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Erfreuliche Entwicklung(en) in Berlin, keine Grauzone mehr

Hiermit dokumentieren wir einen Beitrag aus dem Weblog von „Oireszene“, die eine Stellungnahme des Punkrockschuppens AZ Potse Berlin Schöneberg veröffentlicht haben:

Potse Berlin: Statement zu Grauzonenkonzerten in bis 15.2.2014

Wir dokumentieren ein erfreuliches Statement der „Potse“:

Liebe Oire Szene Menschen,

Wir wollen uns mal äußern zu den Grauzonenkonzerten, welche bis zum 15.2.2014 bei uns stattgefunden haben. Alle diese Bands, und einige weitere auch, haben inzwischen bei uns Auftrittsverbot. Wie es zu den Konzerten gekommen ist lässt sich dann verstehen, wenn mensch die Struktur des Kollektives des Autonomen Zentrums kennt. Das Kollektiv setzt sich aus ‚ehren‘amtlichen zusammen die solange dabei sind wie sie halt bock haben. Und am Kollektiv liegt es auch welche Bands organisiert werden und wie viel politische Arbeit gemacht wird. Das hat sich in den letzten zwei Jahren massiv geändert. Nicht nur das einige Personen gegangen und andere dazugekommen sind, sondern auch das beim booking genau hingeschaut wird, infoveranstaltungen stattfinden, politische Gruppen ihre Plenas bei uns abhalten sowie auch das Kollektiv aktiv politisch arbeitet und sich fortbildet.

Mit freundliche Grüßen aus Berlin vom Potse Kollektiv “

Quelle: http://oireszene.blogsport.de/2016/02/26/potse-berlin-statement-zu-grauzonenkonzerten-in-bis-15-2-2014/

Da wir uns auch als (kritisch) solidarisch mit solchen und anderen sowie ähnlichen Projekten verstehen und (mindestens mit) der Musik verbunden fühlen, freut uns das ebenso sehr. Bloß ist es und verhält sich in Berlin auch nicht viel anders wie anderswo. Ganz im Gegenteil, es geht noch viel bunter zu. Und wo bunt ist, ist leider auch manchmal noch zuviel braun der sog. „Mehrheitsgesellschaft“ dazwischen. Selbstkritik und progressive Entwicklung – sowie der von emanzipatorischen Werten, wie sie damit vertreten werden – ist darum in jeder (sub)kulturellen Szene (egal welcher Musikrichtung o.ä.) sehr wichtig und kommt viel zu selten vor. Sie fällt vielen nämlich leider garnicht so leicht, wie es vermeintlich scheint, nur weil vielleicht das Etikett „Punk“ oder „Hardcore“ oder „alternativ“ draufklebt. Die Potse geht damit, für solche selbstorganisierten und basisdemokratischen Projekte von unten, mit gutem Beispiel nach vorn. Das hat doch Anerkennung verdient, selbst wenn wir oder viele meinen könnten, daß es viel normaler werden sollte oder wäre bzw. sein könnte als es ist. Das wäre aber zuviel eigene Verblendung und zu kurz gegriffen. Denn „wir“, als subkulturell links Dastehende sollten doch sehr genau wissen, daß „normal“ die braune Brühe der Mitte ist, auf die wir genau keinen Bock haben, warum wir ja auch machen was wir machen.
Ob die Potse bzw. ihre Kollektivmitglieder es nun wirklich schaffen wird/werden der Grauzone und rechten Bands sowie Musiker_innen, rechtem Gedankengut usw., wenigstens in ihren Räumen, einhalt zu gebieten und darüber hinaus etwas mehr dagegen zu tun, wird sich, nach diesem Statement als erster guten Erklärung, hoffentlich zeigen. Wir drücken ihnen jedenfalls schonmal die Fäuste.

Also:
Weiter so!

MBF Politcrew