Archiv für Juni 2010

MBF – Video – Convoi – Nachttanzdemo 2010

Musik braucht Freiraeume from vj cyper on Vimeo (https://vimeo.com/7354440).

Nightdanceparade
Online at: Slig.Laramies.com – VJ Cyper’s site.

Bericht 2010

Ca. 300 Leute über den Tag, bei den Konzis und zum Chillout auf dem Convoi, von 14 bis 22Uhr.
Ca. 800 Leute auf der Nachttanzparade – Nachttanzdemo durch Friedrichshain von 22 bis 0Uhr.
Ca. 200 Leute in der Nacht auf der Party im AboutBlank.
Alles in Allem also über 1300 People die mitgemacht und sich dem drögen Einheitsbrei entzogen haben.
Danke für Euren aktiven, die tiefste Nacht durchtanzenden Beitrag! Weiter so.
Denn jetzt war die Zeit und der Ort um der Forderung nach einem guten, wahren, schönen Leben symbolischen – wenn auch nur kurzen – Ausdruck zu verleihen.
Wir meinen, dasz diese Demo für alternative, emanzipatorisch denkende Menschen nur ein kleiner Schritt aus dem Alltag heraus gewesen sein kann und hoffen Ihr habt die besten Eindrücke mitgenommen um selbst weitere Aktionen zur Re-Aneignung vom „Recht auf Stadt“ und „Kultur“ zu machen.
Ein ausführlicher Bericht und Videolink wird in Kürze dazu hier erscheinen.
Wer Bilder oder Videos gemacht und hochgeladen hat, möge uns die Links dazu gerne schicken.
Den Bericht veröffentlichen wir auch auf Indynormalo.de und Indy.Linksunten. Wer lieber dort Daten hochlädt kann das anschließend gerne machen.
Mailto: musikbrauchtfreiraeume_(at)_linuxmail_(dot)_org
Wer Lust auf Politik und Party jenseits vom Massen-Spektakel hat kann sich gerne bei uns melden.
Eure AndersLebenden

Plakat

Text der offiziellen Anmeldung

Die Themen, Forderungen, Gründe:

- wir richten uns mit der Demonstration u.a. gegen eine, unserer Ansicht – als demokratischer Teil der Gesellschaft – nach, nicht mehr zeitgemäße Gesetzgebung, z.B. im Bezug auf „Ruhestörungen“ und fordern damit eine entsprechende Anpassung, bzw. demokratische Änderung der Gesetze. Insbesondere die Uhrzeit “22Uhr” (10Uhr abends), sowie die sog. “kirchlichen” Feiertage, wie den Karfreitag und sog. Tanzverbote, halten wir aufgrund der allgemeinen Arbeitsbedingungen und sich ständig ändernden und wachsenden Bedürfnisse einer Mehrheit von Menschen, in der BRD und gerade auch in Berlin, für stark überholt, bzw. überholungsbedürftig.

- wir fordern zeitliche und örtliche Freiräume für (freie) Musik als wichtigen, universell verständlichen und zugänglichen kulturellen Ausdruck von Menschen für Menschen die ihre freie Selbstentfaltung und persönliche Entwicklung selbst bestimmen und dabei nicht ökonomisch Abhängig, z.B. vom Immobilienmarkt unabhängig, sein wollen. Der öffentliche Raum – der Straße – ist darum für uns der Ort der Wahl um diesen Forderungen Ausdruck zu verleihen und eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen. Da zu dieser Zeit “Hochbetrieb” des Massentourismus auf der Simon-Dach-Str. sein wird, möchten wir mit diesem Zug auch explizit durch diese stark besuchte Zone der (sinnbildlichen) Kommerzialisierung des “Kiezes” ziehen.

- wir protestieren des Weiteren implizit dagegen, dass die „Fête de la Musique“ als größte jährlich, dezentral organisierte und getragene Veranstaltung (in) der Stadt, anders als, von den stärksten Parteien, politisch gewollte und, damit, vom Bezirk mitgetragene Veranstaltungen, wie das „Myfest“ und der „Karneval der Kulturen“, keine Ausnahmegenehmigung bekommt und das eine sog. Ausnahmegenehmigung als solche überhaupt erforderlich ist.

- wir richten uns damit im Allgemeinen gegen die mainstreampolitische und kommerzielle Verwertung von Musik, die wir als unantastbares kulturelles Gemeingut der Menschen die sie machen für die Menschen für die sie sie machen und eben nicht als (verkäufliche) Ware, verstehen. Musik gehört zu den ältesten kulturellen Errungenschaften der Menschheit und sollte auch als solche verstanden werden. Mit der zunehmenden auf Verkauf und Profit ausgerichteten Verunkulturisierung von “Kultur” und Musik, durch die Kultur- und Musikindustrie, wird dies von diesen elitären Interessensgemeinschaften zunichte gemacht. Dagegen protestieren wir.

- wir fordern deswegen dagegen die Erhaltung bestehender und die Schaffung weiterer, nicht kommerzieller Verwertbarkeit, d.h. der gegen Menschen gerichteten Profitorientierung, unterliegender, sozialer kultureller Freiräume. Wie z.B. Die zu stärkende Nutzung durch gemeinnützige Kultur-Vereine, (neue) öffentliche soziale Teilkörperschaften, o.ä..

Das Programm, der geplante Ablauf der Versammlung und des Zuges:

- zu den obigen Themen wird es an drei Punkten des Zuges Redebeiträge geben: zum Auftakt, bei der Zwischenkundgebung und bei der Abschlusskundgebung.

- während des Zuges wird auf der Pritsche/Ladefläche eines kleinen 3,5t Kastenwagens (unter LKW-Klassifikation) ein DJ seine eigene,
selbstproduzierte Musik auflegen und damit ein Liveset gemeinfreier Musik spielen. Der Wagen wird dazu mit Schrittgeschwindigkeit fahren.

Ironiemodus an: Denn wir stehen ja schließlich auf dem Boden der Bürgerlichkeit (Ironiemodus aus).

Lineup

Following Bands Djs and Soundsytems will rock the Convoi on Monday:

+ Django Lassie djangolassi.de
+ Cyclown Circus myspace.com/cyclowns
+ Confus confus.warumnicht.org
+ Marie Rottenova punk.zeroteam.sk
+ Met myspace.com/metberlin

+ The Tunk myspace.com/thetunk
+ Cyberrise cyberrise.de
+ R2D2 myspace.com/dirtyraggasquad

+ Support by special Guests

Alternative „Fete de la Musique“

Start: 14Uhr Wagenplatz Convoi
Punkrocknroll
Siehe: http://stressfaktor.squat.net/adressen.php?loc=3631

Weiter gehts ab 22Uhr mit der „Nachttanzdemo“ für freie Musik, Freiräume und Kultur
Liveset DJ mit gemeinfreier Musik vom Cyberrise Soundsystem
Endpunkt: Markgrafendamm Ostkreuz

Danach Aftershow- Freetek- Elektroparty im ://about blank:
http://www.myspace.com/aboutparty

Siehe auch:
http://stressfaktor.squat.net/termine.php?tag=21062010
und:
http://hausbesetzungsgeschichteberlin.blogsport.de/2010/06/05/tag-und-nachttanz/

Flyer:
http://www.omgwtfbbq.eu/data/musikbr2.rar

Pictures folgen.

Demo-Route

Da gehts lang: hier klicken (GoogleMaps)

OpenStreetMap

Redebeitrag 2010

MBF RedeSample 2010 (mp3/ogg)