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Aufruf MBF 2014

Musik Braucht Freiräume 2014 – fünf Jahre MBF Collectif

Feiert mit uns den Tag der Musik mit der alternativen Fete de la Musique auf dem Wagenplatz Scheffelstraße, für freie Kultur und Musik, mit einer Free Stage (freie Bühne), gemeinfreier Musik, Kleinkunst und anderen Delikatessen ab 14Uhr!

Location: Auf dem Wagenplatz Scheffelstraße (21), gleich hinter der Villa Kuriosum.

Siehe Wegbeschreibung unter: www.musikbrauchtfreiraeume.blogsport.de

Karte siehe: Openstreetmap.org: http://www.openstreetmap.org/node/536895905

Neue KünstlerInnen sind uns immer herzlich willkommen. Wenn Ihr mitmachen wollt, meldet Euch bei uns. Kontakt: mbf (ätz) 10247 (dötz) net

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Aufruf zur Nachttanzdemo – Musik schafft Freiräume – 2014

Dieser Aufruf richtet sich an alle Die; denen Freiräume, freie Kunst- und Kultur, wie gemeinfreie Musik, etwas bedeuten, die Selbstorganisation praktizieren und die dafür sind, daß ein „Recht auf Stadt“, wie Wohnraum und freie Selbstentfaltung für alle gilt und die meinen daß das schöne Leben nur von uns selbst gemacht und gelebt werden kann und vor allen Dingen unverkäuflich ist.
Allem voran geht für uns die Musik – sie ist ein Urinstrument der zwischenmenschlichen Kommunikation und zeigt was und wie das soziale Leben spielt – sie ist ein Ausdruck für Gefühle und bringt Menschen als soziale Wesen zusammen. Sie vereint uns im Leben.
Darum machen wir diese Nachttanzdemo zur Fete de la Musique, seit fünf Jahren zeigen wir damit, daß wir unversöhnlich sind mit einer destruktiven Haltung zur Musik (Wir rufen: „Still not loving capitalism“!) und einer Auffassung von Politik der Gleichmacherei, Weißwascherei und Weichspülerei. Stattdessen wollen wir zeigen daß die Musik etwas lebendiges so wie das Leben ist und daß wir für unsere selbstbestimmte Lebensart, unsere Freiräume und die Kultur für die sie stehen kämpfen. Wir sind mehr als nur „Stadt“, denn wir sind das was eine Kommune schafft.
Schon Adorno sagte 1951: „Eine emanzipierte Gesellschaft [ist] kein Einheitsstaat, sondern die Verwirklichung des Allgemeinen in […] Differenzen“ (vgl. Minima Moralia).
Was uns also eint ist der Wunsch ein selbstbestimmtes Leben nach eigenen Entwürfen zu leben; mit unkommerzieller Kultur, die nicht nach Marktforschung und Verwertungslogik, eben nicht profitorientiert produziert wird und damit wiederum emanzipatorische Politik zu ermöglichen. Wir wollen uns aus den Unterdrückungsmechanismen, wie den Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnissen die unseren Alltag viel zu oft bestimmen, so weit wie möglich lösen. Dazu bilden wir Gegenpole und üben Praxen der Selbstorganisation, von denen ausgehend es möglich ist ohne Leistungsdruck und Konkurrenz, wie Rationalisierung und Zweckoptimierung, in Freiheit der eigenen Entscheidung, wie in der Musik und der damit verbundenen Kultur die eigenen Interessen zu verwirklichen, um irgendwann hoffentlich die versteinerten Verhältnisse zu überwinden.
Das wir gegen die GEMA und die Musikvermarktung sind, haben wir nun seit Jahren klargemacht. Aber wir wollen weitaus mehr als „Creative Commons“.
Darum fordern wir z.B. mehr Rechte, Anerkennung und eine bessere soziale Absicherung für freischaffende KünstlerInnen sowie Kulturschaffende, wie für alle Menschen. Mindestlohn, Grundsicherung oder Grundeinkommen sind dagegen nur der blanke hohn, wie sie derzeit verhandelt werden.
Wir wehren uns aktiv gegen die Vertreibung von Freiräumen für unsere Kultur und Musik. Wir schaffen Platz für buntes Treiben und Subkultur im öffentlichen Raum. Bewegungs- und Bleibefreiheit für alle Menschen sind für uns selbstverständlich. Das Recht auf Genuß und echte Lebensqualität wie ein freies Lebensgefühl mit der Lust am Leben sowieso. Wir wollen eine Stadt die mehr bietet als Kommerz, Konsum und Verwertung. Für all das lassen wir uns nicht kriminalisieren! Wer sich damit identifizieren kann ist aufgerufen mit uns zu demonstrieren und zu… tanzen!
Denn wenn die Revolution nicht tanzen kann, dann ist es auch nicht unsere.
Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, werden wir zu tiefen Bässen durch die Straßen tanzen und mit unseren Scheinwerfern das nächtliche Treiben erleuchten. Kommt alle zur Nacht-Tanz-Demo am 21. Juni!
Seid kreativ, bringt Schilder, Transpis, Soundsysteme, Verkleidungen, Kostüme, o.ä., mit und gestaltet die Nacht-Tanz-Demo mit dem, was euch dazu einfällt, bringt Euren Ausdruck für die Freiheit und das schöne Leben auf die Straße.
Lassen wir die Stadt erbeben und zeigen damit, daß wir da sind und uns nicht unterkriegen lassen, sondern das Leben mit Musik feiern!
Die Nachttanzdemo startet am 21. Juni um 22Uhr am Wagenplatz Scheffelstraße (21), vor der Villa Kuriosum, an der S-Bahn (Ringbahn) Eldenaer-Brücke (der Grenze von Berlin Lichtenberg zu Friedrichshain).
Die Nachttanz-Parade und -Demo von MBF versteht sich als Aktion von und für Menschen denen freie Kultur, Musik, freischaffende Kunst, selbstverwaltete Strukturen – wie Freiräume – ein Kernanliegen sind. Die Demo bietet keine Bühne für diskriminierende Inhalte und Verhaltensweisen.
Rechte Personen und Gruppen sind von der Demo ausgeschlossen.
Medienvertretende haben sich vorher bei der Demoleitung anzumelden (no camera – no problem).
Freiräume sind Schutzräume!
Zero tolerance against Nazism and other shit, as sexism, xenophobia and racism.
Watch out for more
Rechnet mit bunten Überraschungen
Achtet auf Ankündigungen unter:
http://musikbrauchtfreiraeume.blogsport.de

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UND:

Danach seid ihr uns herzlich willkommen zur gemeinsamen Aftershowparty – der After-Fete-Fete im R19 ab 24Uhr.

denn nicht zuletzt haben wir schon fünf Jahre MBF zu feiern!

Und wer dann immer noch nicht genug hat kann mit uns den Rest bei einer ordentlichen Afterhour ausklingen lassen.

Wo? Das sagen wir Euch dann.

Achtet auf Ankündigungen

www.musikbrauchtfreiraeume.blogsport.de

Stay tuned

Yours MBF Collectif

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Aufruftexte MBF 2014 dreisprachig, 3languages

Appel en francais, MBF 2014

Call in english, MBF 2014


1 Antwort auf „Aufruf MBF 2014“


  1. 1 Sa 21.6. 22 Uhr, Eldenaer Brücke: #Nachttanzdemo von “Musik braucht Freiräume” | Wir bleiben alle! Pingback am 19. Juni 2014 um 15:51 Uhr
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