber*innenplatz, Anwohner*innen an der alten Hauptstraße sowie Menschen in Zelten, auf dem Grundstück und Wasserbewohner*innen, Hausbootmenschen und Floßliebhaber*innen und Passant*innen, haben wir uns entgegen der sonstigen Unkenrufe sehr gut verstanden und hatten großen Spaß zusammen.

Die offizielle Fete de la Musique (FdlM) war in Berlin bis 2018 Teil einer sog. Nichtregierungsorganisation (NRO), einer teilweise freien, privaten Organisation, die z.T. ehrenamtlich, aber entgeldlich, auf Honorarbasis, für das Land, via Zuschüssen und allgemeiner den „guten Zweck“, gearbeitet hat.

Aus Lotterieeinahmen der „staatlichen Klassenlotterie“ und wurden und werden z.B. die horrenden GEMA-Gebühren finanziert.

Seit 2018 trägt nun der Kultursenat und sein Senator höchstselbst die Fete und ist damit Hauptausrichter geworden. Hauptstandort der Fete in Berlin war diesmal sogar Lichtenberg, wo wir auch ganz zufällig mit unserer Kundgebung – jedenfalls von der Standortlogik her gesehen – mit dabei waren. Denn das Gelände auf dem wir uns befanden grenzt unmittelbar an Friedrichshain-Kreuzberg an, wo wir sonst meistens waren (Friedrichshain). Obwohl sich der Wagenplatz Scheffelstraße z.B., von dem wir öfters gerne mit unserer Nachttanzdemo gestartet sind auch schon in Lichtenberg befindet.

Von offizieller Seite war und ist es schon immer so, daß stets versucht wurde und wird uns in den normalen Fetenbetrieb (das Spektakel (des Kapitals)) mit aufzunehmen, quasi „integrieren“ bzw. „assimilieren“ zu wollen. Anfragen, doch „vernünftig“ zu werden und uns zu „legalisieren“ oder uns doch „ordentlich“ also ordnungsamtlich und nicht polizeilich anzumelden gab es schon viele. Nicht zuletzt bei einem internen Diskussionstreffen mit den ehemaligen/vormaligen Veranstalter*innen und Organisator*innen der offiziellen Fete.
Dann wäre jedoch der Charakter unserer Veranstaltung ganz grundsätzlich ein anderer bzw. unser Prinzip ginge verloren und ohne das gibt es nunmal kein MBF. Basta!

Gegenüber unserer radikalen Kritik und dem Protest, z.B. gegen die GEMA, wurde und wird meistens nur Unverständnis, von Seiten der öffentlichen Veranstaltenden der Fete geäußert. Von Inklusion oder Umdenken also keine Spur. Das alles gibt uns nur mehr Gründe genau das zu machen was wir machen. Denn nicht umsonst sind wir solidarisch mit mindestens einem Teil von alternativer Szene und linker Subkultur verbunden und verbinden unsere Aktionen stets politisch mit mehr als „nur“ Musik, wobei Musik für uns einer der wichtigsten, künstlerischen, Ausdrücke all dessen was Menschen bewegt überhaupt – Kultur, seit Beginn der Menschheit – ist.

Bei einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung im Mensch Meier, vor ein paar Jahren, stand sogar schon offen zur Debatte, ob nicht in Zukunft Freepartys und Teknivals „angemeldet“ werden sollten, weil Städte wie Leipzig und Dresden sowas mittlerweile auf/für, zugewiesene/n Flächen, anbieten würden. Noch mehr Zurichtung nennen wir das. So ein falsches Spiel spielen wir nicht mit.

Das sachwalterische und den sachzwängen unterworfene Verhältnis jedoch, der normalen, bürgerlichen Festorganisation in Berlin, das Anbiedern der Helfershelfer*innen an den Staat- und die Gesellschaft des Kapitals und seines Spektakels lässt kein (wirklich) freies Denken und Handeln, keinen freien Kunst- und Musikbegriff zu.

Denn es ist der ihm innewohnenden, systemimmanenten, sich mit den Widersprüchen (Antagonismen) selbst nicht auseinandersetzende Starre, der einzementierten Strukturen geschuldet, daß diese weder hinterfragt noch gar kurzzeitig – temporär2 zumindest, wie wir es tun – aufgebrochen werden.

Deswegen freut es uns sehr, daß bei unserer Kundgebung, nicht nur gute, freie Musik gemacht und gespielt werden konnte und alle Leute sehr viel Spaß hatten, sondern ganz besonders, daß ein paar sehr nette Menschen reden und von ihren sozialen Kämpfen und Konflikten in Berlin, berichten konnten.

Darum ist – dialektisch betrachtet – MBF eine antagonistische Assoziation!

MUSIK BRAUCHT FREIRÄUME

Für mehr freie Menschen in freien Vereinbarungen – bildet kollektive Syndikate

The only good system is a soundsystem

Free music is not a crime

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MBF Kollektiv
11.08.2018
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www.mbf.space

Anderes 2018

Dal 2 al 5 agosto, nell’Appennino meridionale,

per tutto il paese di Katundi (Greci – 41°15’02.8″N 15°10’10.8″E)

si svolgerà la seconda edizione di Anderes.

Una fiera aperta a visionari di ogni dove per conoscere e condividere idee e pratiche alternative al non senso del circo commerciale.

Una rete di progetti diversi, laboratori, incontri, mostre, arti varie, concerti e serate danzanti per creare una comunità in festa che sperimenta sinergia tra la dimensione artistica e quella sociale.

Visit:
https://anderes2018.wixsite.com/anderes

Link: https://anderes2018.wixsite.com/anderes

About the rise and repression of the free festival movement

We document here an article from the magazine DATACIDE, from Christoph Fringeli:

Radical Intersections

It is about:

The rise and repression of the free festival movement in the UK and some intersections with radical anti-politics.

This article is based on a series of talks held in Basel, Berlin, Graz and Rome in 2007, and has been revised for this issue of datacide.
It doesn’t attempt to present a definitive history, but follow some tracks of contamination and inspiration. Some readers will already be familiar with some of the described historical frames, others not at all. It was written in a way that should be accessible without prior knowledge in terms of the facts and factoids, but under the assumption of an understanding of the validity of counter cultures as possible antitheses to the capitalist culture industry.
It also leaves out many other strains that contributed to this antagonism, such as left communism, surrealism, lettrism, the situationists, communes, sexpol, anti-psychiatry, neoism etc, as it focusses on the festival.

“The festival is apt to end frantically in an orgy, a nocturnal debauch of sound and movement transformed into rhythm and dance by the crudest of instruments.” (Roger Caillois, 1938)

Stonehenge
The ancient monoliths of Stonehenge (1) always had a special meaning in pagan circles in Britain, since it is the largest construction of its kind, and there were neo-pagan meetings there since at least the beginning of the 20th Century, although the “Ancient Order of Druids” had already been founded in 1781.
In the 1960’s the marginal pagan movement was reinforced by the growing interest in esotericism, paganism and occultism with a new generation of Hippies, and the site of Stonehenge became a place of pilgrimage especially around summer solstice.
At the beginning of the 1970’s these congregations were turned into the Stonehenge Free Festival, where revellers would listen to live bands and freak out.
They became an important mark in the development of a counter culture that was trying to disassociate itself from the state and bourgeois society, going hand in hand with the popularisation of a psychedelic anti-Capitalism inspired by Timothy Leary et. al.
The Hippie congregations at Stonehenge soon became a thorn in the side of the authorities. In 1974 a confrontation ensued, as the hippies didn’t just come this year, but stayed: They occupied the area permanently.
In Britain a land- or house-owner has to press charges against specific persons and name these in order to remove them from the property. Since on the other hand there is no duty to carry ID cards, it was possible that the hippies all adopted the multiple name Wally with the intention to turn the court case into a farce.
They not only succeeded in this, the Wallies also got a lot of media attention, especially “Wally Hope”, Phil Russell, a Hippie drop-out from an upper class family who held the opinion that he had met Christ and who acted as a kind of leader.
Although they lost the case, all they had to do was move on a few yards and there the camp existed until towards the end of the year.
In the first months of 1975 preparations began for the next festival. Phil Russell was also out and about promoting.

A little later there was a home search by the police which apparently had nothing to do with Russell directly, but he was present and was searched closely enough for 3 acid tabs to be found. He was arrested and after questioning put into a mental hospital where he was pumped full of such high doses of neuroleptics that he wasn’t only temporarily turned into a zombie. He also suffered some of the worst effects of neuroleptics: dyskenesia, a lasting motoric disturbance.
Russell was released a few days after the next Stonehenge festival had taken place. He died only a few weeks later, a broken man, suffocating from his own vomit after an overdose of sleeping pills.

A year later someone turned up at the Stonehenge festival with the ashes from Russell’s cremation. His ashes were scattered across the stones by a bunch of Hippies.

But Stonehenge was by no means the only festival. In fact there were 70-80 such festivals around the year. Of course this also created its own economy. Many travelling families lived off selling all kinds of merchandise at these events. It also dominated a life-style: People were following the festivals all year round, meeting up, trading goods and stories.

Christ – The Album
In the years 1975-77 the punk movement established itself. Supposedly there was a clean break with the hippie traditions, and many young punks proudly displayed “Never trust a hippie” buttons. But this was only partially true. One punk band that at least to some degree came right out of the Hippie festival milieu was the explicitly anarchist band Crass.
With their 1982 record “Christ – The Album” they set out to create a monument to Wally Hope. The liner notes feature an extensive description of Russell’s story, written by Crass member Penny Rimbaud, who had been involved with Wally since the early 70’s.

Nigel Ayers of Nocturnal Emissions is putting this into perspective elsewhere (2) and even accuses Rimbaud of creating a death cult around Russell. Russell is clearly described as a martyr by Rimbaud. In fact, according to Ayers, it was Rimbaud who had arrived at that Stonehenge festival with Russell’s ashes and distributed them over the celtic stones…

Around the time they recorded the album, Crass had to go through an unpleasant experience at a Stonehenge festival. Several hundred punks – who usually would have stayed away from such Hippie events – were attracted to the festival due to the fact that the band was playing. According to Rimbaud it came to a sort of blood-night when a gang of bikers started to hunt down punks and brutally beat many of them up.
Thus, at the beginning of the 80’s, the different sub-cultures were not yet coming together in a way as it would happen a decade later, when hippies, ravers and crusties started congregating at festivals in the countryside playing acid and techno.

Not much later – in 1985 – the Stonehenge festival was made illegal. On June 1st that year traveller convoys were attacked by hundreds of police in what would go down in history as the “Battle of the Beanfields”.
Vehicles were vandalized by rampaging cops and many travellers – including pregnant women – were beaten, some in front of running cameras.

In the 80’s conservative Thatcher government was waging a class war from above. The combative working class and minorities were on the defensive. Again and again this lead to eruptions of social revolts, like in the “Summer with a thousand Julys” of 1981, when rioting tore apart some of the inner cities. The traditional radical working class movement suffered a heavy defeat in the Miners Strike of 1984/85.
By the end of the decade the government tried to introduce a poll tax where every person had to pay the same amount regardless of their income.
According to police about 200’000 people came to the demonstration against its introduction on March 31st 1990. It came to massive street fighting and mass militancy.
One consequence of the Poll Tax was that by 1992 about 1.8 million Britons had “disappeared”, i.e. were not in any way registered anymore.

Tribes and Posses
In the meantime, fundamental changes were happening in the music scene as well.
One of the consequences of Punk was on the one hand the establishment of countless independent labels and on the other hand changes in the general reception of new pop music. This expanded the possibilities of experimental productions. There is no doubt that particularly the first years of post-punk saw an explosion of creativity.
Some bands in the post punk scene were touring the country with a “tribe” of followers, such as Adam and the Ants, something that was somewhat commodified in the spin-off of Bow Wow Wow (with Malcolm McLaren as impressario), but also with bands such as Southern Death Cult.

Very quickly there was also a tendency to adapt conventional marketing techniques and create new ones.
While there were always those who attempted to counteract this development, the general development was clear by the mid-80’s. The “independent” market had started to reproduce itself more and more through the same mechanisms as the “mainstream”.

In this sad situation came unexpected innovations.
Lured by the obscure promise of pleasure by a flyer, you could find yourself suddenly in a warehouse in the industrial quarter at a party. A DJ who often was somewhere in the corner at the turntables – sometimes invisible to the party-goer – had replaced the performer.
Strobes and smoke contributed to the disorientation of the senses.
As strange as that may sound these days, it was really something crazy, new and different.

The whole mechanisms of mediation of music were turned upside down. The party was an event that unhinged the accepted hierarchies of the music business.
But not only was the DJ somebody in the corner who contributed to a whole experience without being in the centre of it, she or he also played all these records that as white labels had no author in the classic sense.
Like this the record was not a product that would be promoted in a conventional way so as many people as possible would buy it, the set of the DJ was not advertisement.
Rather the record was a tool for the DJ and the result of the set owed something to an exchange with the audience.
Just as important: The geography where this took place was mostly occupied urban space.
And: The sound systems which accomplished this were at least tendentially egalitarian collectives, trying to realize a collective practice.

Of course it didn’t happen from one day to the next that Acid House and Techno were just there, but it was the result of a process which again was social as well as musical. The social aspect was the use of urban space for so called warehouse parties. Initially – in the mid-80’s – the music that was played was Funk, Soul, early Electro and such (3). Certain aspects of electro were radicalized with the development of electronic instruments and through the fact that they became less and less expensive.

Important in our context is that – predominantly in London at first – the warehouse parties were starting to be a mass phenomenon around 1987. Not only that, it also drew the attention of the mass media which often turned into panic mongering, not too dissimilar to how Hippies in the first place and Punk later was received. (The Labour MP Marcus Lipton had said in 1977: “If pop music is going to be used to destroy our established institutions, then it ought to be destroyed first.”)

Mind you, the warehouse parties that started attracting regular numbers like 10’000 in North London were not free parties, nor were they even cheap. A rather large underground economy developed from this where a quite Thatcher-compatible entrepreneurial spirit developed. The ideology of anything-goes capitalism was extended to dealing drugs and organizing large scale events.

On Top Non Stop
Around this time, ca. 1990, there were new developments. Crews of people got together who were socialized both through the Hippie festivals and the urban Acid House events. Often these were squatters. Also there was a fluctuation between squatters and travellers as many travellers moved into town in the hard winter months into occupied houses or industrial areas.

Another historical line that comes into play here is the history of the Jamaican Reggae and Dub sound systems, which I can only mention in passing (4).

Who was first to have the idea of taking a sound system to one of these festivals and to play techno instead of hippie music is the stuff of legends.
In any case at this time there were quickly some larger, and many smaller sound systems who started to do exactly that: Circus Lunatek, Circus Warp, Bedlam, DiY, Spiral Tribe.

Despite their legendary stature, the history of the actual Spiral Tribe – its original incarnation – is quite short.
Activities start around 1990 with a succession of parties and end – for a time – already in 1992 with the arrest of 13 key members after the festival of Castlemorton.

Spiral Tribe set themselves apart in several respects from the other sound systems by projecting a different image with their shaved heads, black combat clothes and their graphic concepts.
Their backdrops were designed with an extreme recognition value in silver and black creating a sort of corporate identity. There were the large Mercedes vans and a generally confrontative attitude.

Their ideology was shaped by a psychedelic messianism which had much more to do with LSD than with the Ecstasy that had fuelled the initial House scene, and thus reached back to the early days of the Hippie festivals while embracing the latest technology.

While other sound systems were more interested in surviving unrecognized, therefore more in tune with the sub-proletarian attitude of “ducking and diving”, one of the Spiral Tribe slogans was “on top non stop”.
A situation that is “on top” is one that is almost out of control. It is crisis, a state of emergency.

Easter Monday 1992 – Violent break-up of a Spiral Tribe party at Acton Lane by special police unit, the Territorial Support Group. After a bloody 2 1/2 hour siege, they break through the concrete wall, all partygoers are beaten down and made to lay on the ground, a boy who tried to escape to the roof was thrown off by police, breaking both arms and legs.
The next day the Spirals convoy is escorted out of London by a low flying helicopter.

Convinced to be part of a revolutionary new development, they were quite willing to seek the confrontation with the state power. And they wouldn’t initially reject the responsibility for something they couldn’t actually have done on their own, as was the case with Castlemorton.
But what they couldn’t know is that the state power wanted to get them for exactly that reason.

Castlemorton became the biggest free festival with at least two dozen sound systems – also thanks to the police who prevented another festival from happening and diverted thousands of visitors to Castlemorton who otherwise wouldn’t have even gone there.

Shortly afterwards, on June 4, instead of returning to the countryside Spirals attempted to do a party in Canary Wharf, right at the heart of capitalist London, which was swiftly stopped by police.

The court case about Castlemorton where Spiral Tribe were getting the blame for being the instigators became one of the most costly cases in British legal history and ended only two years later in 1994 with the acquittal of all defendants.

But this was by no means the only example of repression, already on July 22, 1990 – soon after the Poll Tax riot and before Spiral Tribe had even done their first party, 836 people had been arrested when police busted a rave party in Gildersome near Leeds, constituting one of the largest peace time arrests in Europe in the last century.

Another example – after Castlemorton – is “Operation Anagram”, when on January 31, 1993, Exodus Sound System in Luton were raided “to prevent a breach of the peace”. 36 people arrested, PA impounded. Between four and five thousand people surrounded the police station with the result that all arrested were released without charges.

Kill the Bill
A new Criminal Justice Bill (which eventually became law as the Criminal Justice and Public Order Act 1994) was drawn up and began its process of becoming law. It contained a number of measures that were directed specifically against the scenes I’m describing: ravers, squatters, travellers, hunt saboteurs.
Ravers became a target insofar that their events were criminalised. In fact there are specifically musical criteria to justify the intervention of the state in the event of a rave taking place, defined through a “succession of repetive beats” in the presence of a certain number of people under clear sky.
The CJB was a document of class struggle against marginalized segments of society.

“Society needs to condemn a little more and understand a little less. New age travellers? Not in this age! Not in any age!” – John Major, Prime Minister.

7 June 1993 – Daily Telegraph editorial describes squatters and travellers as a “swarming tribe of human locusts”.

Despite the fact that the CJB also contained a number of segments eroding civil liberties under the guise of “anti-terrorist” measures, there was remarkably little criticism against the bill, particularly not from the left-liberal circles who should in principle have opposed it. However the Labour Party didn’t want at any cost to be associated with marginal elements in society after losing the elections of the 80’s and early 90’s and trying to profile themselves as a “new” people’s party.

Thus it was up to the concerned groups to fight the introduction of the bill.
In general, ravers, travellers and squatters were not per se politically organised. That being said, there were many political tendencies, probably too many to put under one umbrella.

A large one could be described with the then current term of “life style anarchism”. This describes a diffuse kind of anarchism with a rather instinctive hostility towards the state and the police. This attitude could be found with punks as well as travellers and ravers.
Another was a very mild psychedelic hippiedom which was more recruited from the middle class and was crystallized around the club Megatripolis. This scene also had direct connections to the old festival scene, but tried to realize their project in Heaven, one of the trendiest clubs in London which had been bought by Richard Branson, the entrepreneur behind Virgin.

The Socialist Workers Party and other Trots in the meantime tried to jump onto the bandwagon of the emerging grassroots movement against the bill.
The SWP had already met a lot of rejection in the scene at the time. Nevertheless they managed repeatedly to give the demonstrations a “face” by printing thousands of placards and handing them out. This type of interference was also evident more recently at anti-Iraq-War demonstrations.

Viewed more sympathetically in at least a part of the scene was the Class War Federation, the militant anarchist organisation grouped around the “proletarian” tabloid newspaper Class War.
Other organisations that had a certain influence on the scene were the various factions of “green” anarchism, including Animal Liberation Front, Earth First! and Green Anarchist. It is especially the latter whose dubious ideology has to be criticised.
Self-sufficient villages, regression of technology, the “destruction of civilisation” was their aim. It was only consequent that its founder Richard Hunt ended in the far right after leaving GA in 1991. Thus it could be argued that GA fostered far right ideologies all along.(5)
However in our context it has to be mentioned that due to its hostility to technology, GA made few inroads into the techno scene.

There were new organisations such as the Advance Party which were set up to combat the CJB and recruited mostly free party people. The driving force behind it was the person who had run the info line for free parties in London for years.
Some surprisingly large demonstrations took place. These usually – and with it the Criminal Justice Bill – received very little media attention unless they turned into a riot.

Unfortunately some took a nasty pacifist stance, with publishing a leaflet titled “Keep it Fluffy”, calling for violent demonstrators to be marked with paint so the police could arrest them. Far from being just despicable or even ridiculous, there were actual arrests made and people ended up in prison. This scandal shows that the movement was very diverse, to say the least, in its political outlooks. Class War answered back with a leaflet called “Keep it Spikey”.

By the time the new CJB became law and Spiral Tribe were acquitted at Wolverhampton Crown Court, the situation had become a completely different one. It had become practically impossible to organize illegal festivals with techno. Although the CJA barely touched on illegal parties in urban areas, it had a negative effect on travellers and squatters.

For Spiral Tribe themselves it was clear that it had become impossible to act in Britain.
Instead of giving up, they – and other sound systems – quite on the contrary began exporting the idea of festivals to the continent.

Especially in France the resonance was enormous, which led in turn to a social phenomenon and repression by the state. There were analogous developments in Italy, Czech and other countries.

Temporary Autonomous Zones
A book that had a lot of influence was T.A.Z. – The Temporary Autonomous Zone by Hakim Bey, a pseudonym of the author Peter Lamborn Wilson, published by Autonomedia in 1991.
The TAZ became a much used slogan for mobilisation and provided a theoretical framework for some in the free party scene. Apparently no one noticed what a hotchpotch the book was, deriving ideas from anarchism, neo-primitivism, post-structuralism, 17th century pirates, dropouts of the american west, Gabriele D’Annunzio and the first Munich council republic, to arrive in the present with Cyberpunk and the first manifestations of the internet.
The basic idea is not unappealing:
‘The TAZ is like an uprising which does not engage directly with the state, a guerilla operation which liberates an area (of land, of time, of imagination) and then dissolves itself to re-form elsewhere/elsewhen BEFORE the State can crush it.’

However, the historical examples used in the book often don’t withstand closer scrutiny.
Little reliable information is available about pirate settlements and newly formed nomadic tribes of escaped slaves, deserters, outlaws and Indians in the North America of the 18th century. As such they can serve as a projection screen for some of the sound system crews seeing themselves as “tribes”.
But where there is enough information Bey’s descriptions often turn out to be totally falsified.
For example he describes Gabriele D’Annunzio as a ‘decadent poet, artist, musician, aesthete, womanizer, pioneer daredevil aeronautist, black magician, genius and cad’ and trivializes his conquest of the city of Fiume at the end of WW1 as an anarchist prank, when in reality it was done out of nationalistic motives and with the help of Freikorps-type formations of disgruntled ex-soldiers. I can not reconstruct in what way music supposedly served as an “organisational principle” as it said in the constitution of Fiume.
That the 18 months of Fiume were a permanent party becomes rather dubious if one learns that D’Annunzio’s strongmen introduced the practice of beating up opponents and forcing them to imbibe castor oil, a practice copied a little later by Mussolini’s thugs.
The SS-type uniforms and the roman salute were also an inspiration for the fascist terror that would soon break loose in Italy.
A TAZ as a stage rehearsal for fascism?

Bey is twisting the history to such a degree that he turns all this into a great party, makes D’Annunzio become a fascist only years later and even has Mussolini kill him, which is as far removed from the truth as most other claims he makes.

This doesn’t mean one can insinuate a fascist ideology in the concept of the TAZ as such, but we have to mention that it’s not automatically linked with emancipatory aims.

Bey discredited himself quite thoroughly with his following book Millennium in 1996 , but with T.A.Z. he has created more of a buzzword than a coherent theory, and has managed to remain somewhat influencial.

Cultural Contaminants
A smaller and more heterogenous scene, which was not connected to a particular organisation but was rooted in the post-situationist, ultra-left tendency of the communist movement, was comprised of people who were grouped around magazines, papers and newsletters such as TechNet, Underground, Fatuous Times, Break/Flow, Communist Headache, Autotoxicity, and of course the Praxis Newsletter, Alien Underground and later Datacide.
There were many more or less interconnected groupuscules and projects such as the Neoist Alliance, London Psychogeographic Association, the Association of Autonomous Astronauts, Luther Blisset Project, Decadent Action, etc.
From 1994-96, a collective with members from Adverse, TechNet, and Praxis organized the monthly Dead By Dawn parties in the squatted anarchist centre in 121 Railton Road in Brixton, London. By combining talks before the party with the sonic intensifications of the latest hardcore beats, they tried to contribute to a radicalization of consciousness.

Especially worth mentioning is TechNet, a collective project which produced newsletters consisting of a mix of poetry, manifesto and theory, postulating techno as “Psycho-Social Tumult”, a collective practice of intensification standing in an irreconcilable antagonism towards the celebrity machine.
The music and its practice was described as unstable and cataclysmic, and there was a certain confidence that it would be able to defy the mechanisms of recuperation.
In the context of the CJA, TechNet wrote:

“Techno is the cultural contaminant that propels us towards the collectivity of the rave party with the resultant group-noise being the catalyst for a game of risk, gambling on slavery or freedom. This is the threat to the government.”

Reclaim the Streets
In the meantime there were also new forms of political action such as the Reclaim the Streets actions starting around 1996.
The main idea of RTS was to occupy urban space, often streets and junctions, and turn them into lively parties. Sound systems thus became an integral part of these illegal party-demonstrations, and clearly this was a continuity from the anti-CJB protests, while other aspects drew inspiration from the ‘80ies “Stop the City” and “Bash the Rich”-marches and the ideas of situationists like Raoul Vaneigem: “make Carneval the revolutionary moment”.
The idea was applied in different places with growing success.

Initially it was mainly ecological issues that were important. But more and more the attempt was made to link up with what was left of the radical working class movement.
There was a collaboration with Liverpool dockers in the election year 1997 which ended with a party on Trafalgar Square. In the following years there was a focus on May 1st.

The most spectacular RTS was the Carneval Against Capitalism in the City of London on June 18, 1999.
I was prepared with a lot of time and energy. For example a spoof-newspaper was printed – Evading Standards which copied the look of the popular Evening Standard newspaper.
Also a little guide through the City of London, one of the most important financial centres in the world, was produced

The meeting point was Liverpool Street station. Thousands came.
The police as well as the majority of the attendees were completely in the dark as far as the plans were concerned.
The police believed that the plan would be to bring a sound system into the station and have a big party there. For this reason it was impossible to even get close to the station with a vehicle. However the plan was completely different. Masks that had 4 different colours were distributed. Soon 4 different marches moved through the city, there were numerous actions at different institutions. Hours later the four marches united at a pre-arranged place where the sound system was already playing.
The police had been so outmanoeuvered that their reaction was all the more violent.
Hours of street fighting ensued, a trail of destruction was blazed from the City of London to Trafalgar Square. There was considerable damage.

This massive success of RTS was also its last one.
The government announced a “war of attrition” against RTS.
The following action in November was simply surrounded by police and many activists from the carnival that had been identified in the meantime were arrested.

On Mayday 2000 there was a memorable action of “guerilla gardening”, but the police strategy of containment was successfully applied. If I remember right there was also no sound system on Parliament Square.
In the runup to Mayday a two-day conference with workshops and discussions had taken place.

In London, the RTS type of direct action had run its course by Mayday 2001. There was simply no room to manoeuvre anymore, the element of surprise no longer worked.

Later the brand name “Reclaim the Streets” was and is often used for completely legal demonstration with some trucks with sound systems. Obviously this is a travesty of the original idea.
A travesty was also the way it was attempted to register the names “Spiral Tribe” and “Teknival” as trade marks by a commercial distributor in the late ‘90ies… and a larger than life myth that for a while manifested itself in exorbitant prices for their early record releases.

Police patrolled “Sarkovals” (legalised teknivals ironically called after the then interior minister and now president Sarkozy) have become the rule in France…

Teknival culture has not been completely defeated, but I think it’s safe to say that it has lost its character as an actual counter-culture.
It has rather become a small sub-culture in the last few years, carving out an existence on the margins of the culture industry, a sub-culture with its own specific sound, hair-dos and clothing.
So if the virulent intersection of sound systems and protest seems to have run its course for now, this just means the discontent it expressed has been covered up, but not that it has disappeared. In the current climate of crisis it can be expected to raise its head once more, but more than likely with a completely different look, sound and smell…

Listen up to detect in noise fragments of the future.

(1) Lionel Sims of the Radical Anthropology Group argues in an article in the Weekly Worker (http://cpgb.org.uk/worker/740/stonehenge.html) from Oct. 9, 2008, that Stonehenge indeed represents “neolithic counterrevolution”, the transformation of society from matriarchal communism to patriarchy:
“Stonehenge is not just about the sun. It also shows complex knowledge of the moon, suitable for explaining a lunar-solar cosmology, in which the sun is appropriating, at its setting at winter solstice, exactly the magical properties of the dark moon that would fit an ancient lunar timescale respecting dark moon symbolism. Stonehenge was designed to continue that tradition, but confiscate it for the new purpose of an emerging agricultural society ruled by priests and cattle-owning wealthy men.”
This of course puts the Hippie pilgrimages in an ironic light.

(2) Nigel Ayers on the Wallys:
http://business.virgin.net/nigel.ayers/wally.html

(3) see DJ Controlled Weirdness’ article in this issue.

(4) see Howard Slater’s “Lotta Continua: Roots Music and the Politics of Production” in Datacide 9 and online here:
http://datacide-magazine.com/text/9-lotta.html
as well as John Eden’s talk at the 2008 datacide conference (to be published):
“Shaking The Foundations: Reggae soundsystems meet ‘Big Ben British values’ downtown”

(5) see Luther Blissett and Stewart Home: Green Apocalypse, Unpopular Books.“

Copied from: http://datacide-magazine.com/radical-intersections/

See also: http://datacide-magazine.com/praxis-nothing-essential-happens-in-the-absence-of-noise/

www.datacide-magazine.com

Doku – Bilder & Redebeiträge 2018






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Geredet haben bei MbF 2018:

* The Cram – MbF-Kollektiv (Moderation)
* Christof Fringeli – DatacidePraxis Records
* (Aktionsbündnis A100 stoppen!)
* Eine Delegierte des Nordkiezplenums Friedrichshain
* Ein Delegierter der ehem. Friedel Neukölln
* Eine Sprecherin der Anwohner_inneninitiative gegen das Carre-Sama-Riga Friedrichshain
* Ein Sprecher der #besetzen Aktionsgruppe (https://besetzen.noblogs.org/)

Gespräche und Diskussionen am Rande und Mittendrin gab es u.a. mit:
* Floßmenschen, Hausbootbewohner*innen
* Anwohner*innen, Nachbar*innen (Hauptstraße)
* Passant*innen, Spaziergänger*innen
* Wagenplatzbewohner*innen
* Zeltbewohner*innen, Reisende, „fahrendes Volk“

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Schickt uns Eure Redebeiträge als Text oder Textdatei, per Mail oder Jabber/XMPP.

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Unsere Eröffnungsansprache 2018:

„Hallo!
Wir sind: MUSIK BRAUCHT FREIRÄUME – MBF

Uns gibt es seit 2010 als freien Zusammenschluß und selbstorganisiertes Kollektiv, einen bunten Haufen Menschen, politisch Aktiver, Kulturschaffender, freischaffender Künstler*innen, Selbstständiger, Arbeiter*innen, freier Musiker*innen, Graphiker*innen, Visualisierer*innen, Gestalter*innen, Discjockeys (DJ*s und DJanes), Verleger*innen, Autor*innen, Handwerker*innen und Sozialpädagog*innen, wie Sozialarbeiter*innen.

Wir sind heute hier, weil uns der Ort so gut gefällt, d.h. gefiel und wir seine Veränderung mit Schrecken beobachtet haben. Für uns war dieser Teil der Bucht so etwas wie ein Teil des Kiezes, ein Teil unseres Zuhauses, ein Teil der Orte die wir gern haben, zu denen wir gern kamen, zum Verweilen, Plaudern, Chillen, Pläne schmieden, glücklich sein.
Nun wird es hier wie überall anders werden. Anders, das müsste nicht immer gleich schlimm sein und was hier geplant ist, mag so manchen guten und lehrreichen Zweck haben (können). Schön ist z.B. das hier in der Gegend eine alte Knastanlage für etwas positives, wie das Wohnen, genutzt wird.
Es ist aber schon anders in dem negativen Sinne geworden, daß es hier nicht mehr so nett wildromantisch und frei ist.
Ein großer Teil des Ufers wurde bereits sichtbar begradigt und einbetoniert, andere folgten rasch, auf allen Seiten. Mit dem Beton kamen die Sanierungen und die Neubauten. Bald werden auch die alte Hauptstraße am Ostkreuz und der Eingang zur Stralauer Halbinsel nicht mehr wiederzuerkennen sein, so wie der Bahnhof Ostkreuz und die Gleisanlagen und zwar so, daß es keinen solchen Spaß mehr macht hier an einem schönen lauen Sommerabend hierhin zu kommen und einfach nur mal so spazieren zu gehen ohne den schalen Beigeschmack von Ordnungs- und Bebauungswahn dabei zu haben.
Das wäre aber alles noch nicht so schrecklich schlimm, wenn damit nicht seit Anfang an die Mietpreissteigerungen einhergehen würden, die das Leben hier für viele Menschen, wenn nicht gar die meisten, vorher hier lebenden, unmöglich machen und an den Stadtrand oder in Wohnsilos (manche sagen sogar „Wohnklos“) mit schlechter Isolation und dünnen Wänden verdrängen.

Insbesondere für Künstler*innen und freie Kulturschaffende ist das besonders hart. Denn als Künstler*in will Mensch sich eigentlich keinem Markt unterworfen sehen. Darum tuen sich die meisten auch so schwer damit sich zu vermarkten, sprich zu verkaufen.

Berlin verliert mit der zunehmenden Gentrifikation zusehends seinen zwischenzeitlichen jung-alten Charme, den es im Westen seit den 1970ern bekam und der sich im wilden Osten in den 1980ern ebenfalls zu entwickeln begann und in den 1990ern vollends herüberschwappte. Die Gentrifizierungswelle hat das nun nach und nach abgeräumt. Darum können wir es nur immer wieder betonen: Es gibt keine „Politik“ auf die Ihr Euch verlassen könnt, außer Eure EIGENE. Darum: Stellt EUREN eigenen selbstorganisierten Widerstand dagegen. Wie auch immer – kreativ – der aussehen mag. Just do it.

Wir erteilen deswegen hiermit erneut dem Kommerz, dem Kapitalismus und der Gentrifizierung sowie der Vereinnahmung der „Fete de la Musique“ durch (den Staat und) die Gesellschaft des Kapitals, eine symbolische Absage und lassen an diesem Tag die Musik, lauter und deutlicher als wir es allein können, gemeinsam, mit für uns sprechen.

There’s no good system, only soundsystem.

So, let’s go!“

Achjah, patriotischer bis nationalistischer Blödsinn, wie eine sog. Fußball-Weltmeisterschaft oder anderer Quatsch, Brot und Spiele haben uns noch nie sonderlich interessiert.

Die Revolution ist wunderbar, alles andere ist Quark.

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( https://facebook.com/musikbrauchtfreiraeume/ )

21. Juni MbF 2018

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21. Juni, MbF, 2018, politische Versammlung mit Musik und Redebeiträgen, Kundgebung, 12-24Uhr, Berlin, Ostkreuz, Rummelsburger Bucht, alter ehem. Sportplatz Kynaststraße, gleich neben dem Paul-und-Paula-Ufer.

Info Flyer für den Tag als PDF.

Location: https://osm.org/go/0MbGZHwcx--?m=


view larger map on openstreetmap.org

check for updates in your local network ;)

( https://facebook.com/musikbrauchtfreiraeume/ )

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Programm & Lineup 2018

:: politische Kundgebung mit Redebeiträgen u.a. von ::

> MbF
> Christof Fringeli
> Aktionsbündnis A100 stoppen
> Kiezmenschen aus Fhain
> Floating people
> u.v.m.

:: Audio navigation on free sonic waters :::

> Babz 22.99
>YaYa
> Dr kontra
> itzi
> Re;not & NirMint _live
> Control Delete
> PH1AxXcid crew_live
> Christoph Fringeli
> MuhaDib_live
> Mirage
> LRD_live

( https://facebook.com/events/203707473784228 )
( https://radar.squat.net/en/node/264508 )
( http://stressfaktor.squat.net/termine.php?day=2018-06-21 )
( http://www.xhain.info/termine/fetedelamusique.htm )

Latest infos 2018

Only sometimes we talk about weather

Die Polizei des Abschnitts64, vom Bezirk Lichtenberg von Berlin, in dem unsere Versammlung/Kundgebung stattfinden wird, informierte uns eben netterweise über eine bestehende „Unwetterwarnung“ für morgen! Das mit dem Wetter könnte zwar doof werden, aber mit Sommer-/Wärmegewittern ist derzeit ja oft zu rechnen. Siehe: https://www.wetter.de/deutschland/wetter-berlin-18228265/wetterbericht-morgen.html (vgl. https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_gemeinden/warnWetter_node.html?ort=Berlin%20-%20Lichtenberg)
Wir rufen darum alle eventuell möglichen Versammlungsteilnehmer*innen für morgen dazu auf, sich auf schlechtes Wetter vorzubereiten! ;) Nehmt also Regenjacken usw. mit und entscheidet selbst ob ihr das Risiko eingehen wollt.
Da wir aber sowieso davon ausgehen, daß unsere Versammlungsteilnehmenden alle eigenständige und mündige „Bürger“*innen sind, erwarten wir ohnehin, daß alle selbstverantwortlich handeln und sich alle, wie immer, schön darauf vorbereiten und z.B. ihr Trinkwasser selbst mitbringen. Manchmal ist so eine Dusche und Abkühlung, „von oben“, ja auch garnicht mal so schlecht, obwohl ja sonst nicht „alles Gute“ „von oben“ kommt, „von unten“ ist es ja auch nicht immer so einfach… u know.
Also, viel Spaß!
Bis morgen!

+++

Respect our environment – respect nature!
Respect the place
Mit unserer Kundgebung/Versammlung kritisieren wir u.a. auch:
- Die naturzerstörerische Bebauung des Ortes und die Umweltvernichtung in der Welt im allgemeinen, wie den Verlust des Erholungswertes in der Bucht, z.B. hier am Paul-Linke-Ufer.
Wir sind dabei zwar nicht unmittelbar gegen den Zweck, dem die Bebauung dienen soll (z.B. das Aquarium), aber den dem alles untergeordnet wird, also d.h. gegen die kapitalistische Verwertungslogik und die sog. Sachzwänge sowie prinzipiell gegen die Landschaftsverschandelung.
- Gentrifizierung – Gentrifikation.
- Die Vorgehensweisen und Vorgänge in der Stadt- und Landschaftsplanung sowie politische Entscheidungen über die Menschen hinweg.
- Den Verlust wertvoller Naherholungsgebiete für Mensch und Tier.
- Die Verdrängung von Nachbar*innen hier rund um das Ostkreuz und die Rummelsburger Bucht, wie an der Hauptstraße, hier gleich nebenan.
- Die Räumung (jede Räumung unterliegt einem Zwang) von Wohnungen und Wagenplätzen, wie dem hier neben uns an der Bucht.
- Die rein profitorientierte Handlungsweise von (bestimmten) Politiker*innen, Spekulant*innen, Investor*innen, Immobilienhandler*innen, Vermieter*innen, Eigentümer*innen, Besitzer*innen und anderen ausschließlich kapitalistisch handelnden Geschäftemacher*innen und deren Handlanger*innen.
- Die diskriminierenden und z.B. rassistischen Praktiken auf dem Immobilien- und Wohnungssektor, wie insgesamt den -“Markt“.

Darum gehen wir aber hier bei unserer Kundgebung/Versammlung gemeinsam vorbildlicher vor und vermeiden Müll. Wir sammeln unsere Reste ein und hinterlassen keinen Abfall. So wie es die gute Praxis bei z.B. (allen) Freepartys, Open Airs, Tekknivals u.a. Veranstaltungen unter freiem Himmel sein sollte.
Also: Nehmt euren Müll mit Leute.
Denn: Auch wenn sies nicht vermuten, wir sind die Guten. ;)
Respect existence or expect resistance!

+++

Bring your own drinks! There will be no public bar and no public food.
Keine Küfa, keine bar.
Bitte bringt, wenns geht, keine Glasflaschen mit, sondern z.B. Wasser, in Plastikflaschen o.ä., z.B. eigenen Trinkflaschen, die ihr wieder mitnehmt. Danke.
Denkt dran viel – Wasser – zu trinken, es wird so oder so heiß!

+++

and as always: check out your network

see also: https://facebook.com/musikbrauchtfreiraeume/ (if u want to)

+++

Zu vorangegangenen Protesten in der Rummelsburger Bucht (von anderen), vgl. z.B.:
https://www.taz.de/!5446155/
http://www.taz.de/!5475479/
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2017/09/an-der-rummelsburger-bucht-blueht-korallenwelt.html

* June 21. * MbF * 2018 * Berlin * Ostkreuz *

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GPS: 52.50103,13.47078

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21.06.2018 Berlin

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21.06.2018
Berlin
Rummelsburger Bucht
Ostkreuz
12-24Uhr
Versammlung
Kundgebung
Redebeiträge
Freie Musik
Livesets
Siebdruck
Infostände
u.v.m.



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