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Archiv für September 2020

26.9. Kundgebung gegen Verdrängung in der Rigaer

„Kundgebung gegen Verdrängung

Samstag, 26. September 2020, 15:00 – Samstag, 26. September 2020, 23:00

Musik verbindet!

Laut und dreckig gegen Verdrängung mit:

„Cut my Skin“, „Ponys auf Pump“, „Fox Devils Wild“, „Ego“, „Antes de las Guerras“, „Negativ Dekadent“"

Um 15 Uhr, am ehem. Bambiland, vor der Rigaerstr. 22 in Berlin Friedrichshain

Quelle: https://stressfaktor.squat.net/node/207757

Cancelled

The B-Rave in CZ has been cancelled.
Due to new governmental rules and public laws it is not possible.
Cya next year.
Stay tuned.
Check your network.

Die Open-Air-Veranstaltung in CZ wurde abgesagt.
Aufgrund von neuen behördlichen Regeln und staatlichen Gesetzen ist es nicht möglich die Veranstaltung stattfinden zu lassen.
Bis nächstes Jahr verschoben oder bis auf Weiteres.
Bleibt am Ball.
Passt auf Euch auf.

Wer dafür nach anderen netten Terminen auswärts sucht, kann z.B. da ab und an ma reinkieken: https://stressfaktor.squat.net/reisestressi

Be brave

b-rave cz area 25 to 28 sept 2020

Stories from the past

„[…] Als Tekno-Nomaden durch Europa zogen

In den 1990ern und Anfang der 00er Jahre reisten Rave-Tribes durch ganz Europa und schmissen illegale, kostenlose Partys, wo immer sie Halt machten.

Von Pierre Longeray
Fotos von Tom Anirae

In den 1990ern zogen ein paar Hippie-Punks in Kolonnen aus alten, angemalten Bussen und Lastwagen quer über den europäischen Kontinent. Mit im Gepäck: Soundsysteme und Lichtanlagen. An abgelegenen Orten veranstalteten diese selbsternannten Tribes dann Raves. Dieser freiheitsliebende DIY-Hedonismus hatte auch eine politische Komponente als Rebellion gegen gesellschaftliche Zwänge. Zusammengeführt hatte diese Menschen ihre gemeinsame Liebe für Tekno, ein Genremix aus Jungle, Rave, Techno und Hardcore, der in der Free-Party-Szene entstanden war – bei Raves auf Kuhweiden und in verlassenen Fabrikhallen, fernab von den Clubs der Großstädte, ohne Eintrittsgelder und ohne Regeln.

Als die Bewegung entstand, war Tom Anirae ein Teenager, der in seiner Heimatstadt Nizza in Südfrankreich auf Partys feierte. Durch Freunde und Bekannte lernte der Fotograf die Tekno-Tribes kennen und reiste begeistert mit ihnen von Andalusien bis nach Tschechien, Italien und zurück nach Südfrankreich. Dabei dokumentierte er die Hochzeit der Bewegung mit seiner Kamera. Jahre später hat er sein Archiv entstaubt und dabei ein paar Schätze gefunden. Die Tribes, mit denen er unterwegs war –Spiral Tribe, Kamikaze, Hekate, Cirkus Alien, Desert Storm, Lego –, sind heute noch legendär in der Szene. Wir haben mit Tom am Telefon über damals gesprochen.

Wie war das für dich, als du Techno entdeckt hast?
Tom Anirae: Ich erinnere mich noch, wie neu mir das vorkam. Es war, als gebe es keine musikalischen Grenzen mehr. Dann habe ich die illegalen Partys entdeckt – das hat dann wirklich alles geändert. So etwas hatte ich bis dahin noch nie gesehen.

Wie bist du dazu gekommen, da mitzufahren?
Anfangs wollte ich sie nur kurz begleiten, aber gegen 1999 war ich dann immer mehr involviert. Es wurde zu einer Art Lifestyle, aber gleichzeitig identifizierte ich mich nicht als vollständiges Mitglied der Bewegung. Ich war regelmäßiger Gast und befreundet mit Leuten, die 100 Prozent dabei waren.

Bist du mit verschiedenen Tribes gereist?
Ja, jeder Tribe hatte sein eigenes Soundsystem, seinen eigenen Namen und eigenes Logo – wie in der Punkszene. Einige waren größer, andere kleiner. Ich bin vor allem mit Kamikaze gereist, das waren Leute aus Frankreich, England und ein paar aus Deutschland.

Wie organisiert man einen Free-Rave?
Zuerst musst du den richtigen Spot finden. Im Winter war das in der Regel eine leerstehende Lagerhalle, im Sommer irgendwo draußen. Wir haben in Industriegebieten nach passenden Orten geschaut, dann haben wir sichergestellt, dass keine Bullen in der Nähe sind und die Location sicher ist. Wir mussten alles sehr vorsichtig organisieren, damit die Polizei nichts mitbekommt. Was die Logistik angeht, hat es ein paar Stunden gedauert, die Trucks an den Ort zu fahren und das Soundsystem und die Lichter aufzubauen. Und davor mussten wir noch Flyer mit einer Telefonnummer verteilen und die ganzen Partyinfos auf einem Anrufbeantworter hinterlegen.

Wie reagierte die Polizei?
Die war vor allem verwundert, aber ein paar wurden auch richtig brutal. Es war ein Katz- und Mausspiel, manchmal kam es zu Konfrontationen. Einmal sah ich, wie dieser Typ, Keef vom Desert Storm Tribe, einen alten Militärtruck in eine Polizeiblockade rammte. Das erlebt man auch nicht alle Tage.

Gab es Länder, in denen die Raves leichter zu organisieren waren als in anderen?
Nicht wirklich, in Großbritannien war es allerdings schlicht unmöglich. Die ganze Bewegung mit den Tekno-Travellern hatte dort Anfang der 1990er mit dem legendären Spiral Tribe begonnen. Die haben zusammen mit einer anderen Gruppe, Bedlam, eine Party beim Castlemorton-Festival organisiert. Die war so groß, dass Margaret Thatcher die Cops hinschickte, um alle aufzumischen. Dann verabschiedete die Regierung den Criminal Justice and Public Order Act, der alle Zusammentreffen mit repetitiver Musik verbot. Also fingen die Raver an, über das europäische Festland zu reisen.

Wie haben sich die Tekno-Traveller finanziert?
Gäste haben bei den Partys so viel gespendet, wie sie konnten – fünf oder zehn Francs, also umgerechnet etwa 0,75 bis 1,50 Euro – oder auch gar nichts, wenn sie nichts hatten. Dazu gab es immer eine Bar, durch die etwas Geld reinkam. Einige Traveller hatten Nebenjobs, halfen zum Beispiel ein paar Wochen im Jahr bei der Weinernte. Ehrlich gesagt haben sie nicht besonders teuer gelebt. Mit etwas Geschick kannst du von fast gar nichts leben. Wenn es Probleme mit den Trucks oder der Anlage gab, haben sie die selbst repariert.

Klingt wie eine Art Techno-Zirkus.
Ja, die ganze Zeit unterwegs zu sein, gab ihnen die Freiheit, die sie wollten. Sie waren inspiriert von New-Age-Travellern, einer nomadischen Bewegung, die in den 1970ern in Großbritannien entstanden war. Sie waren allerdings mehr Punks als Hippies.

Waren auch Kinder dabei?
Ja, ein paar. Die meisten von ihnen liebten dieses Leben, auch wenn sie dann als Teenager manchmal den Tribe verließen. Ich habe unfassbar schlaue Kinder kennengelernt, Liam zum Beispiel. Seine Mutter ist Engländerin. Er war super eigenständig und intelligent. Mit zwölf begann er, seine eigenen Sounds zu mixen.

Warum hast du dieses Leben aufgegeben?
Von 1993 bis 2000 hatten wir eine Art Goldenes Zeitalter. Dann fühlte es sich an, als ob es einfach zu viele von uns gibt. Wenn eine Bewegung zu groß wird, verliert sie ihre Energie. Außerdem sind bei einigen Partys schreckliche Sachen passiert: Vergewaltigungen, Messerstechereien. Auch unser Verhältnis zu Drogen veränderte sich. Früher hatten wir Drogen genommen, um unseren eigenen Geist zu erkunden, aber dann wurden Leute abhängig. Und die Polizei kam uns auch bald auf die Schliche. Kurz gesagt: Stell dir vor, du hast einen wunderschönen Strand entdeckt, der sich wie dein kleines Paradies anfühlt. Wenn 5.000 Leute dazukommen, wäre er immer noch schön, aber kein Paradies mehr.“

Quelle: https://www.vice.com/de/article/y3mq9x/fotos-als-tekno-nomaden-durch-europa-zogen-illegale-raves?utm_source=vicefbde&utm_medium=link&fbclid=IwAR1QwxTCvlyMrWDXj9zPnUaaGkAfEIs7GkVzdqXemxs8kkZLmnf3RykV8s8

Artikel in der Vice online, vom „07 September 2020, 3:18pm“
https://www.vice.com
(abgerufen am 10.09.2020)

No p… no problem

„Keine Polizei, kein Problem“, gilt oder sollte nicht nur für gute Parties gelten… Aber bis dahin ist es noch ein langer, weiter und harter Weg… . Warum? Siehe unten.

Hier ein Artikel aus der Zeitschrift Analyse & Kritik:

vom „17. August 2020 |ak 662 | International“

Quelle, URL: https://www.akweb.de/bewegung/der-kurze-sommer-der-autonomen-polizeifreien-zone-in-seattle/

„Ein kurzer Sommer polizeifreier Autonomie

Die Besetzung einiger Straßenzüge in Seattle war ein großartiger Versuch der Selbstermächtigung – obwohl er scheiterte

Von Stephan Kimmerle

Auf dem Höhepunkt des Black-Lives-Matter-Aufstandes in den USA gelang es im Juni [2020] Demonstrant*innen in Seattle, dem Tränengas und den Prügelattacken der staatlichen Ordnungshüter so lange Stand zu halten, bis der Druck der öffentlichen Meinung auf Seattles Bürgermeisterin so groß geworden war, dass diese in einem Versuch, die Lage zu beruhigen, die vorübergehende Räumung einer Polizeistation im Zentrum der Proteste anordnen musste. Die anschließende Besetzung einer Reihe von Straßen rund um das Polizeirevier und im Cal Anderson Park in Seattles Stadtteil Capitol Hill erfuhr weit über die Stadt hinaus mediales Interesse und war Gegenstand einer USA-weiten Diskussion.

Die Besetzung, zunächst unter dem Namen Capitol Hill Autonomous Zone (CHAZ), später Capitol Hill Organized Protest (CHOP), schuf ein lebhaftes Zentrum des Widerstands. Täglich kamen Tausende, um über Politik zu diskutieren, Reden zu hören, gemeinsam Aktivitäten zu planen und eine Gemeinschaft mit Gartenarbeit, Zelten, kostenlosem Essen und kostenloser medizinischer Versorgung aufzubauen.

Doch rund drei Wochen später war CHOP zu einer politischen Hypothek für die Bewegung geworden, die drohte, die Sympathie in der Öffentlichkeit zu untergraben. Eine Reihe von Schießereien, bei denen drei Menschen ums Leben kamen und rechte Angriffe führten zu einer angespannten Situation und letztlich einem Niedergang von CHOP, noch bevor die Polizei das Gebiet räumte und ihre Polizeiwache wieder in Besitz nahm.

Was als »autonome polizeifreie Zone« begonnen hatte, war schnell mit einer Zunahme der verschiedenen Spielarten polizeilichen oder para-polizeilichen Handelns konfrontiert. Als Reaktion auf die Drohungen und Angriffe extrem rechter Gruppen und Konflikten innerhalb von CHOP, erklärten sich Aktivist*innen, teils bewaffnet, selbst zu Ordnungshütern innerhalb von CHOP und begannen ihre Patrouillen. Dies geschah jedoch ohne demokratische Zustimmung oder Rechenschaftspflicht gegenüber der CHOP-Gemeinschaft. Zugleich heuerten in dem Gebiet kleine und große Unternehmen verstärkt private Sicherheitskräfte an, die gegenüber der Öffentlichkeit noch weniger rechenschaftspflichtig waren als die von der BLM-Bewegung zu Recht scharf kritisierte Polizei.

Das Problem bestand nicht, wie später von Medien und Politiker*innen behauptet, darin, dass die Polizei rausgeschmissen worden war, sondern dass sie nicht durch eine von der Bewegung legitimierte Kraft ersetzt wurde, die Selbstschutz hätte leisten und die unter den Bedingungen der gegebenen rassistischen, sexistischen, entfremdeten und zutiefst ungleichen Klassengesellschaft, in der wir leben, Prinzipien der Solidarität, des Antirassismus und des Antisexismus innerhalb des CHOP hätte durchsetzen können.

Der Beginn der Zone

Als die Polizei die Straße verbarrikadierte und am 1. Juni eine Demonstration nach dem Mord an George Floyd durch den Stadtteil Capitol Hill blockierte, leitete sie damit eine einwöchige Pattsituation mit den Demonstrant*innen ein. Trotz Tränengaseinsätzen, Gummigeschossen und Blendgranaten der Polizei blieben die Demonstrant*innen Nacht für Nacht auf der Straße – selbst als die Polizei Scharfschützen auf den Dächern postierte.

Die Polizei und das politische Establishment (in Seattle sind dies durchweg Politiker*innen der Demokratischen Partei) führten in den Medien einen erbitterten Krieg, um die Demonstrant*innen zu delegitimieren. Dennoch nahm die Unterstützung für die Proteste weiter zu.

Angesichts der weit verbreiteten öffentlichen Opposition forderte die Bürgermeisterin Jenny Durkan schließlich die Polizei auf, sich zurückzuziehen und die Polizeistation im Zentrum der Proteste vorübergehend aufzugeben. Die Polizei, verärgert über den Rückzug, verbreitete in den Medien Gerüchte, dass die Demonstrant*innen die verlassene Polizeistation niederbrennen würden. Tatsächlich aber verwandelten die Aktivist*innen den Block in einen lebendigen Tummelplatz der antirassistischen Organisierung und Debatte.

Die sehr heterogene Gruppe von Menschen, die dort zusammenkam, tat ihr Bestes, um all den Komplikationen zu begegnen, die eine »polizeifreie Zone« mit sich bringt, wenn sie inmitten einer der ungleichsten Städte der Welt nur von Freiwilligen betrieben wird.

Die Drohungen gegen CHOP

Die Demonstrant*innen waren auch in der polizeifreien Zone ständig von Gewalt durch Seattles Polizei und andere Sicherheitskräfte des Staates bedroht. Um erneute Einsätze zu legitimieren, behauptete die von der Bürgermeisterin eingesetzte Polizeichefin kurz nach Beginn von CHOP, dass Demonstrant*innen Straßensperren mit Ausweiskontrollen eingerichtet hätten und lokale Kleinunternehmen erpressen würden. Diese erfundenen Behauptungen wurden von den national[istisch]en Medienkonzernen über ihre Kanäle weit verbreitet.

Alle Merkmale dieser Gesellschaft – [wie z.B.] Armut, Rassismus, sexuelle Übergriffe, Homofeindlichkeit – sind Themen, mit denen sich soziale Bewegungen und linke Organisationen in ihren eigenen Reihen ständig auseinandersetzen müssen. In CHOP stiegen die Unstimmigkeiten zwischen Aktivist*innen darüber, wie der entstandene gemeinsame Raum aussehen und wie mit den wachsenden Schwierigkeiten umgegangen werden sollte.

Orte der Solidarität und ihre Verteidigung

Die Polizei wird von der herrschenden Klasse benutzt, um mit aller Gewalt den Deckel auf dem Topf brodelnder Konflikte zu halten, die sich durch diese Gesellschaft ziehen. Unsere kollektive Befreiung wird es erfordern, diesen Deckel zu beseitigen, aber die Bewegung muss sich auch der Aufgabe stellen, mit den brodelnden Konflikten selbst fertig zu werden, indem sie sich mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzt, die systematisch Spannungen, Konflikte, antisoziales Verhalten und Gewalt erzeugen.

CHOP entstand aus dem Black-Lives-Matter-Aufstand und war ein wunderschöner Versuch, die Bewegung aufzubauen. Für zukünftige Bewegungen, die auf den Erfahrungen von CHOP aufbauen werden, bleiben zwei Hauptfragen:

Erstens: Kann es eine demokratisch gewählte und rechenschaftspflichtige Leitung und einen solchen Selbstschutz geben? In Seattle gibt es Anführer*innen der BLM-Bewegung, die große Autorität genießen. Doch CHOP blieb weitgehend selbst gewählt »ohne Anführer*innen«. Eine gewählte Leitung von CHOP, die sich zum Beispiel auf tägliche Vollversammlungen gestützt und jederzeit hätte abberufen werden können, hätte der Bewegung die Chance geben können, handlungsfähiger zu werden.

Dies wäre auch eine Basis gewesen, einen eigenen Ordnerdienst aufzubauen, um sich gegen gewalttätige Angriffe von rechts und von der Polizei zu verteidigen und um unsoziales Verhalten, das die Sicherheit der Teilnehmer*innen gefährdete, nicht zuzulassen. Die Erfahrung von CHOP zeigt, dass es nicht ausreicht, die bestehende Polizei rauszuschmeißen oder abzuschaffen. Die Aufgabe, die sich der Bewegung stellte, war es, sich zu organisieren und stark genug zu werden, um die Solidaritätsprinzipien vor Ort zu verteidigen.

Zweitens: Was heißt das alles für die nun in den USA breit diskutierte Frage einer De-Finanzierung oder einer Abschaffung der Polizei, für »defunding« und »abolishing«? Eine weit verbreitete Erkenntnis innerhalb des anhaltenden Black-Lives-Matter-Aufstandes in den USA ist, dass die Polizei nicht reformierbar ist. Zu viele Versprechen, zu viele Reformversuche über Jahrzehnte hinterließen kaum Spuren in den Polizeibehörden.

Unter dem Druck der Bewegung versprach daher eine Mehrheit des Stadtrates in Minneapolis, der Stadt in der George Floyd ermordet wurde, die Polizei abzuschaffen – und sucht seither nach Alternativen. Das könnte dann auf den Versuch hinauslaufen, die Polizei mit neuem Logo und neuem Namen neu aufzubauen. Angesichts von Rassismus und Korruption kann dies kurzfristig sogar helfen. Grundsätzlich ändert sich aber auch damit noch nicht viel.

In Seattle beteuerten wiederum sieben der neun Stadträt*innen, das Polizeibudget halbieren zu wollen und die jährlich dort eingesparten 200 Million Dollar zugunsten von Schwarzen und People of Color sowie sozialer Leistungen zu reinvestieren. Die Erfahrung von CHOP zeigt allerdings, dass die sozialen Ursachen in der extrem polarisierten US-Gesellschaft aufgegriffen werden müssen, um grundsätzlich etwas zu verändern – und da ist dieser Betrag marginal. Das verweist dann eher auf die alte marxistische Weisheit, dass eine Klassengesellschaft mit ihrem Elend eine Polizei auf dem Boden ihrer Klassenverhältnisse reproduziert – so oder so. Das heißt nicht, dass demokratische Reformen sinnlos sind. Es bestätigt allerdings, dass letztlich Kapitalismus und ein gegenüber der Mehrheit der Bevölkerung feindlicher Polizeiapparat nur gemeinsam abgeschafft werden können.“

Autor: Stephan Kimmerle
Quelle: https://www.akweb.de/bewegung/der-kurze-sommer-der-autonomen-polizeifreien-zone-in-seattle/
(abgerufen am 31.08.2020)

„analyse & kritik – Zeitung für linke Debatte & Praxis“: https://www.akweb.de/

Suppe & Mucke 2020

„Suppe&Mucke und das Festival für Selbstgebaute Musik 2020

Am Samstag, den 12. September 2020, gibt es ab 13 Uhr wieder die Möglichkeit, sich in [Berlin] Friedrichshain musikalisch und kulinarisch [open air] beköstigen zu lassen.
Diesmal […] gemeinsam mit dem Festival für selbstgebaute Musik und dem KulturL auf dem RAW-Gelände (Revaler Str. 99) [in Berlin Friedrichshain (S-Bahn- und Tramstation Warschauer Straße)].
Es gibt Konzerte, Workshops, interaktive Installationen, Ausstellung und Mitmachangebote für jedes Alter. […]
Vor Ort gelten alle gängigen Hygiene- und Abstandsregeln. Bitte bringt euren Mund-Nasen-Schutz mit und nehmt Rücksicht aufeinander. […]
Eure Suppencrew“

Quelle: www.suppeundmucke.de

Links: https://www.selbstgebautemusik.de/festival2020
https://www.raw-kultur-l.de/post/12-und-13-9-tag-des-offenen-denkmals-aufm-raw

sumfundfefüsegebamukutul

Aus aktuellem Anlaß…

anticoronamaskensternchen
… und aus Prinzip.
Keine Party mit Nazis.
Take care.