Musik Braucht Freiräume – MBF – Berlin – *www.mbf.space*

Zeiten des Dunkels in der Kultur

In Zeiten der Corona-Pandemie (unter COVID19) – und des dunklen Dünkels in der Kulturlandschaft – machen wir hiermit auf einen interessanten Beitrag aus dem Audioarchiv aufmerksam. Siehe: http://audioarchiv.blogsport.de/2020/04/13/dunkelheit-und-schwarz-in-der-kultur/

„[…] hier die Aufnahmen des fünften Teils der Weimarer Veranstaltungsreihe Kunst, Spektakel & Revolution, der bereits vor einiger Zeit (2013/14) in der ACC Galerie Weimar stattgefunden hat. Das Thema dieser Veranstaltungsreihe – Dunkelheit und Schwarz in der Kultur – findet sich auch in der jüngst erschienenen KSR-Publikation wieder […]. Zwei Beiträge zur aktuellen Publikation seien der Dokumentation der Reihe vorangestellt:

In einer Audio-Collage gibt es einen hörbaren Einblick in das aktuelle Heft – vertont sind die Einleitung zum Themenschwerpunkt und Auszüge aus dem Text „Lautréamont und kein Ende“ von Julien Graque. Die Collage enthält Samples aus dem Film „Bambule“ von Ulrike Meinhoff und dem Film „if …“ von Lindsay Anderson. […]“

Link: https://www.freie-radios.net/mp3/20200406-dunkelheitun-101359.mp3

Quelle: http://audioarchiv.blogsport.de/2020/04/13/dunkelheit-und-schwarz-in-der-kultur/
Abgerufen am 6.7.20.

Mehr, siehe auch: http://audioarchiv.blogsport.de/2020/04/13/dunkelheit-und-schwarz-in-der-kultur/#more-911

Vgl. auch:
- http://audioarchiv.blogsport.de/2019/12/10/das-leben-aendern-die-welt-veraendern/
- http://audioarchiv.blogsport.de/2019/10/27/talkin-bout-a-revolution-5/
- http://audioarchiv.blogsport.de/2019/04/14/talkin-bout-a-revolution-2/
- http://audioarchiv.blogsport.de/2019/02/10/talkin-bout-a-revolution-1/
- „Missverständnisse über Kulturindustrie“ – http://audioarchiv.k23.in/Referate/Kunst_Spektakel_Revolution/KSR-5-Heftvorstellungen/Jakob_Hayner_Missverstaendnisse_Kulturindustrie__Interview.MP3
- „Der Widerspruch der Kunst“ – http://audioarchiv.blogsport.de/2015/11/01/der-widerspruch-der-kunst/

Ständige Empfehlung: http://audioarchiv.blogsport.de

News aus Berlin: „Demo statt Rave“, „Grünanlagen als Kulturflächen“

Zitiert, aus dem berliner Tagesspiegel online vom 3.7.20:

„Demo statt Rave
Berlin tanzt wieder – immer öfter auch nach Corona-Regeln

Viele sehnen sich nach Elektrobeats und schöpfen legale Möglichkeiten aus. Sind Dance-Demos politisches Statement oder Mittel zum Zweck?
Von Anna Thewalt

Der Sound, der hinter den Bäumen im Treptower Park nahe der S-Bahnstation erklingt, ist altvertraut und doch neu. Obwohl er zu den Grundgeräuschen Berlins gehört, ertönte er in den letzten Monaten nur sehr selten – es ist ein Sound, der aus Beats, Bass und Elektrovibes besteht. Party und Tanz trotz Corona?

Tatsächlich sammeln sich an diesem frühen Donnerstagabend immer mehr Menschen vor zwei großen Lautsprechern und einem DJ-Pult – und das ganz legal. Ein Organisationsteam […] hat zur „Ecstatic Dance Demo“ eingeladen.

Rund 700 Teilnehmende verschlägt die Tanzlust an diesem Abend hierher. „Für die Akzeptanz von Musik und Tanzen als demokratische Willensbildung“, steht auf dem Flyer, der an Interessierte verteilt wird. Es ist nicht die erste Demonstration dieser Art. In den vergangenen Wochen habe es mehr Versammlungen mit musikalischen Beiträgen gegeben als üblich, sagt ein Polizeisprecher.

Es werde aber im Vorfeld geprüft, welche Abläufe und ob sachbezogene Beiträge geplant seien. Heftige Kritik und Zweifel an der Sachbezogenheit hatte es bei der Bootsdemo gegeben, die vor einigen Wochen am Landwehrkanal stattfand und die in eine große Party umgeschlagen war.

Erst Redebeitrag, dann wilde Bewegung

Auch im Treptower Park sieht das Setting mehr nach Rave als nach Demo aus. Allerdings: Die Menschen aller Altersgruppen halten weitestgehend Abstand zueinander. Am Anfang gibt es einen Redebeitrag zu freiem Tanz als politische Handlung.

Danach wird die Musik laut und alle tanzen wild. Darunter Olivia, die erklärt, warum sie gekommen ist: „Ich vermisse das Tanzen so sehr.“ Dass das Ganze eine Demo ist, findet sie nicht so wichtig – stattdessen wünscht sie sich Möglichkeiten, dass Tanzveranstaltungen auch einfach so legal unter freiem Himmel in Berlin stattfinden können.

[Der Anmelder möchte seine] Veranstaltung aber explizit als politisches Statement verstanden haben. Am Anfang sei das Versammlungsrecht vielleicht Mittel zum Zweck gewesen, betont er. Es gehe jedoch nicht nur um die Lust am Tanzen, sondern ein „friedfertiges Miteinander“ in diesen schwierigen Zeiten, formuliert er recht allgemein.

Dann gibt er aber auch zu, dass die Versammlungsbehörde schlicht schneller reagiere als die Bezirksämter, wenn man mit ihnen über Pläne für Tanzmöglichkeiten anderer Art sprechen wolle. Zwar sei es gut, dass der Kultursenator und drei Bezirksbürgermeister die Aktion „Draußen spielt die Musik!“ für Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel ins Leben gerufen hätten, die Mühlen mahlten allerdings sehr langsam.

Zwischen Wunsch und Bürokratie – und manchmal Illegalität

Dabei scheint der Wunsch nach Bewegung unter den tanzwütigen Berlinern groß zu sein: In der Hasenheide finden etwa seit Anfang März illegale Partys statt. Auch ein Besucher der Demo am Donnerstag gibt zu, dass er illegale Partys organisiert – auf weitere Fragen möchte er aber nicht antworten.

Legale Möglichkeiten haben die Veranstalter[*innen] gefunden, die am Wochenende das genehmigte H13-Musikfestival in Spandau organisieren, das bereits ausverkauft ist. Weitere Festivals sind für den Sommer in Brandenburg geplant.

Und Nick Alder, Teil des Organisationsteams der Demo im Treptower Park, hat sich sogar mit dem Bezirksamt Treptow-Köpenick verständigen können: Dieses hat eine Veranstaltung genehmigt, die am Sonntag unter dem Motto „Breathe and Dance“ stattfinden soll. Dabei gehe es darum, Kraft aufzutanken, sagt Alder. Doch für die Genehmigung habe er sich durch die Behördengänge kämpfen müssen.

Bei der Ecstatic Dance Demo müssen die Polizisten noch häufiger auf die 1,5 Meter-Regel hinweisen, doch die meisten halten sich daran und genießen den Tanz mit Abstand.“

Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/demo-statt-rave-berlin-tanzt-wieder-immer-oefter-auch-nach-corona-regeln/25974310.html
Abgerufen am 4.7.20.

Wir begrüßen diese Praxis prinzipiell sehr. ;) :) Für das Recht auf Stadt. Nehmt Euch die Stadt. Wessen Park, unser Park, unser aller Park, Treptower for all.

+++

Zitat, berliner Tagesspiegel online, vom 24.6.20:

„Grünanlagen als Kulturflächen
Werden Raves in Berliner Parks bald legal?

Illegale Park-Partys sorgen für Aufregung bei Politik und Polizei. Doch die Szene fordert eine Legalisierung – und verweist auf den Koalitionsvertrag.
Von Felix Hackenbruch

Bässe wummern, bunte Scheinwerfer flackern, ein DJ steht unter einem Pavillon an einer Anlage, Leute tanzen eng an eng. Kein Abstand, keine Masken. Einfach nur Party – mitten in der Pandemie.

Es sind Bilder, die der RBB am Wochenende veröffentlichte, die rund 500 Menschen trotz Regens in der Hasenheide beim Feiern zeigen. Seit März gehe das so, heißt es in dem Beitrag, der für großes Aufsehen sorgte.

„Es war sehr entspannt. Die Leute dürsteten nach Bass und haben eng um die kleine Anlage getanzt“, sagt Ben, der den Rave eine Woche vorher besucht hat und eigentlich anders heißt. Er habe schon seit Wochen von den Veranstaltungen in der Hasenheide gehört, die anfangs aus einer schwulen Szene heraus entstanden seien.

Nach und nach sei der Rave gewachsen, viel Berghain-Klientel und auch Jüngere kamen, vor zwei Wochen seien es zwischen 600 und 700 Feiernde gewesen. „Auch die Polizei war da, hat sich aber deeskalierend verhalten“, sagt Ben.

Auch bei der viel kritisierten Bootsdemo am Landwehrkanal vor einigen Wochen hat er teilgenommen. Die Empörung darüber kann er nicht nachvollziehen. „Ich finde es überzogen, wenn man das als verantwortungslos bezeichnet.“ Abstände seien zwar nicht konsequent eingehalten worden, doch die Teilnehmer würden sich großteils sowieso kennen und die Infektionszahlen seien infolge der Veranstaltungen nicht gestiegen.

„In Bahn und Büros ist es viel gefährlicher“, sagt Ben. Er fordert mehr Augenmaß, die Isolierung von Menschen habe psychische Folgen, die teils gravierender sein könnten als eine Infektion.

In der Politik sehen das viele anders. „Egoismus pur“, schimpfte der Bezirksbürgermeister von Neukölln, […] auf F[…]book.

Der Regierende [Bürgermeister von Berlin] sagte in einer TV-Ansprache am Montagabend: „Es ist nach wie vor nicht die Zeit für sorgloses Feiern in großen Gruppen.“

Polizei hat strengere Kontrollen angekündigt

Noch deutlicher wurde [der] Innensenator [von Berlin] am Dienstag: „Das ist ein höchst unsoziales Verhalten“, sagte er dem Radiosender RBB 88,8 und kritisierte Übergriffe von Feiernden gegen die Polizei.

Bei den aggressiven Partymachern handele es sich vor allem um „testosterongesteuerte junge Männer, die sich versammeln und glauben, Regeln gelten nicht für sie und sie müssten keine Rücksicht auf andere Menschen nehmen“, [sagte er]. Die Polizei hat strengere Kontrollen angekündigt.

Doch es gibt auch andere Stimmen: „Es ist absolut irrational zu glauben, dass sich durch Appelle alter Politiker junge Menschen zu Hause einschließen“, sagt [ein] clubpolitischer Sprecher […]. In den Ferien und bei den sommerlichen Temperaturen sei mit weiteren Partys zu rechnen. Statt die Feierszene zu verdrängen, will er sie aus der Illegalität bringen. Er fordert Open-Air-Partys unter Auflagen, wie Lärm-, Müll- und Infektionsschutz. „Wir sollten gesetzlich erlauben, dass Grünanlagen auch zu Kulturflächen werden könnten“, sagte [er].

Mit dieser Idee beschäftigt sich die Berliner Politik nicht erst seit der Corona-Pandemie. Im […] Koalitionsvertrag von 2016 heißt es auf Seite 123: „Die Koalition strebt die Entwicklung von Orten im öffentlichen Raum an, die unbürokratisch für nicht kommerzielle Musik und Partyveranstaltungen unter freiem Himmel genutzt werden können.“

In ein Gesetz gegossen hat die Koalition diese Passage bislang jedoch nicht, durch Corona wird die Idee aber wieder diskutiert.

Vor zwei Wochen kündigten zudem die […] Bezirksbürgermeister von Pankow, Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg an, Frei- und Grünflächen, Straßen, Plätze und auch Sportplätze für Kulturveranstaltungen zu öffnen. Unterstützt wurden sie dabei vo[m] Kultursenator [von Berlin].

„Das Interesse daran ist bislang überschaubar“, sagt [der] Bezirksbürgermeister in Lichtenberg. Zieht das Partyvolk also bald in die Falkenberger Rieselfelder, die Malchower Aue oder den Stadtpark Lichtenberg? „Für Raves war das eher nicht gedacht“, sagt [er]. Vielmehr ginge es um Künstler, die keine Bühne mehr hätten. Das Theater an der Parkaue nutze das Angebot beispielsweise bereits.

Bootsdemo hat bei Behörden Vertrauen zerstört

Und Partys? „In den Grünflächenämtern gibt es Vorbehalte gegenüber Raves“, sagt [er]. Illegale Veranstaltungen und die Bootsdemo hätten die Szene stigmatisiert. „Wir bräuchten gute Beispiele“, sagt der Bezirksbürgermeister. Für Gespräche mit der Clubcommision stehe er aber, wie schon in der Vergangenheit, bereit.

Dort beschäftigt sich Ilya Minaev bereits seit Jahren mit dem Thema freier Open-Air-Veranstaltungen. Im vergangenen Jahr hat die Clubcommission dazu ein Pilotprojekt auf einer Industriebrache im Spandauer Ortsteil Haselhorst gestartet. An 40 Abenden und Nächten sei dort 2019 legal gefeiert worden – ohne Beschwerden, ohne Probleme. In diesem Jahr habe man das Projekt auf den Spreepark in Treptow ausweiten wollen, die Behörden hatten bereits grünes Licht erteilt, doch dann kam Corona.

Nun hofft Minaev, dass der Feierszene bald neue Flächen zur Verfügung gestellt werden. „Wir wollen die Leute in die Legalität bewegen“, sagt er.

Auch er plädiert dafür, Veranstaltungen mit DJs, verstärkter, elektronischer Musik und gegebenenfalls auch Lichtshows unter freiem Himmel stattfinden zu lassen. Bislang habe es nur in Pankow Gespräche gegeben, dort kommen Grünflächen wegen ihres desolaten Zustands jedoch nicht in Frage. Stattdessen seien Plätze oder Brachen denkbar.

Intern hat man für legale Raves bereits Listen erstellt, die die soziale und ökologische Nachhaltigkeit garantieren sollen. Diese wurden nun um Empfehlungen zum Infektionsschutz erweitert.

Die Veranstalter sollen die Kontaktdaten aufnehmen, an Getränkeständen sollen Plexiglasscheiben angebracht, auf Abstand soll geachtet werden. „Wir wollen ein Zeichen setzen, das diese Kultur auch verantwortungsvoll sein kann“, sagt Minaev. „Aber dafür brauchen wir auch einen rechtlichen Raum.““

Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/gruenanlagen-als-kulturflaechen-werden-raves-in-berliner-parks-bald-legal/25943478.html
Abgerufen am 25.6.20.

Hm. Was ist „legal“? Wir sind uns noch nicht so sicher ob das alles so gute Ideen sind und ob das mit den Daten so in Ordnung ist. Dazu gibt es bei uns zumindest sehr sehr viele, sehr verschiedene Meinungen und Ansichten, die z.T. weit auseinander gehen. Aber das ist halt „Demokratie“. Also, bleiben wir gespannt und organisieren solange etwas anderes, etwas wichtiges, nämlich gezielte Solidarität.

Viel Spaß. Passt auf Euch auf. Bleibt stabil.

23.06.2020: Verbot von sog. „Tanzlustbarkeiten“ in Berlin

Laut Pressemitteilung (PM) und Beschluß vom 23.06.2020 hat der Senat von Berlin sog. „Tanzlustbarkeiten“ und „Tanzveranstaltungen“ verboten…
Quelle, vgl.: https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.949728.php .

Weil tanzen und Musik zusammengehören wie Töne und Melodien, mischen wir uns hiermit in die öffentliche Debatte ein und protestieren entschieden dagegen.
Denn unserer Ansicht nach können bei Veranstaltungen, insbesondere bei Open-Air-Veranstaltungen – also auch wie bei sonstigen Versammlungen unter freiem Himmel – der Mindestabstand von 1,5m und mehr sowie die Hygienestandards locker eingehalten werden.

Politische Versammlungen sind nunmehr erlaubt.

Zitat: „Senat beschließt SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung
Pressemitteilung vom 23.06.2020
Aus der Sitzung des Senats am 23. Juni 2020:
Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung die SARS-CoV-2-Infektionsschutz-verordnung beschlossen.
Die SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung löst die SARS-CoV-2-Eindämmungs-maßnahmenverordnung ab.
[…]

Die wichtigsten Punkte der neuen Verordnung:
[…]

Personenobergrenzen bei Veranstaltungen:
Veranstaltungen im Freien mit mehr als 1.000 Personen sind weiterhin bis einschließlich 31. August verboten. Vom 1. September bis zum Ablauf des 24. Oktober sind Veranstaltungen im Freien weiterhin mit mehr als 5.000 Personen verboten.
In geschlossenen Räumen gilt folgendes Stufenmodell: bis einschließlich 31. Juli sind Veranstaltungen mit mehr als 300 Personen verboten. Vom 1. August bis 31. August sind Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen verboten. Vom 1. September bis Ablauf des 30. September sind Veranstaltungen mit mehr als 750 Personen verboten. Vom 1. Oktober bis zum Ablauf des 24. Oktober sind Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen verboten.
Private und familiäre Veranstaltungen dürfen künftig mit denselben Personenobergrenzen stattfinden, also z.B. bis Ende Juli mit bis zu 300 Personen.

Verbote:
Tanzlustbarkeiten, Tanzveranstaltungen und ähnliches, Saunen, Dampfbäder und ähnliches, die Erbringung sexueller Dienstleistungen mit Körperkontakt sind untersagt.

Bußgelder:
Ordnungswidrig im Sinne der Verordnung und des Infektionsschutzgesetzes ist es grundsätzlich, wenn die Vorgaben für das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht eingehalten werden. Hier kann in allen Anwendungsbereichen ein Bußgeld zwischen 50 und 500 € fällig werden, auch im ÖPNV.“

Quelle: https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2020/pressemitteilung.949728.php
Abgerufen am 24.06.2020

Es verwundert uns doch sehr, daß nun auf einmal Verbote folgen, obwohl die vorherigen Maßnahmen doch zu wirken und als ausreichend erschienen.
Unserer Meinung nach sind Verbote – aus Erfahrung (empirisch nachweisbar und statistisch belegt) – prinzipiell nicht sonderlich zweckdienlich, nicht nützlich oder bewirken – in der Folge einer häufig reflexhaften Gegenreaktion – eher nur das Gegenteil.
Generell sowie – aus vielerlei Gründen – frustrierten und größtenteils sozial benachteiligten Menschen das Tanzen und den Spaß sowie damit einhergehend die Erholung und ihren freien kulturellen Ausdruck zu verbieten halten wir für besonders schädlich und nicht förderlich für jegliche gute Sache.
Vorgeblich gut gemeint oder gut gedacht ist nicht, immer gleich, gut gemacht. Das sollten Politiker*innen bestens wissen.

Wir können daher nur dazu raten sich frei, in den erlaubten Bereichen und im Bereich des Erlaubten, zu versammeln, Musik dabei zu haben und es sich nett zu machen, im Park, auf der grünen Wiese oder anderswo und anderswie.
Selbstverständlich, mit Achtsamkeit und Respekt, unter gemeinsamer Rücksichtnahme auf sich und andere.
Tragt Masken, haltet Abstand, seid nett zueinander. Bleibt gesund, haltet euch fit.
Organisiert Solidarität.

Siehe auch: https://www.berlin.de/corona
https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/
https://www.berlin.de/corona/massnahmen/ …

Studio stabil is on the move

Good old studio stabil is moving to a new domicile…

studio stabil moving part one

Stay tuned…

Donate for the new studio STABIL!
Paypal: „mbf (at) 10247 (dot) net“.

The night is to play

katatonik-20-21062020freeparty

Tips für den 21. Juni 2020 in Berlin

Zusehends werden die rigiden Maßnahmen gelockert…
D.h. Ihr könnt (Euch) wieder gut draußen selbst etwas organisieren. Wie z.B. kleine Mini-Open-Airs unter Einhaltung der gebotenen Vorsicht und selbstverständlich mit Beachtung der Hygieneregeln.
Vgl.: https://www.berlin.de/corona/

„In Menschenansammlungen und auf Veranstaltungen ist das Risiko einer Ansteckung sehr hoch. Daher dürfen öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen und Versammlungen vorerst bis einschließlich 04. Juli nicht bzw. nur eingeschränkt stattfinden.
Private und öffentliche Veranstaltungen

Seit 02. Juni dürfen öffentliche und private Veranstaltungen wieder stattfinden. Die zugelassene Personenzahl wird schrittweise erhöht:

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen zunächst mit maximal 150 Personen stattfinden. Ab 30. Juni erhöht sich die maximal erlaubte Personenzahl auf 300.
Open Air-Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen sind zulässig. Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis zu 1.000 Teilnehmenden sind ab 30. Juni erlaubt.
Darüber hinaus sind Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmer*innen vorerst bis einschließlich 31. August nicht erlaubt. Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Personen sind bis einschließlich 24. Oktober verboten.

Voraussetzung für die Erlaubnis aller genannten Veranstaltungen bleibt, dass die Veranstalter*innen die Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygienevorschriften gewährleisten. Dazu gelten folgende Bestimmungen:

Die Veranstalter*innen sind dazu verpflichtet, eine detaillierte Anwesenheitsdokumentation zu führen, auf welcher die vollständigen Namen, Adressen und Kontaktdaten aller Teilnehmenden festgehalten werden. Im Falle einer Infektion kann das Gesundheitsamt mithilfe der Liste alle potentiellen Kontaktpersonen schnell informieren. Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt und anschließend vernichtet werden.
Ein Konzept zur Steuerung des Zutritts, Vermeidung von Warteschlangen und Einhaltung des geltenden Mindestabstandes durch die Teilnehmer*innen und Besucher*innen muss erstellt und umgesetzt werden.
Innenräume müssen ausreichend belüftet werden.
Gut sichtbare Aushänge informieren alle Anwesenden über die geltenden Maßnahmen und Vorschriften.
[…]

Versammlungsfreiheit: Politische Kundgebungen, Demonstrationen und Aufzüge

Die Erlaubnis für die genannten Versammlungen gilt nur, wenn die Einhaltung der Hygienerichtlinien gewährleistet ist. Teilnehmer*innen müssen mindestens 1,5 Meter Abstand zu haushaltsfremden Personen einhalten. Die zulässige Teilnehmendenzahl ist von der Versammlungsleitung sicherzustellen. Weiterhin haben Veranstalter*innen ein Hygienekonzept zu erstellen, welches die Einhaltung des Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet. Auf Wunsch ist dieses Konzept der zuständigen Behörde auszuhändigen. Die versammlungsrechtlichen Vorschriften gelten weiterhin. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist empfohlen.“

Quelle: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/veranstaltungen-und-kultur/
Abgerufen am 13.06.2020.

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Was geht also am 21.06.2020 in Berlin?
Siehe z.B. Stressi: https://stressfaktor.squat.net/termine/alle?f[0]=event_date%3A2020-06-21

Sonderseiten zu Covid: https://stressfaktor.squat.net/covid-sonderseiten

https://stressfaktor.squat.net/covid-termine

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Wenn Ihr gute Livestreams oder gut organisierte Veranstaltungen für den 21.06.2020 wisst, die öffentlich beworben werden dürfen, dann nennt sie uns gerne per E-Mail.

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Ansonsten empfehlen wir erstmal den netten Channel von Dequarantize.me auf YT: https://www.youtube.com/channel/UCh99FA96Wtv5kZM8pcnZ1Uw

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CYA!
Take care. Stay safe. Be friendly. Keep the distance. Wear a mask. Feel hugged. Organize solidarity.

Datacide disconnected from fb

„If you’re using facebook you may have noticed that [the] very web site [of Datacide] has been blacklisted. It is no longer possible to link to it from facebook, and all existing links have been removed. The Datacide page on fb still exists, so it’s not that Datacide per se has been banned. But when you try to set a link it claims that the site “violates community standards” or that it “includes content that other people on Facebook have reported as abusive” (depending on how you try to set a link you get either of those “error” messages). The latter suggests that it’s the result of a campaign, and not a mistake by fb’s AI as we initially assumed. But this is speculation – no reason or cause has been given by facebook.

Links to datacide-magazine.com on facebook have been blocked for several weeks now – we and a number of people have filed complaints/error reports, but unsurprisingly these have been ignored by facebook. It’s a crass example of an intransparent and unaccountable Behemoth exercising censorship.

How bad is this for us?

An analysis of the our site’s referrers shows that “only” 14.1% of referrals are from fb, the vast majority is from search engines (67.5%). The rest is made up from Twitter (2.6%) and all other web sites combined with 15.8%.

However, when new material is posted on the site, social media do drive a large section of the immediate readership in the short term, while search engines and links from other web sites are more responsible for long term traffic.

In the meantime we will not only use twitter (https://twitter.com/noise_politics) more, but have also set up a telegram channel https://t.me/datacide.
Please follow/subscribe! And share our content to your own twitter and telegram followers and contacts!“

Source: https://datacide-magazine.com/our-web-site-is-blacklisted-by-facebook/

So, we think that it’s time to disconnect everything from fb, after all a kind of idiotic media form in the world wide web, where there is much more and much better stuff than that… even really more social and more real of course… nearer to life. …thus if not yet done, happened or if not never been there nor been have to be used to it… better not to be abused.

Support, donate and subscribe to datacide:

https://datacide-magazine.com/subscribe

congratulations.
for more free critical media.

+++
and for good music visit: https://praxis-records.net/ ;)

Lernen von den Specials

„Lernen von den Specials
… im Guten wie im Schlechten. Ein Wegweiser für linke Gruppen. Von Katrin Hildebrand

Es war einmal eine Band. Sie war berühmt und albern, politisch und witzig, libidinös und irgendwie verloren. Trotz des Rummels, der um sie herrschte, trotz ihrer bis ins Detail gestylten eitlen Outfits mit Porkpie-Hut, Anzug, Loafers und Doc Martens, blieb sie greifbar, nah am Menschen, nah an der sozialen Realität, nah an den meisten, die ihr zujubelten und mit ihr tanzten. Vier Jahre lang hielt die Band durch. Dann hassten sich ihre Mitglieder, beneideten einander, schlugen mit Gitarren auf Orgeln, hörten auf zu reden, intrigierten, bis sich drei schließlich still, heimlich und leise davonschlichen und ihre eigene, kaum mehr bedeutsame Sache machten. Einige wenige Verbliebene bäumten sich mit letzter Kraft noch einmal auf – um zu implodieren.

Die Geschichte der Specials aus Coventry ist prototypisch für das klassische Musikgeschäft. Immer wieder kam es zu kontroversen Ausstiegen und Auflösungen – von den Beatles über Oasis bis zu Modern Talking. Doch da die Specials nicht nur Musik machten, sondern von Anfang an Anspruch auf progressive politische und soziale Relevanz erhoben, sind sie auch prototypisch für Gruppen, die das tun, seien es Künstler oder Politaktivisten. Materiell betrachtet, wirkten auf die Ska-Band mit ihren antirassistischen, sozialistischen und gesellschaftskritischen Songs ähnliche Kräfte wie auf linke Gruppierungen. Der unablässige Wettbewerb, der Kampf um Pfründe und Einfluss, die ewige Angst vor dem persönlichen Untergang, machen keinen halt vor jenen, die genau das kritisieren, dagegen angehen und die Zusammenhänge ansatzweise verstanden haben. Ein rationales Bewusstsein schafft noch kein psychisches Bewusstsein, noch kein Vordringen in Sphären jenseits von Verstand, Vernunft und reiner Argumentation. Wer die Theorie des Kapitals, des Patriarchats und anderer menschlicher Gewalt- und Zwangssysteme kapiert hat, beherrscht deswegen noch lange nicht die psychische Praxis eines neuen sozialen Umgangs. Die Gesetze des bestehenden Elends haben sich tief im Unbewussten internalisiert.

In linken Politgruppen gibt es immer wieder Konflikte. Sie selbst – und meist auch Außenstehende – betrachten diese Konflikte gerne nur als Resultate inhaltlicher Positionen. Oft aber gibt es schnelle, ja, urplötzliche Positionswechsel innerhalb von Kollektiven, die nicht notwendig deduktiv verstehbar sind. Womöglich sind einige dieser Probleme viel grundlegender als der Austausch von Argumenten: materiell bedingt, gesellschaftlich manifestiert und auch an einer Popgruppe erkennbar, die vielversprechend startete und zerfleddert endete.

Es gibt viele linke Bands. Einige plumpe, einige elegante – und viele deutlich reflektiertere, dialektischere, intellektuellere als die Specials. Was sie in ihrer aufstrebenden Phase jedoch auszeichnete und ihnen eine einmalige Kraft verlieh, war ihre soziale Vielfalt. In die linksintellektuelle Sphäre übertragen, saß da eben nicht das Grüppchen antideutscher Bürgersöhne, die alle schon heimlich auf die Unikarriere und die Professur schielen, davor aber noch mal mächtig radikal vom Leder ziehen, um in ihrer männlichen Peergroup einen Spitzenplatz einzunehmen – oder zumindest das Lob der Patriarchen einzustreichen.

Bei den Specials trafen Welten aufeinander: Der Special mit der stursten künstlerischen Vision und politischen Position war Keyboarder Jerry Dammers, Sohn eines anglikanischen Geistlichen, überzeugter So-zialist und Antirassist, Exzentriker, eine Art weltanschauliches Wunderkind, erst Mod, dann Hippie, dann linker Skinhead. Schon als junger Teenie agierte er in den Sechzigern gegen die Apartheid und wurde von einem Lehrer als Kommunist beschimpft. Später zählte er das »Mad Magazine« zu den wichtigsten Einflüssen seines Lebens und wich damit, wenn auch leicht scherzhaft, vom klassisch bildungsbürgerlichen Dünkelkanon vieler linker Intellektuelleneliten ab. Einen komplett anderen Hintergrund brachten Toaster und Percussionist Neville Staple und Rhythmusgitarrist Lynval Golding ein: Beide waren als Kinder aus Jamaika nach Großbritannien gekommen. Ihr migrantisches Wissen paarte sich mit Erfahrungen von beinhartem Rassismus – Golding etwa wäre durch eine Messerattacke beinahe gestorben. Staple wiederum verfügte über Street Credibility, er bezeichnete sich selbst (nach einer jamaikanischen Jugendbewegung) als echten »rude boy«. Dazu gesellten sich weitere eigenwillige, seltsame und zum Teil gebrochene Individuen. Stark vereinfacht: ein schwer traumatisierter Leadsänger, ein hochintelligenter Drummer, ein adoptierter Bassist, ein aufbrausender Leadgitarrist, ein Musikus am Kornett, ein kubanischer Rastafari, deutlich älter als der Rest – und gegen Ende noch eine Woman of Colour. Es mischten sich Bürgertum, Unter- und Mittelschicht, sozial Diskriminierte, Künstlertypen und ein religiöser Spinner. Diese Heterogenität zählt sicher zu den Gründen,
warum sich der männliche Spiegel in der Band nie so stark etablieren konnte wie in universitär geprägten, intellektuellen linken Lese- und Vortragsgruppen, wo der Novize dem Patriarchen am liebsten Finger und Geschlechtsorgane abschlecken würde. Bei den Specials gab es keinen Patriarchen, höchstens irgendwann einen Diktator, dem die Untertanen davonrannten.

Erstaunlicherweise ist sogar in klassischen Rockbands der männliche Spiegel – eine Herrenrunde versichert sich gegenseitig des phallischen Glanzes – leicht gebrochen. Durch harte Drogen, durch Egomanie, durch eine homoerotische Hassliebe, vorzugsweise zwischen Sänger und Leadgitarrist, die die anderen Mitglieder auf die Plätze verweist. Ihren Narzissmus lassen die Platzhirsche lieber vom Publikum spiegeln, am Mikrofon und natürlich bei orgiastisch peinlichen Gitarrensoli. Immer wieder ein Lacher: Slashs ausführliches Masturbieren an den Saiten im Schmalzvideo »November Rain« von Guns n’ Roses.

Bei den Specials war das alles ein wenig anders. Zunächst waren sie nicht pathetisch. Und zusätzlich zu ihrer Heterogenität wiesen sie eine für eine Band recht eigenwillige Grundkonstellation auf. Ihr heimlicher Kopf und Visionär sang nicht, verging sich auch nicht an der Gitarre, er spielte Orgel und war, wenn es nicht um die Band ging, tapsig, desorganisiert und mit einem oft missverstandenen Humor gesegnet. Zudem verfügten sie nicht über einen, sondern über zwei Frontmänner und desavouierten so ein bisschen das Führerprinzip des Pop: Sänger Terry Hall litt an Depressionen, inszenierte sich jedoch nicht als Leidender. Er wirkte gehemmt, distanziert. Neville Staple besaß zwar Star-Appeal. Doch er hatte eine Hautfarbe, die nicht der rassistischen britischen Norm entsprach, pflegte eine Kasperlrolle und tanzte zu inbrünstig, um abgeklärt zu wirken. Die vergleichsweise schrullige Besetzung erlaubte es der Band zunächst, bei Konzerten als Kollektiv aufzutreten und Grenzen zu überwinden. Auf der Bühne wuselte es – nicht nur von Musikern, sondern in frühen Tagen auch von Fans. Die Specials erlaubten dem Publikum eine stage invasion. Einige alte Aufnahmen zeigen sogar Momente, in denen die Trennlinie von Künstler- und Zuschauerraum komplett fällt: Dammers Keyboard steht mitten im Publikum, die Tanzenden hindern ihn am Spielen, er lässt es geschehen und tanzt mit.

Dieser kommunistische Ansatz musste scheitern. Nicht nur, weil die stage invasion zu Verletzungen und Saalschlachten führte – meist wegen Trunkenheit und britischer rudeness, aber auch die National Front suchte einzelne Gigs heim und zeigte den Hitler-Gruß. Das Scheitern lag ebenso in der Band begründet: Die Specials hatten ihre nicht-autonomen Publikumssubjekte ebensowenig im Griff wie sich selbst. Denn neben den üblichen Musikbizproblemen – Tournee-stress, Drogen und von allem ein bisschen zuviel – sollten sie rasch merken, dass man das Kollektiv im Kapitalismus zwar gerne postulieren kann, das Postulat aber kippt, sobald die Materie voll zuschlägt.

Wenn das System eine systemkritische Gruppe niederringt, kann das verhältnismäßig harmlos sein und in Streit, Trennung und eine beschädigte Orgel münden wie bei den Specials. Es kann aber auch zur Hölle werden. Unter Druck von außen, unter Extrembedingungen gibt es grob gesagt zwei Möglichkeiten, wobei Möglichkeiten nicht im Sinne von Entscheidungsvielfalt gemeint ist, sondern: Wo fällt die psychologische Gruppendisposition hin? In Richtung Zusammenhalt oder in Richtung Zerstörung? Oft gibt es beides. Wie etwa bei den RAF-Gefangenen in Stammheim. Soweit es die, vorsichtig formuliert, »besonderen« Haftbedingungen erlaubten, arbeitete man zusammen, als vorbereitendes Kollektiv, und trat vor Gericht geschlossen auf. Doch gibt es genügend Hinweise, dass es zwischen den Gefangenen untereinander zu sadistischen Psychodynamiken kam, einzelne fertiggemacht wurden und der Hass, bedingt durch den Druck, die Isolation und die juristischen Entgleisungen des Staates, auch untereinander beizeiten wuchs.

Auf die Specials wirkte der Musikmarkt. Jerry Dammers, den Sozialismus fest vor Augen, wusste das zumindest in der Theorie. In der Praxis rang er verzweifelt um seine Ideale: Auf Tournee weigerte er sich, in fancy Hotels abzusteigen, nächtigte notfalls in Jugendherbergen und trieb den Manager damit in den Wahnsinn. Zudem zog er den Truck der Road Crew einer Bandlimousine vor und nahm notfalls ein Taxi, während die anderen im schicken Großraumwagen reisten. Einmal ließ er sogar Fans, die keine Unterkunft hatten, in seinem Hotelbett schlafen, und legte sich selbst auf den Boden. Auch hatte er seine Kollegen, um mehr Egalität zu schaffen, zunächst mehrfach da-zu animiert, selbst zu komponieren. Der Kapitalismus nämlich unterscheidet zwischen Songwriter und reinem Interpret, zwischen geistigem Eigentum und Handwerk. Wer komponiert und spielt, verdient in ei-ner Band mehr als einer, der nur spielt. Und da schlug die Materie zu, auch bei Dammers: So entbrannte im Lauf der Zeit unter denen, die Stücke schrieben, ein verkappter Kampf um die Royalties. Wie es das Wettbewerbs-system so wollte, erhielt bei einer Maxi die Person die größten Pfründe, deren Werk auf der A-Seite landete. Die B-Seite war weniger lukrativ.

Die allerletzte Maxi, ja, überhaupt die letzte Platte, die die Specials im Original-Line-up aufnahmen, sollte Songs dreier Autoren enthalten: ein Nachtlebenlied von Sänger Terry Hall, das Stück »Why?« von Gitarrist Lynval Golding über die Messerattacke und einen Song namens »Ghost Town« – alle eigentümlich fluffig und zugleich voller Tiefe. Musikgeschichte allerdings schrieb Dammers’ »Ghost Town«. Das Stück landete auf der A-Seite und brachte das Fass zum Überlaufen. Bei den Aufnahmen kam so viel Hass auf den »Diktator« Dammers hoch, dass Leadgitarrist Roddy Radiation ein Loch in die Wand des Studios schlug. Fast hätte der Betreiber und Tontechniker die Band rausgeschmissen. Die Specials gab es daraufhin nur noch sechs Monate. Im Oktober 1981 gründeten Hall, Staple und Golding eine eigene Gruppe und waren weg.

Getrennte Wege

Das Phänomen der Trennung gab es in der Linken Millionen Mal. Oft hatte es inhaltliche Gründe. Oft aber geht es hinter den Kulissen und ganz tief im Inneren um klassische Konkurrenz. Das muss nicht immer der vom Kapital geschürte Kampf um Posten und Pfründe sein, gerade in hochdialektischen Kreisen reicht schon die Konkurrenz um die avantgardistischste Position. So verlieren superintellektuelle Linke im geistigen Schwanzvergleich (Sorry, guys!) schnell jeglichen Bezug zur Materie, indem sie sich gegenseitig in pseudodialektischem Um-die-Ecke-Denken zu übertrumpfen suchen: In sophistischen Wortgefechten mit dem ideologisch gar nicht so weit entfernt stehenden Kombattanten werden schon mal Diktatoren und regierende Dumpfmuffen zu klammheimlichen Aufklärern hochstilisiert, um den Gegnern intellektuelle Überlegenheit zu demonstrieren. Andere linke Zirkel führen einen Kampf um die größte Hingabe (an eine bestimmte »Volksgruppe« oder ähnliches) oder den größten Opferstatus. So zersplittern sich Aktivist_innen in immer kleinere Identitätsgrüppchen und bekämpfen die ihnen nahestehenden Genoss_innen schlimmstenfalls mit größerer Vehemenz als die Nazis.

Zurück zu den Specials. Das Besondere an »Ghost Town« war nicht die Tatsache, dass der Song auf Platz eins der UK-Charts landete. Es ist ein kühles, gespenstisches und musikalisch avantgardistisches Lied gegen den Thatcherismus, die Armut, den Rassismus der britischen Gesellschaft und ihrer Autoritäten. Musikalisch ging Jerry Dammers, wie schon in einigen Songs auf dem zweiten Specials-Album, dessen Erscheinen sich in diesem Jahr zum 40. Mal jährt, über das ursprüngliche Erfolgskonzept der Band hinaus. Ska und Reggae, Postpunk und New Wave waberten zwar noch mit, doch dazu kam eine Art dunkler Loungejazz. Dammers hatte lange dafür gekämpft, diese Form von Easy Listening, die ihm auf Tour durch die USA im Alltag begegnet war, auf der LP »More Specials« zu integrieren. Seine Position: nicht beim Alten stehenbleiben; Kunst muss, wenn sie an der sozialen Realität dranbleiben will, mit der Geschichte und Materie voranschreiten und auf sie reagieren. Um dieses Prinzip durchzuboxen, begann er, entgegen seiner kollektivistischen Gesinnung, den eher traditionellen, am Rockabilly orientierten Kompositionsstil von Gitarrist Roddy unterzubuttern.

Daran offenbaren sich zwei grundlegende Probleme einer intellektuellen Gruppendynamik: das Fetischisieren eines ideologischen Fixpunktes und die Arroganz des Wissenden. Während ein Teil der Specials am britischen Ska-Revival-Sound festhalten wollte, der sie zu Legenden gemacht hatte, verlangte Dammers Mut zu Materialismus, Historizität und Entwicklung. Weil ein Teil der Band begann, Ska zu fetischisieren und damit nostalgisch zurückzuschreiten, entwickelte er sich zum Diktator. Eine Lose-lose-Situation für alle.

Im Grunde hatte der sozialistische Diktator ja recht. Materialistische Kunst und materialistische Politik können nicht stehenbleiben. Ein einmaliger Fixpunkt muss immer wieder hinterfragt werden und in verschiedenen Kontexten verhandelt. Denn nicht immer kommt diesem Fixpunkt in jedem Kontext die gleiche Wertigkeit zu. Einige Kreise würdigen etwa die USA wegen ihrer Rolle als Befreier im Zweiten Weltkrieg. Mit gutem Recht. Zum Fetisch aber wird das Ganze, wenn man alles, was in den USA passiert, vor diesem Hintergrund romantisch verklärt, wenn man die USA zum Heiland des Weltgeistes macht. Das Prinzip funktionierte ebenso mit der Sowjetunion, wenn’s blöd läuft, sogar mit Atlantis. Sogar den negativen Fetisch gibt es. So soll es Linke gegeben haben, die deutschen Faschismus und Nationalsozialismus nicht historisch, soziologisch, psychologisch deuten, sondern in den Genen vermuten. Vor allem hinter der erstgenannten Art Fetisch steckt freilich eine Sehnsucht nach dem Guten, Wahren und Schönen, aber auch die Sehnsucht nach dem Wettbewerbsvorteil, und sei es nur der ideelle, auf der moralisch richtigen Seite zu stehen. Letztlich spaltete der Kampf um die moralisch richtige Seite auch die Specials. Ein Teil hielt an einem alten Fetisch fest, Jerry Dammers an der Kraft seiner Erkenntnis. Beide Seiten hatten gute Gründe. Getrennt hat sie ein Konkurrenzkampf, dem sie nicht gewachsen waren. Die Materie schlug zurück.

Nach dem Split der Specials formierte sich um Dammers die Band The Special AKA. Ihr Erbe ist zwiespältig, politisch wie musikalisch. Momente der Aufklärung stehen ideologischen Fehlschlüssen gegenüber. Ein Song allerdings ist musikhistorisch einmalig in seiner Drastik und politischen Brisanz. Im Original stammt er von der Ska-Frauenband The Bodysnatchers, die von Dammers gefördert worden war, aber bald zerfiel. Deren Frontfrau Rhoda Dakar war nun Mitglied von The Special AKA. Ihr Schreien am Ende von »The Boiler« lässt sich nicht beschreiben. Man muss den Song hören. Viele schaffen das nur ein Mal.

Katrin Hildebrand liebt besonders Sturschädel Jerry Dammers (trotz kleiner ideologischer Differenzen), kann aber kein spezielles Album empfehlen, da alle liebenswert chaotisch sind“

Aus: Konkret 6/2020
Quelle: https://konkret-magazin.de/480
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Kataxnia soli live stream on 053020

greececrustsolilivestream 053020

„For you crusties this Saturday: Live-streaming solidarity concert, promoting the Solidarity Fund for imprisoned and persecuted revolutionaries in Greece.

For donating and more info check the following link: https://www.firefund.net/imprisonedsoli

The link for live-streaming will be uploaded on Saturday 30/5, 19:00 (CET) one hour before the broadcast.

*** https://www.youtube.com/watch?v=f2GV8FcQFNc
***

„Music is a reference point to meet, communicate and convey feelings; a way of expressing our thoughts. It’ s imperative that it functions as a hammer to strike down oppression and a means to express solidarity.

Throughout our musical journey we strive to give life to our personal desperations, via notes and lyrics, as we scream during concerts, together with all of you, about ‘storms of restlessness’ that are coming…

These days, we experience an unfamiliar predicament…and while recovering from a regime of total social isolation, we shyly start to meet again…although the moment where we all meet together in a concert, seems to be vague and delayed…

That is why we took the initiative, together with comrades and friends, to organise a live-streaming solidarity concert, promoting the fund raising campaign of the ‘Solidarity Fund for Imprisoned, Persecuted Revolutionaries’.

Each contribution is truly necessary, no matter the amount.

Until we meet again…
Solidarity is our weapon!

P.S.: Special thanks, in advance, to all technicians and people who are going to help realise the live streaming“

Source: https://www.firefund.net/imprisonedsoli
https://www.firefund.net/

See: https://www.firefund.net/about/howdoesitwork

Blog: https://medium.com/@firefundnet

In greek: http://www.tameio.org/

About the band: https://kataxnia.bandcamp.com/

Music: https://soundcloud.com/kataxnia/8a-1

See also: https://www.last.fm/music/KATAXNIA

https://lightaudio.ru/mp3/kataxnia

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protect yourself and others, wear a mask, keep the distance, feel hugged, talk. ;)

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We recommend: https://bemyquarantine.tourhafen.de/
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https://bemyquarantine.tourhafen.de/browse/die-kulturschaffenden/de,0,8744,0,0.html
we greet especially the very great music pub „limes“ in cologne! :)
(https://limeskoeln.wordpress.com/)

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And last but not least, remember today and tomorrow!
75 years after world war two and the end of ns german fascism.
thank you allies. merci. spasiba!
http://berlin.vvn-bda.de/8-mai-1945-tag-der-befreiung/
https://berlin.vvn-bda.de/2020/05/unsere-veranstaltungen-zum-75-jahrestag-der-befreiung-vom-faschismus/
https://berlin.vvn-bda.de/
https://neuntermai.vvn-bda.de/
https://vvn-bda.de/


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united we stand
together we walk
with questions we go forward

Live sessions from studio stabil


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bishgazu

nir_mint

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keep it real
stay tuned
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LTC livestream

le tanz circuit

livestream: https://www.periscope.tv/w/1gqxvEOeEwwJB

ltc profile on periscope: https://www.periscope.tv/letanzcircuit

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Tip, andere/weitere nette Livestreams, quer durch die Republik und in verschiedenen Musikrichtungen, findet ihr auf „bierschinken.net“ unter „Digitalausweichaktionen“: https://www.bierschinken.net/

Unite and stream for freedom

Listen to free music and show your solidarity
unitedwestream.berlin

see also: „With the coronavirus health crisis, clubs in Berlin must close their doors. United We Stream supports those clubs, artists and organisers by livestreaming from the empty club direct to your living room, where you can rave from the comfort and safety of your home. Get ready to join the biggest virtual club in the world!“
source: https://www.arte.tv/en/videos/RC-019297/united-we-stream/

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you may donate for the free and absolutely independent studio stabil via paypal to: „mbf (((at))) 10247 (((dot))) net“. thx!

… stay tuned …
stay stabil.
take care!
cya soon

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Solidarische selbstgemachte Nachrichten hören in schweren Zeiten
Außerdem möchten wir euch noch auf das freie „Radio Aktiv“ aus Berlin aufmerksam machen.
Siehe: https://radioaktivberlin.blogsport.de/2020/04/01/covid-19-und-knast/
Sowie auf den libertären Podcast, das A-Radio Berlin: https://aradio.blogsport.de/
Hört einfach mal rein.
Gesundheit für alle.
Alles für alle.

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Es gibt auch noch schöne Nachrichten, Positives in der Krise, siehe z.B.: http://nk44.blogsport.de/2020/04/03/offizielle-absage-des-syndikats-raeumungstermins/

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Wo u.a. z.B. weitere Dinge zum Ausnahmezustand, der aktuellen Coronakrise (Covid19 usw.) diskutiert werden: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1135130.coronakrise-virus-und-reichtum.html, http://nestormachno.blogsport.de/2020/03/18/419/, https://www.iz3w.org/zeitschrift/ausgaben/377_mode/copy_of_ed, https://de.crimethinc.com/2020/03/31/the-ex-worker-74-surviving-the-virus-an-anarchist-introduction-to-pandemic-life-preparing-for-what-is-to-come-and-analyzing-what-we-can-do, https://de.crimethinc.com/2020/03/27/immunitat-fur-alle-einladung-zum-streik-poster-und-aufruf-zur-kollektiven-selbstverteidigung, https://de.crimethinc.com/2020/03/12/gegen-das-coronavirus-und-den-opportunismus-des-staates-anarchistinnen-aus-italien-berichten-uber-die-ausbreitung-des-virus-und-die-quarantane, https://www.fau.org/artikel/griechischer-staat-missbraucht-corona-ausgangssperre-und-dreht-vio-me-den-strom-ab, https://www.fau.org/kaempfe-und-kampagnen/corona, …
Oder vgl. auch: http://antiranetlsa.blogsport.de/2020/04/03/offener-brief-an-die-landesregierung-und-landraetinnen-von-sachsen-anhalt-zur-corona-krise/
Und sogar die konkret gibt es derzeit digital: https://www.konkret-magazin.de/457-konkret-auch-digital

Solidarität unter Quarantäne, in Berlin und anderswo

Solidarität gegen Isolation und Vereinsamung, gemeinsam gegen das Virus und Ordnungswahn

Schöner Aufruf im Stressfaktor Berlin (Zitat von der Website https://stressfaktor.squat.net/):

„Linke Strukturen erhalten – spenden [… !]

[Schwierige] Zeiten erfordern solidarische Maßnahmen

Was in letzter Zeit passiert, brauchen wir ja an dieser Stelle niem[ensch] mehr zu erzählen. Egal, wie wir uns dabei zu den immer weitreichenderen Einschränkungen unserer persönlichen Freiheiten zur Pandemiebekämpfung positionieren, die Auswirkungen auf das soziale Leben, für viele prekär Beschäftigte, für obdachlose Menschen oder für Menschen ohne Aufenthaltsstatus ist gravierend.

Besonders betroffen sind dabei auch viele linke Strukturen, die weiterhin feste Kosten für Räume zu tragen haben ohne dass dafür z.B. vom Staat Kohle beantragt werden kann oder will.

Das sind aber Räume, die die Infrastruktur unserer geliebten linksradikalen Szene bilden, sei es, dass wir dort Infos erhalten und politische Debatten führen konnten, dass dort Menschen sichere Räume nutzen können, dass auch Menschen mit wenig Kohle ne warme Mahlzeit bekommen können oder dass wir über Solipartys Knete für wichtige politische Arbeit abgreifen können.

Deswegen ist es wichtig, dass unsere Strukturen auch über die aktuelle Situation heraus erhalten bleiben.

Da ja alle gerade weniger feiern gehen, aber in der Nach-Corona-Ära wieder am Start sein wollen, wäre es deshalb spitze, wenn ihr mit dem sonstigen Feierbudget einfach Lieblingsprojekte rettet! Und genau dafür haben wir ein Spendenkonto eingerichtet.

Wichtig ist uns, dass nicht jeder Laden und jedes Projekt auf sich gestellt gucken muss, wie sie/er die Zeit überbrück/t/en, sondern dass wir in diesen Zeiten gemeinsam und solidarisch für unsere Strukturen einstehen!

Wer kann denn da Geld bekommen?

Wir möchten im Besonderen Orte und Gruppen unterstützen, die aufgrund ihrer Struktur, der Art ihrer Arbeit oder anderer Gründe nicht oder nur schwierig an andere Gelder kommen können.

Selbstverständlich ist für uns, dass keine kommerziellen Interessen verfolgt werden, wobei wir das Bezahlen von Mitarbeitenden nicht als kommerzielles Interesse verstehen. Der Ort sollte kollektiv betrieben, und sich politisch links verstehen, dass bedeutet sich für eine emanzipatorische und antikapitalistische Politik einsetzen. Das sind v.a. die Orte die auch regelmäßig im Stressfaktor zu finden sind.

Orte, welche diese Kriterien erfüllen, können uns gerne eine Mail schreiben, in der kurz beschrieben wird, welche Arbeit geleistet wird und welche Mittel in etwa für den Weiterbetrieb benötigt werden.

Bitte schreibt eine Mail an stressfaktor (((at))) squat (((dot))) net mit dem Betreff: Covid-Soli.

Gerne könnt Ihr uns verschlüsselt schreiben, den Schlüssel findet ihr unter: https://stressfaktor.squat.net/contact/internet

Wir würden da gerne Geld geben, wo machen wir das?

Da ja aktuell kaum noch Zugang zu Soli-Spendenbüchsen möglich ist, müssen wir in diesem Fall tatsächlich auf die Überweisung zurückgreifen. Wir würden uns freuen, wenn Menschen, die gerade noch ein wenig Kohle über haben, hier nicht nur einmal überweisen, sondern tatsächlich für die Zeit des Stillstands die Läden regelmäßig unterstützen.

Aktuell könnt Ihr über folgende Wege Spenden an uns überweisen:

Banküberweisung:
Empfänger: Stressfaktor
IBAN: DE 50 1001 0010 0636 9291 03
[Verwendungszweck]: Covid-Soli

Weitere Möglichkeiten prüfen wir und werden [sie dann bekanntgeben].

Und wie wird das Geld dann verteilt?

Wir werden das Geld je nach Bedarf auf die Projekte verteilen, die sich bei uns melden. Je höher die Kosten die ein Projekt zu stemmen hat, desto mehr werden wir versuchen, das Projekt zu unterstützen. Zur Transparenz werden wir regelmäßig die aktuelle Spendenmenge und die Anzahl der unterstützten Projekte veröffentlichen. Welche Projekte genau von uns unterstützt werden, können wir, um die beteiligten Projekte nicht zu gefährden, nicht öffentlich machen.

Zu guter Letzt: Da ja derzeit auch der Stressfaktor nicht mehr so ausgiebig genutzt wird, bitte teilt die Aktion über alle Kanäle, die zur Verfügung stehen. Lasst uns das gemeinsam wuppen, solidarisch!

Euer Stressfaktor“

Quelle: https://stressfaktor.squat.net/ (abgerufen am 30.03.2020)

Weiter steht dort:

„Urgent doomsday news

Aufgrund der Coronacalypse finden viele Veranstaltungen nicht statt. […]
Wir vertrauen darauf, dass ihr euch gut überlegt ob ein persönliches Treffen oder eine Veranstaltung wirklich notwendig ist in Anbetracht der Risiken für uns alle.

Passt aufeinander auf und seid solidarisch.
Lasst uns gemeinsam und kreativ daran arbeiten unseren Widerstand auch in Zeiten von Notstandsgesetzen nicht verstummen zu lassen.“

Quelle: https://stressfaktor.squat.net/ (abgerufen am 30.03.2020)

+++

Darum unterstützt auch das Studio Stabil und den Disconnect Store mit einer Spende. Z.B. via Paypal. Oder fragt am besten die Leute die Ihr kennt was Ihr konkret tun könnt oder denkt Euch selbst was aus. Haltet Abstand aber seid weiterhin lieb zueinander ;) und helft Euch gegenseitig.

Cyber links from Equinox live recorded

Recorded virtually live from march 21. to 22. 2020

Full set: https://www.youtube.com/watch?v=tF_79jIt24Q

Re;NoT: https://www.mixcloud.com/renot/renot-live-equinox-cyberrise-webtek16-2132020-corona-nights/
https://www.mixcloud.com/renot/

Channel of Studio Stabil: https://www.youtube.com/channel/UC0frwaGnar5YWFYaHLWlp6g

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Channel of YaYa23: https://www.youtube.com/channel/UCZOYUiFg86tTmicNlQbtS-w

NirMint23: https://www.mixcloud.com/nirhermon7/

Channel of Disconnect: https://www.youtube.com/channel/UCnJsP-yaimRSRz_CcwoBmYw

Channel of Praxis: https://www.youtube.com/channel/UCeQoedQdh2OnqKsNhtdHHSw

Channel of Datacide: https://www.youtube.com/user/DatacideMagazine

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Donate for the next studio stabil (2.0), by paypal to: „mbf (at) 10247 (dot) net“ or at disconnect store. Thx!

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virtual covidwebtek 2020 online live pic from studio stabil berlin

Cyberlink Equinox • live streaming from Berlin

Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=tF_79jIt24Q

Cyberlink Equinox • live streaming from Berlin

Starting 00:23

line up:

• Dj Yaya _ Subsonic rec (00:23)
• Bishgatzu _ ATNT (02:00)
• Nir mint _ ATNT (03:00)
• Re.not _ Loop whole rec (04:00)
• Mirage _ Cyberrise (05:00)
• emt_wat _ studio Stabil
• Al_HVR _ studio Stabil

Selected elektronic waves pouring down in the
acid jungle of metropolis Berlin throughout
the spring equinox.

https://www.youtube.com/channel/UC0frwaGnar5YWFYaHLWlp6g

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a collection of the full recordings will follow with links here in another post.

+++
donate for studio stabil via paypal to: „mbf (at) 10247 (dot) net“ or at disconnect store berlin.

Studio STABIL live on air now

Livestream: https://youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=ASyAcHRWep4

Shortlink: https://youtu.be/ASyAcHRWep4

yt channel of studio stabil: https://www.youtube.com/channel/UC0frwaGnar5YWFYaHLWlp6g

yt channel of yaya23: https://www.youtube.com/channel/UCZOYUiFg86tTmicNlQbtS-w

+++

Call for solidarity under corona influence:

Support studio STABIL!

Send a donation via paypal to: mbf (at) 10247 (dot) net

Thx!

How to support studio STABIL

Please donate for the case of Studio STABIL via Paypal to:

    mbf (at) 10247 (dot) net

.

Simply go to: https://www.paypal.com/myaccount/transfer/homepage ; type in the emailadress, donate as much as u want and leave some funny note if ya like.

Or drop by a personal donation for real at disconnect store berlin.

Just do it.

Thx!

Soliparty shifted

Soliparty for Studio Stabil shifted from march 21. to april 25. 2020 in köpi basement berlin, due to the corona plague.

Shortly we try to give more infos how to donate for the case of studio stabil…

16. WebTeK 2020 march 20.-22. live online

In times when real gatherings get harder and harder it’s time for some online rave…

10years of WebTeK – 3days live online freetekno festival from 20. to 22. march 2020

:::: https://webtek.live ::::

France live -> https://webtek.live/fr (FTKradio, Fanat3k)
Athens live -> https://www.youtube.com/watch?v=RBpWI5-vN70 (Kaostar Undernet)

+++
about „webtek“ live virtual teknival, see: https://github.com/fabriziosalmi/webtek/blob/master/README.md

„The WebTeK is the most popular free tekno streaming event with live dj* sessions from all over the world.

WebTeK is 100% free and open to all artists, sounds, hackers and aliens!

This event is powered by Fanat3k Radio, Free Underground Tekno, HappyFaceFamily and friends since 2010. […]

Next event, WEBTEK 16

WHAT? WEBTEK => 16th edition, 10 years birthday
WHEN? 20-21-22 / 03 / 2020
WHERE? Everywhere
WHO? Everybody

Powered by

Free Underground Tekno
Fanat3k Radio
HarderSoundRadio
Freakbeats TeknoRadio
UndergroundRadioMix
HappyFaceFamily
BPM Resistance
ISD Crew
[…]“

https://github.com/fabriziosalmi/webtek/blob/master/README.md

enjoy.
we wish you many more good years!

+++
tomorrow live streaming from berlin
on the YT channel of STUDIO STABIL: https://www.youtube.com/channel/UC0frwaGnar5YWFYaHLWlp6g

+++
YT channel of YAYA23: https://www.youtube.com/channel/UCZOYUiFg86tTmicNlQbtS-w

+++
Solidarity in times of Covid19:
Please donate for the case of studio stabil at disconnect store.
Thx!

+++
And here is the club society of berlin standing together online: https://www.unitedwestream.berlin/

Zur Zukunft des MbF-Blogs

Blogsport existiert vorerst weiter…
Solange werden wir das Blog hier noch aufrecht erhalten…
Dann steht der Wechsel bevor…

Vgl.: http://blogsport.de/2019/11/24/zur-zukunft-von-blogsport/

:::


Zur Zukunft von blogsport
Veröffentlicht am 24. November 2019 von blogsport

Wie ihr seht, sind wir noch nicht dazugekommen, die angekündigte Abwicklung von blogsport wirklich in Angriff zu nehmen. Wir werden blogsport deshalb noch bis mindestens Mitte nächsten Jahres weiterbetreiben. In dieser Zeit werden wir alle Nutzer*innen per E-Mail über das Ende von blogsport informieren und ein Plugin für den Bilderexport veröffentlichen, um euch den Wechsel zu einem anderen Anbieter zu erleichtern. Außerdem werden wir mit Archiven reden, so dass Inhalte, die nicht umgezogen werden, trotzdem online, wenn auch unter anderer URL, erhalten bleiben. Wir werden die Inhalte aber nicht selbst weiterhosten, weil wir uns als juristische Person auflösen wollen.

Ich denke, es wird dann auch eine Anleitung geben, wie man einen Blog umziehen kann und welche Anbieter wir als Ersatz empfehlen.“

Quelle: http://blogsport.de/2019/11/24/zur-zukunft-von-blogsport/

+++

„MbF“ – d.h. „MUSIK BRAUCHT FREIRÄUME“ – ganz im Allgemeinen und als loser Zusammenhang, freier Menschen in freien Vereinbarungen sowie als (einzelne) Untergrundgruppe(n), Einzelpersonen und gelegentlicher Zusammenschlüsse, in und von Kollektiven, besteht unabhängig davon selbstverständlich natürlich trotzdem und trotz alledem weiter! ;)
Sowieso und überhaupt.
Mehr ist was ihr selbst draus macht.
Alles für alle.

Virtual Lockdownrave

virtual lockdownrave2020 freestreamingteknoparty online

Listen to: https://91.121.110.184:8000/lockdownrave.m3u

Umzug der Website von MbF

Da Blogsport seinen Service zum Dezember 2019 einstellt ziehen wir mit dieser Website (dem Blog) um.
Wir geben dann bekannt wohin.
Höchstwahrscheinlich zu Noblogs (https://noblogs.org/) oder so.
Mal sehen.
Vorr. ab November gibts dann neue Infos dazu von uns.
So far,
CYA

+++

Hintergrund-Infos, siehe: http://blogsport.de/2018/12/14/zum-ende-von-blogsport/
Vgl.: https://netzpolitik.org/2018/der-alternative-hoster-blogsport-de-macht-nach-13-jahren-dicht-wir-sind-erschoepft/