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Zur Besetzung einer Musikschule in Berlin Köpenick

In Berlin Köpenick hatten Jugendliche eine ehemalige Musikschule besetzt und wurden – getreu der sog. berliner Linie – binnen kurzer Zeit wieder geräumt…

Wir sind solidarisch mit den Besetzer:innen und stehen ebenso hinter dem Anliegen der Jugendlichen, insbesondere dann wenn es um Musik und kulturelle Freiräume geht, aber auch sonst und sowieso.

Wieso, weshalb, warum? Was die wollen?

Siehe, vgl.: Beitrag in RBB 24 vom 22.08.2020; https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/08/berlin-koepenick-hausbesetzung-ehemalige-musikschule-jugendclub.html

„Berlin
Jugendliche kritisieren Bezirk nach Besetzung einer ungenutzten Musikschule
22.08.20 | 16:55 Uhr

Eine Gruppe jugendlicher Aktivist[:inn]en hat am Samstag ein ungenutztes Gebäude in Köpenick besetzt – ein paar Stunden lang. Am Abend räumte die Polizei das Gebäude. Für die Besetzer[:innen] ein klares Zeichen, dass ihre Forderung nach selbstverwalteten Jugendräumen ignoriert wird.

Eine Protestgruppe hat am Samstag die ehemalige Musikschule in der Friedrichshagener Straße in Berlin-Köpenick zeitweise besetzt. „Wir würden gerne neue Freiräume schaffen“, sagte eine Sprecherin der Gruppe „Jugendbesetzt“ auf Anfrage von rbb|24. „Wir sind der Meinung, dass es in Köpenick zu wenig Platz für Jugendliche gibt und dieses Gebäude wird ja ohnehin nicht genutzt.“

In sozialen Netzwerken hatte „Jugendbesetzt“ zuvor eine Stellungnahme veröffentlicht. Demnach wird vom Senat gefordert, Räume zur Verfügung zu stellen, die selbstverwaltet genutzt werden können und „die Möglichkeit bieten, abseits von struktureller Gewalt und kapitalistischer Leistungsgesellschaft einen Safe-Space zu schaffen“.

Berliner Polizei beendet Hausbesetzung auf Dragoner-Areal (Quelle: rbb|24)
rbb|24

Berlins rot-rot-grüner Landesregierung werfen die Aktivist[:inn]en vor, gewaltsam gegen linke Projekte in der Stadt vorzugehen. „Queerfeministische Rückzugsräume fehlen in dieser Stadt oder sind stark räumungsbedroht“, heißt es in der Mitteilung. „Wir wehren uns gegen steigende Mieten, systematische Verdrängung unserer Treffpunkte und stehen in Solidarität zu allen bedrohten oder schon geräumten Projekten.“

Die Polizei war ab dem Nachmittag mit Einsatzkräften vor Ort und beriet mit dem Bezirk in seiner Funktion als Eigentümer des Gebäudes über das weitere Vorgehen. Gegen 18.30 Uhr wurde das Gelände dann geräumt. Ob dies in Abstimmung mit dem Bezirk geschah, konnte der Polizeisprecher am Sonntagvormittag nicht sagen.

Besetzer[:innen]: Kein Raum für Forderungen nach alternativen Jugendzentren

Die jugendlichen Besetzer[:innen] kritisierten am Sonntagmorgen in einer Pressemitteilung den Bezirk Treptow-Köpenick, der gezeigt habe, „was er von selbstverwalteten Jugendräumen hält, die sich klar gegen jegliche Formen von Diskriminierung positionieren“. Ihr Ziel sei eine Zwischennutzung der Räume gewesen. Die Zeit des Leerstands hätte mit vielfältiger Kiezkultur überbrückt werden können.

„Wir sind wütend, dass unseren Forderungen nach alternativen Jugendzentren kein Raum gegeben wird. Wir werden weiter für die Existenz unserer Freiräume kämpfen und nicht zusehen, wie die [sog.] rot-rot-grüne [Landes-]Regierung [von SPD-PDL-Grünen] uns nach und nach die Rückzugsräume nimmt“, so die Besetzer[:innen] in ihrer Mitteilung.

Sendung: Fritz, 22.08.2020, 16:30 Uhr“

Quelle: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/08/berlin-koepenick-hausbesetzung-ehemalige-musikschule-jugendclub.html

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Stets aktuell informiert über Besetzungen in Berlin: https://mastodon.social/@besetzen

Vgl.: https://besetzen.noblogs.org/

Siehe auch: https://twitter.com/besetzenberlin

„Es ist besser unsere Jugend besetzt Häuser…“
Miete verweigern, Kündigung ins Klo, Häuser besetzen – sowieso!
Leerstand instandbesetzen.
Alles für alle!

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Mehr zur Lage in Berlin, siehe z.B. aktuell: http://nk44.blogsport.de/2020/08/24/rot-rot-gruen-in-berlin-politik-fuer-immobilienkonzerne/

„Die derzeitige Politik von R2G: Gegen Bewohner*innen und für Spekulant*innen
Absurder Karstadt-Deal, noch ein Skandal im „Neukölln-Komplex“ und brutale Räumung der Kiezkneipe Syndikat.

Ein Statement diverser Initiativen und Aufruf zur Kundgebung am 2.9. 2020 am Hermannplatz

22.08.2020″

Quelle: http://nk44.blogsport.de/2020/08/24/rot-rot-gruen-in-berlin-politik-fuer-immobilienkonzerne/

Und siehe: https://interkiezionale.noblogs.org/post/category/general/
https://interkiezionale.noblogs.org