Archiv « Musik Braucht Freiräume – MBF – Berlin – *www.mbf.space*

Archiv für März 2021

Testkonzert in Berlin

RBB:

„Am Holzmarkt gibt es Samstag ein echtes Konzert … echt jetzt

27.03.21 | 13:10 Uhr

Im „Säälchen“ am Berliner Holzmarkt findet am Samstag ein echtes Konzert statt: im Sitzen mit Maske, Abstand und Schnell-Test. Ist das die Berliner Clubkultur der näheren Zukunft? Nein, ist es nicht, sagt die Clubcommission. Von Jakob Bauer

Die Clubkultur wird zur Sitzkultur: Während Menschen in Theatern und bei klassischen Konzerten feste Sitzreihen gewohnt sind, kann man sich das Berliner Nachtleben so gesittet nur schwer vorstellen.

Ausprobiert wird das trotzdem – am Wochenende im „Säälchen“ am Berliner Holzmarkt. Das Konzert mit den Bands Bison Rouge und Reecode am Samstagabend ist Teil des Pilotprojekts „Perspektive Kultur“ des Berliner Senats. 60 Leute dürfen rein, die Tickets waren schnell weg.

Das soll also ein Konzept für die Clubkultur der Zukunft sein? Nein, soll es nicht, sagt Lutz Leichsenring aus dem Vorstand der Clubcommission. „Es geht nicht darum, Indoor-Veranstaltungen zu testen. Wir hätten das Konzert theoretisch auch nicht stattfinden lassen können und trotzdem unseren Test durchführen können“, so Leichsenring.

Für manche Konzertlocations seien solche Sitzkonzerte zwar eine Option, aber eigentlich geht es der Clubcommission darum, das ganze technische und organisatorische Prozedere rund um die Schnelltests einmal durchzuspielen. Wie verlässlich und schnell geht es mit den Tests, sind überhaupt genug vorhanden, läuft das organisatorisch vor Ort alles glatt und verhält sich das Publikum verantwortlich?

Pilotprojekt heißt „Schnelltest“ und nicht „Indoor-Konzert“

Das Pilotprojekt im „Säälchen“ ist für die Clubcommission also nur ein Puzzlestück in einem größeren Bild. Denn allen ist bewusst, dass Sitzkonzerte mit Maske und Abstand kein reales Szenario für einen großen Teil des Berliner Nachtlebens ist. „Jede Location“, so Lutz Leichsenring, „muss ihr eigenes Konzept für die Übergangszeit entwickeln, in der wir uns befinden“.

Das könne bei den einen ein Biergarten sein, bei anderen eine Ausstellung und bei wieder anderen auch Tanzveranstaltungen im Freien. „Wir möchten mit diesem Schnelltestmodell eine zusätzliche Möglichkeit bieten, eine Veranstaltung sicherer zu machen“, so Leichsenring.

Die Hoffnung liegt: in der Luft

Und dabei stehen auch Open Air Veranstaltungen weiterhin ganz oben auf der Prioritätenliste der Clubcommission. Letztes Jahr mit Maske und Abstand erprobt. Jetzt, wenn beim Pilotprojekt alles gut geht, noch sicherer, mit Test und Nachverfolgung.

Leichsenring verweist auf Studien, die aussagen, dass das Ansteckungsrisiko unter freiem Himmel sehr gering ist. „Vielleicht gibt es da auch ein Restrisiko, das wir eingehen können. Wenn wir dafür gesorgt haben, dass die vulnerablen Gruppen, also die Risikogruppen, erstmal geimpft sind, dann muss man ja wieder an den Punkt kommen, dass man so etwas hat wie die Selbstverantwortung des Einzelnen. Und ich möchte auch weiterhin entscheiden können, ob ich den Berg runterfahre mit den Skiern und mein Leben riskiere oder nicht.“ sagt Leichensenring. „Aber natürlich aber nur, wenn andere nicht dadurch gefährdet werden.“

Kulturelle Patenschaft für Freiflächen

Dabei helfen soll auch der Sechs-Punkte-Plan, den die Clubcommission erarbeitet hat. Mit dessen Hilfe will die Organisation weiterhin als zentrale Know-How-Plattform für Clubs und Veranstalter agieren. Und bei der Erarbeitung von Veranstaltungs-Konzepten helfen, Wissen anzusammeln und dann zu teilen. Zum Beispiel über sichere Technologien, die bei der Kontaktverfolgung eingesetzt werden können, die den Datenschutz sicherstellen und Informationen dezentral speichern.

Oder über neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die in die Hygienekonzepte der Veranstaltungsorte eingearbeitet werden können. Und ganz praktisch sind auch hier Open Air Pilot-Veranstaltungen erwähnt. Die Bezirke haben sich schon seit letztem Sommer sehr offen gezeigt, erzählt Leichsenring, 30 Veranstalt[ungs]kollektive haben sich dafür beworben, Außenflächen zu bespielen, sozusagen eine Art kulturelle Patenschaft zu übernehmen. Natürlich aber erst dann, wenn die Inzidenzen es wieder zulassen.

Sendung: Inforadio, 27.03.2021, 06:50 Uhr“

Quelle: https://www.rbb24.de/kultur/thema/corona/beitraege/2021/03/berlin-holzmarkt-konzert-pilotprojekt-clubcommission.html
Abgerufen am 27.03.2021

Zur Clubcommission Berlin: https://www.clubcommission.de/

FUSION 2021 – progressives Konzept für Open-Air-Festival

Gute Nachrichten, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken…

RBB heute:

„Macher[:innen] erstellen [echt innovatives] Konzept
„Fusion-Festival“ soll mithilfe von PCR-Massentests stattfinden

25.03.21 | 11:27 Uhr

Die „Fusion“ ist eines der größten Musikfestivals in Deutschland. Im vergangenen Jahr ist sie Corona-bedingt ausgefallen. Diesen Sommer nun wollen die Veranstalter[:innen] das riesige Happening durchziehen – mit einer umfassenden Strategie.“

Siehe, Quelle: https://www.rbb24.de/kultur/thema/corona/beitraege/2021/03/festival-fusion-2021-corona-pcr-test-musik.html -

„Die Veranstalter[:innen] des „Fusion-Festivals“, das im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt wurde, wollen das Musikfestival in diesem Sommer mithilfe von PCR-Tests durchführen.

Dazu kündigten die Macher[:innen] in einer Pressemitteilung an, das Event unter „Berücksichtigung und verantwortungsvoller Bewertung der pandemischen Gesamtsituation Ende Juni realisieren“ zu wollen, wenn „zur Festivalzeit erneut Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern gestattet sein wird“.

Das Festival in Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) soll in diesem Jahr an zwei Wochenenden – vom 24. bis 27. Juni und von 1. bis 4. Juli – stattfinden.

Festival-Tickets bleiben gültig „Fusion“ kehrt 2021 zurück – aber anders und teurer

Veranstalter[:innen werden] Tests durch[führen]

Damit die „Fusion“ stattfinden kann, sollen sämtliche Besucher und Mitwirkende mithilfe von Massentests auf das Coronavirus getestet werden. Das soll am Tag der Anreise und noch ein weiteres Mal während des Events geschehen. Die Tests würden von den Veranstaltern und deren Partnern durchgeführt. „So erreichen wir, dass am Ende das Infektionsrisiko auf ein absolutes Minimum reduziert wird“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Festivalmacher[:innen] beklagen, dass innovative Wege, „die uns gar aus der Pandemie führen könnten, Mangelware“ seien. Das wolle man mit dem eigenen Vorgehen ändern. „Mit unserem ausgeklügelten Konzept von PCR-Massentests wollen wir eine Zukunftsperspektive für Festivals und Kultur unter Pandemiebedingungen aufzeigen“, heißt es weiter. Das sei in einer so großen Dimension allerdings „eine logistisch aufwändige und kostenintensive neue Herausforderung“.

2020 war das Festival abgesagt worden

Das Festival war 2020 wegen der Corona-Krise abgesagt worden. Damals für 130 Euro erworbene Tickets sollten laut Veranstalter[:innen] aber ihre Gültigkeit für 2021 behalten, sofern ein Aufpreis gezahlt wurde. Dieser sei unter anderem deshalb nötig gewesen, da sich der Aufwand durch die Abstands- und Hygieneregeln deutlich erhöht habe.

Die „Fusion“ gilt mit etwa 70.000 Gästen als eines der größten Musik- und Kulturfestivals in Deutschland. Wegen der Corona-Krise sind Großveranstaltungen derzeit aber bundesweit noch untersagt.“

Quelle: https://www.rbb24.de/kultur/thema/corona/beitraege/2021/03/festival-fusion-2021-corona-pcr-test-musik.html
Abgerufen am 25.03.2021

Mehr davon!
Das ist mal echt fortschrittlich.
Nur so, achtsam und solidarisch, kann es gut weiter und voran gehen.
Keine Toleranz für Verschwörungsmythen und keine Party mit Nazis.
Bleibt gesund. Passt auf Euch und andere auf. Nehmt Rücksicht, zeigt Respekt. Haltet Euch fit.
Viel Spaß.

+++

Zur Fusion: https://www.fusion-festival.de/en/x/festival

25.3. Demo für die Meute Berlin Xberg

https://stressfaktor.squat.net/sites/default/files/styles/large/public/2021-03/b1403_2meute1.jpg?itok=MeOCn7Gd
Bildquelle: https://stressfaktor.squat.net/sites/default/files/styles/large/public/2021-03/b1403_2meute1.jpg?itok=MeOCn7Gd

Wir dokumentieren und empfehlen hiermit, die Demonstration:

Chaos für die Meute – DEMO | 25.03 | 19UHR[!]

Posted on März 19, 2021 by interkiezionalista

Wir als Interkiezionale Bündnis rufen alle solidarischen und freiheitsliebenden Menschen auf, am und um den 25. März gegen die Räumung der Kiezkneipe Meuterei die Stadt in Aufruhr zu bringen.

Das Kneipenkollektiv Meuterei schafft in der Reichenberger Straße seit 10 Jahren einen Raum für Austausch, Vernetzung und solidarisches Miteinander. Solche Orte werden zunehmend aus dieser Stadt verdrängt. Mit dem Syndikat und der Liebig34 mussten wir schmerzlich Abschied von zwei Freiräumen nehmen und nach dem Räumungsversuch der Meuterei folgen noch viele Angriffe auf linke Projekte.

Yuppieläden und Start-up Büros ziehen da ein, wo mal Orte waren, wo es nicht um Konsum, sondern vorrangig um sozialen Austausch und kollektive Organisierung ging. Die Gentrifizierung kriecht langsam in jede Ecke dieser Stadt, um auch aus dem letzten Loch noch Profit zu schlagen. Die Bullen sorgen dafür, dass auch jeder faulige Eigentümer seine Miete erhöhen und Wohnraum zu Ware verhökern kann. Dafür knüppeln sie uns aus unseren Läden und Häusern und unsere Genoss:innen von der Straße. Die Neoliberalisierung sorgt auch dafür, dass die Politik sich an Kapitalinteressen orientiert und offensichtlich aus und in die Ärsche von Investoren kriecht. Anstatt mit der Stadtbevölkerung zu diskutieren und auszuhandeln, schicken sie die Bullen, um nervige Rufe nach Gerechtigkeit und bezahlbaren Mieten wegzuprügeln.

Wenn die Bullen jeglichen politischen Kampf „regeln“ und uns alle Orte nehmen, bleibt uns nur die Straße als Ort des Widerstands. Diese wollen wir uns für die Meute nehmen und kompromisslos zeigen, wem diese Stadt gehört.

Wenn unser Protest im Keim erstickt werden soll, sollten wir aus dem Hinterhalt agieren. Wenn jede Demo von Bullen im Spalier begleitet wird, sollten wir Chaos stiften.

Wenn es kaum mehr Orte gibt, die wir verteidigen wollen und können, gibt es keinen Grund nicht die Orte anzugreifen, die uns tagtäglich verdrängen.

Organisiert euch in euren Bezugsgruppen und mir euren Projekten und kommt am 25. 03. ab 6 Uhr morgens in den Kiez. Aber nicht nur in Kreuzberg soll Protest sichtbar werden, sondern ganz Berlin muss mitbekommen, was wir von Verdrängung und Räumungen halten!

Am Abend wird es eine kraftvolle Interkiezionale Tag X Demo geben.

DEMO | 25.03 | 19UHR

Stay tuned, get ready.

Der Kampf um die Stadt von unten ist noch nicht vorbei.

Keine Beute mit der Meute.“

Quelle: https://interkiezionale.noblogs.org/post/2021/03/19/chaos-fuer-die-meute-demo-25-03-19uhr/
Abgerufen am: 24.03.2021

Siehe auch: https://demotickerberlin.blackblogs.org/?p=667

https://leutefuerdiemeute.noblogs.org/demos-und-kundgebungen-vor-und-am-raeumungstermin/

+++

Fahrraddemos, am 25.3., um 6Uhr, zur Meute.
Immer aktuelle Infos, siehe: https://twitter.com/KeineBeute

Aktionskarte: https://twitter.com/aktionskarten_/status/1374467198408740869


https://www.aktionskarten.org/maps/47a90d765af14ce4bb4a480b5a173f5c.png
https://www.aktionskarten.org/maps/47a90d765af14ce4bb4a480b5a173f5c.png

Meute auf Telegram, Infochannel: t.me/meutenews

+++

„Am 25.03.2021

EA-Nummer: 030/692222
twitter: @keinebeute
telegram: @Meutenews

6h – Demo Herrfurthplatz-Hermannplatz-Kotti. Infos https://nk44.nostate.net/2021/03/15/meuterei-bleibt-kundgebung-neukoelln-20-3-2021-demo-25-3-2021/

6h – Fahrraddemo ab Potse

6h – Infopunkt nahe Meuterei

6h – Kundgebung, Yorckstr./Rathaus Kreuzberg

6h – Kundgebung FHain, Silvio-Maier-Str. / Rigaer Str.

6h – Kundgebung vor der Köpi

6h – Kundgebung S-Bahnhof Warschauer Str./nahe Citytoilette

19h – Demo: interkiezionale Tag-X Demo. Infos https://kontrapolis.info/2799/

6-14h – Tee, Snacks, Toilette: OYA, Mariannenstraße 6, Zugang über den Hof.
6h – Heißgetränke/Ruheort: Kohlfurther Straße 40
6h – Wasser, Kaffee, Toilette: Kalabal!k (Maske, Abstand etc.!)“

Quelle: Stressi online; https://stressfaktor.squat.net/
Abgerufen am 24.03.2021

+++

https://leutefuerdiemeute.noblogs.org/kundgebung-in-a-box-wenn-ihr-nicht-wisst-wie-ihr-am-25-03-2021-unterstuetzen-koennt/

+++

https://twitter.com/gloreiche36/status/1374374125028864015

Petition für das Projekt Funkhaus Grünau

„Petition zur Unterstützung des Einteignungsantrages (schon gestellt!) #Funkhaus Grünau.

[…] Vision
* Seminarhaus
* offene Werkstätten
* @seawatchcrew
Trainingscenter
* Kulturprogramm
* politische Bildungsarbeit
* Nachbar:innen-Cafe

Jede Stimme zählt!

Petition: https://www.change.org/p/petitionsausschuss-des-abgeordnetenhauses-von-berlin-enteignungsantrag-zur-rettung-des-denkmals-funkhaus-gr%C3%BCnau“

Quelle: Real-QM-Grunewald

Langsame kulturelle Wiedereröffnung

Mit vorsichtigen Methoden wird versucht musikalische und kulturelle Veranstaltungen in Berlin wiederzubeleben, dort wo es möglich ist…

Kleine Presseschau, Auszugsweise aus dem RBB:

„Corona-Pilotprojekt der Berliner Philharmoniker
„Die Sehnsucht nach Kultur und Musik ist riesengroß“
20.03.21 | 08:09 Uhr
Es ist ein Pilotprojekt, das ein Modell für sie gesamte Konzert-Szene werden könnte: Die Berliner Philharmoniker spielen am Samstagabend vor frisch auf das Coronavirus getestetem Publikum. Besetzt ist im Saal nur jeder zweite Platz.“
https://www.rbb24.de/kultur/thema/corona/beitraege/2021/03/pilotprojekt-berliner-philharmoniker-livekonzert-mit-corona-test.html

„Panikherz“ im Berliner Ensemble
Endlich wieder richtiges Theater
20.03.21 | 12:36 Uhr
Mit Maske, Abstand und auf Corona-schnellgetestet – das waren die Bedingungen für den ersten Theaterbesuch seit dem Lockdown. Dem Publikum am Berliner Ensemble machte das nichts aus. Die Freude am echten Theatererlebnis überstrahlte alles.“
https://www.rbb24.de/kultur/thema/corona/beitraege/2021/03/berliner-ensemble-panikherz-pilotprojekt-corona.html


Auftakt im Schokoladen geplant
Die Ärzte wollen 2022 durch Berliner Clubs touren
19.03.21 | 18:58
Die Berliner Punkrock-Band Die Ärzte hat für 2022 eine Tour durch die Clubs der Hauptstadt angekündigt. Die „Berlin Tour MMXXII“ soll nach Angaben vom Freitag im Mai beginnen und durch neun Clubs und Konzerthallen führen.“
https://www.rbb24.de/kultur/thema/corona/beitraege/2021/03/die-aerzte-berlin-clubs-tour-corona-spandau-tempelhof.html

Wir fordern, daß das gleiche, dh die Möglichkeit einzelne Veranstaltungen durchzuführen, mindestens auch für Bars, Clubs, Jugendclubs, Jugendzentren, Kneipen, Hausprojekte und andere, freie Veranstaltungsorte, unter Einhaltung solidarischer AHA-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) möglich gemacht und erlaubt wird. Insbesondere für open air Veranstaltungen, unter freiem Himmel, sollte doch bald wieder mehr möglich sein. Spätestens dann sobald es wärmer wird und wenn ausreichende Schutzkonzepte vorliegen.
Denn woran es vor allem auch wieder fehlt sind Veranstaltungen, wie Konzerte usw, für kleines Geld oder kostenlos, auf Spendenbasis.

+++

Weitere interessante Nachrichten in Berlin:

„Berlin-Friedrichshain
Einstiges DDR-Prestigeobjekt SEZ feiert 40. Geburtstag
20.03.21 | 08:39 Uhr
Vielen Besuchern ist das SEZ noch als einmalige Konstruktion in Erinnerung. Doch nun verfällt der ehemalige DDR-Vorzeigebau von innen. Und die Zukunft des Sport- und Erholungszentrums bleibt eine juristische Hängepartie.“
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/03/40-jahre-sez-berlin-ddr-sport-erholungszentrum.html

Evergreen

Klassiker:

The Incredible Herrengedeck – Berlin Stinkt! (official video)
Quelle; YT Link: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=LIPCaeB_hQ0

Alte Heizkessel und Raum für Kreative

Wir dokumentieren hiermit:

https://www.berliner-woche.de/lichtenberg/c-kultur/seit-20-jahren-gibt-es-den-foerderverein-museum-kesselhaus-herzberge_a303357

vom „15. März 2021 […]

Alte Heizkessel und Raum für Kreative

Seit 20 Jahren gibt es den Förderverein Museum Kesselhaus Herzberge

Auf 20 Jahre engagierte Arbeit kann der Förderverein Museum Kesselhaus Herzberge (MKH) in diesem Jahr zurückschauen.

Coronabedingt muss er allerdings auf größere Feierlichkeiten verzichten, informiert der Vereinsvorsitzende Peter Ameis. „2023 möchten wir zum 20. Jahrestag der Museumseinweihung die großen Feierlichkeiten mit vielen künstlerischen und kulinarischen Angeboten nachholen“, erklärt er.

Das Museum befindet sich im Haus 29 an der Herzbergstraße 79. Nach seiner Gründung gelang es dem Verein bis 2003 als Bauherr und Spendensammler, das alten Kesselhauses auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge wieder aufzubauen und zu restaurieren. Das Kesselhaus stammt aus dem Jahr 1893. Tatkräftig begleitet wurde man vom Verein Baufachfrau Berlin. Gewürdigt wurde das gemeinschaftliche Engagement schließlich mit der Ferdinand-von-Quast-Medaille. Damit zeichnet der Senat auf Vorschlag des Landesdenkmalamts jedes Jahr hervorragende denkmalgerechte Bauvorhaben aus.

Am 13. September 2003 eröffnete das Museum Kesselhaus Herzberge mit mehreren Dauerausstellungen. „Aus einer Ruine wurde ein kulturell vielseitig genutztes Industriedenkmal, welches inzwischen als Europäisches Kulturerbe eingestuft wird“, erklärt Peter Ameis.

Vor drei Jahren vollzog der Förderverein eine Neuausrichtung. Diese beinhaltet neben dem Erhalten noch mehr den Aspekt des Gestaltens. Das spiegelt sich auch in einem Ausblick auf die Zukunft wieder, den Peter Ameis gibt. „Unter zentraler Berücksichtigung der drei Generationen aus 100 Jahren Dampfkesselgeschichte soll das Kesselhaus auch als Begegnungsraum zur Erprobung neuer Lebenskonzeptionen im Angesicht einer herausfordernden Zukunft am Anfang des ‚kybernetischen Zeitalters‘ aufgebaut werden“, sagt er.

Dafür werde der Förderverein noch stärker junge Künstler[:innen] und Vordenker[:innen] unterstützen. Unter anderem soll auch ein entsprechendes Kulturprogramm angeboten werden. Außerdem möchte der Verein sich weiterhin als Einsatzstelle für Menschen mit multiplen Arbeitsvermittlungshemmnissen engagieren.

„Leider war es auch nach 20 Jahren nicht möglich, einen Nutzungsvertrag mit dem Besitzer, dem Krankenhaus abzuschließen“, berichtet Peter Ameis. „Nach wie vor sind wir auf dem Gelände nur geduldet, woraus sich zunehmend Nachteile entwickeln. Es fehlt die langfristige Perspektive, was bei der Umsetzung unserer hochgesteckten Ziele nicht nur in der Berliner Verwaltung ein Hindernis ist. Auch gelingt es dem Förderverein nicht immer im gewünschten Maße, Zukunftsperspektive für seine großartigen Kooperationspartner[:innen] zuzusichern.“

Deshalb hoffe man, dass mit Hilfe von Senat, Bezirksamt, dem Berliner Zentrum für Industriekultur (BZI), der Denkmalpflege und weiteren Partnern, die alle den Verein bisher im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen, endlich Bewegung in die Sache kommt und ein Nutzungsvertrag abgeschlossen werden kann.

Momentan ist das Museum geschlossen. Weitere Informationen unter www.museumkesselhaus.de und kontakt@museumkesselhaus.de.“

Quelle: https://www.berliner-woche.de/lichtenberg/c-kultur/seit-20-jahren-gibt-es-den-foerderverein-museum-kesselhaus-herzberge_a303357
Abgerufen am 19.03.2021.

Wir gratulieren dem Verein zu seinem Bestehen.

Auszug aus dem Programm des Kesselhauses Herzberge:
„sämtliche Veranstaltungstermine Corona-bedingt unter Vorbehalt
16.05. Internationaler Museumstag ab 11:00 Uhr Link
16.05. Jubiläumsfeier im kleinen Kreis ab 18:00 Uhr
10.07. Art-Festival „preserve memories – provide energy“
12.09. Tag des offenen Denkmals ab 11:00 Uhr
23.10. Festival „Borsig Amp Fest“"
Quelle: http://www.museumkesselhaus.de/
Abgerufen am 19.03.2021.

Zum Borsig Amp Fest, siehe (FB): https://www.facebook.com/Borsig-Amp-Fest-421813471888877/

the future is unwritten


yaya23 records 22.99_ invisibleZMK – “ thefuture “
Link (URL): https://www.youtube.com/watch?v=AJLJxBFFUtY

stay tuned

Eskalation in der Rigaer Straße 94 verschoben nicht aufgehoben

Wir dokumentieren hiermit:

„Mieter[:innen]Echo online 11.03.2021

Eskalation in der Rigaer Straße 94 verschoben nicht aufgehoben

Der für den 11. und 12. März geplante Großeinsatz der Polizei im Hausprojekt Rigaer Straße 94 in Friedrichshain ist kurzfristig verschoben worden. Eigentlich hätte die Maßnahme mit dem gestrigen Tag erledigt sein müssen. Eine Mitarbeiterin des Bezirksamts Kreuzberg/Friedrichshain hatte am 9. März in Absprache mit den Hausbewohner/innen die Brandschutzsituation in der Rigaer Straße 94 inspiziert. Es wurden Mängel festgestellt, die schnell behoben werden können. Die Brandschutzinspektion fand ohne Polizeibegleitung statt und war unspektakulär. Doch das passte denen nicht, die die Bewohner/innen des Hausprojekts mit der Begründung des Brandschutzes räumen wollen. Daher ist die angekündigte Eskalation um die Rigaer Straße 94 nur aufgeschoben. Die Briefkastenfirma Lafone Investments Limited, die mit mehreren Räumungsklagen gegen Bewohner/innen der Rigaer Straße 94 vor Gericht gescheitert war, weil sie die rechtlichen Formalitäten nicht erfüllte, will weiterhin das gesamte Haus betreten und fordert dafür Unterstützung von Polizei und Politik. Vor allem SPD-Innensenator Andreas Geisel hat in den letzten Tagen in den Chor von CDU und AfD eingestimmt und fordert eine harte Haltung gegen die Bewohner/innen des linken Hausprojekts. Geisel griff auch den Bezirksbaustadtrat Florian Schmidt (Grüne) an, weil er die mit der Brandschutzbegehung des Bezirks seine Eskalationsstrategie behindert. Unabhängig von diesen parteipolitischen Streit haben am 4. März auf einer Pressekonferenz Nachbar/innen und Stadtteilinitiativen aus Friedrichshain zu einem Ende der angekündigte Eskalation aufgerufen.

Brandschutz darf kein Vorwand für Räumung sein

Auf der Pressekonferenz wurde ein von ca. 20 Hausprojekten, Mieter/innen und Initiativen aus Friedrichshain unterstützter Aufruf vorgestellt, in dem davor gewarnt wird, den Brandschutz zum Vorwand für eine Räumung des Hauses zu nutzten. Ein Vertreter der Bezirksgruppe Friedrichshain der Berliner Mietergemeinschaft (BMG) begründete, warum sie den Aufruf unterstützt. Es gehe nicht darum, dass man mit allen einverstanden ist, was von dem Hausprojekt Rigaer Straße 94 geschrieben und gemacht wird. Es gehe vielmehr darum, dass die Bewohner/innen ein Teil der Nachbarschaft im Friedrichshainer Nordkiez sind. Dabei verwies das Mitglied der Bezirksgruppe der BMG darauf, dass das Hausprojekt Rigaer Straße 94 im Stadtteil als Gentrifizierungsbremse wirkt. Eine Räumung würde auch den Weg frei machen für die Realisierung von Investorenträumen, wie sie in deren Hochglanzprospekten zu sehen sind. Dort sind keine bunten Wände, kein Hausprojekte, aber auch keine Mieter/innen mit wenig Einkommen zu sehen. „Wer in einen solchen Stadtteil nicht wohnen will, muss sich jetzt gegen die angekündigte Esskation rund um die Rigaer Straße 94 stellen,“ endete der Beitrag. Diese Forderung ist nach der bezirklichen Brandschutzbegehung noch aktueller. Am 10 März fand in unmittelbarer Nähe des Hauses ein Solidaritätskonzert mit ca. 300 Teilnehmer/innen statt.“

Quelle: https://www.bmgev.de/mieterecho/mieterecho-online/brandschutz-rigaer-str/
Abgerufen am: 14.03.2021

Siehe auch: https://enoughisenough14.org/2021/03/08/berlin-friedrichshain-north-quarter-a-neighborhood-under-siege-rigaer-94/
Rigaer94 on twitter: https://twitter.com/rigaer94
Website of the houseproject: https://rigaer94.squat.net/
More on squat net: https://en.squat.net/tag/rigaer94/

+++

„Mieter[:innen]Echo online 28.01.2021

Der Geist der »Mainzer« lebt heute auch weiter in der Protestkultur für eine soziale Wohnungspolitik

Nur wenige Wochen nach der Vereinigung wurde die Räumung von zwölf besetzten Häusern in Berlin-Friedrichshain im November 1990 von einem Teil der Ostberliner Bevölkerung auch als Warnung empfunden, dass von nun an Eingriffe in das kapitalistische Eigentumsrecht nicht mehr geduldet würden. Der Historiker Jakob Saß ist Mitherausgeber des Bildbands „Traum und Trauma. Die Besetzung und Räumung der Mainzer Straße 1990 in Ostberlin“.
MieterEcho online hat sich mit ihm unterhalten:

Was hat Sie an den Ereignissen vor 30 Jahren interessiert?

Jakob Saß: Im Frühjahr 1990 besetzten einige, vor allem Westdeutsche, aus reiner Wohnungsnot leerstehende Häuser in Ostberlin. Viele andere sahen die Besetzungen als Mittel zum Kampf gegen die befürchtete Gentrifizierung im Zuge des Vereinigungsprozesses. Die westdeutsche Autonomenzeitschrift »Interim« warnte zum Beispiel im April 1990 in einem Besetzungsaufruf vor »Wohnraumzerstörung«. Eine Westberliner »Sanierungsmafia« wolle mit Hilfe der ostdeutschen Kommunalen Wohnungsverwaltung die türkische Bevölkerung von Kreuzberg nach Friedrichshain umsetzen, um Kreuzberg »attraktiv« zu machen. Kurz darauf besetzten West- und Ostdeutsche zehn leerstehende, zum Abriss vorgesehene Häuser in der Mainzer Straße, zwei weitere folgten später. Es war das erste große Projekt [des] Zusammenlebens nach dem Mauerfall, wie es der ehemalige Besetzer Freke Over in unserem Buch beschreibt.

Sie stellen im Vorwort des Buches die Frage, warum das Trauma der Räumung nicht aufgearbeitet wurde. Haben Sie eine Antwort gefunden?

Jakob Saß: Das liegt vor allem daran, dass es nach der Räumung der Mainzer praktisch keine gesellschaftliche, politische oder juristische Aufarbeitung der Ereignisse gegeben hat. So überlebten auf linker wie auf staatlicher Seite bis heute stereotype Feindbilder wie „brutale Bullen“ versus „tötungsbereite Chaoten“ und Mythen um die Ursachen und den Ablauf der Eskalation. Die Räumung zerstörte zudem nicht nur einen Traum von einem Kollektiv außerhalb der kapitalistischen Leistungsgesellschaft sondern ganze Existenzen.

Was ist an der Geschichte der Räumung nach über 30 Jahren noch aktuell?

Jakob Saß: Die Räumung der »Mainzer« im November 1990 steht noch heute symbolisch für die anhaltenden Konflikte der Berliner autonomen Szene mit Politik und Polizei. Diese Konflikte sind im letzten Jahr, zufälligerweise genau 30 Jahre später, durch die Räumungen der Neuköllner Kollektivkneipe »Syndikat« am 7. August 2020 und des querfeministischen Hausprojektes »Liebig 34« am 9. Oktober 2020 wieder hochaktuell geworden. Das gilt auch für mich persönlich, da ich im Friedrichshainer Nordkiez wohne.

AutorInnen des Buches diskutieren am 4. Februar mit ZeitzeugInnen und AktivistInnen aktueller MieterInnenkämpfe. Sehen Sie aktuelle politische Implikationen angesichts von Wohnungsnot und einer in Berlin aktiven Mieterbewegung?

Jakob Saß: Der Geist der »Mainzer« lebt heute auch weiter in der Protestkultur für eine sozialere Wohnungspolitik und städtische Freiräume. Nicht zuletzt könnte man es als Erfolg der BesetzerInnen sehen, dass »ihre« Häuser in der Mainzer Straße und überall in Berlin eben nicht durch Abriss aus dem Stadtbild verschwanden. Paradoxerweise stechen heute die ehemals besetzten Häuser in der Mainzer Straße nach aufwendiger Sanierung besonders hervor – und stehen mit ihren hohen Mieten symbolisch für die Gentrifizierung im Kiez.

Das Buch „Traum und Trauma. Die Besetzung und Räumung der Mainzer Straße 1990 in Ostberlin“ ist im Ch. Links Verlag erschienen, hat 144 Seiten und kostet 20 Euro.
Die Fachschaft Geschichte der FU Berlin organisiert am 4. Februar ab 19 Uhr eine digitale Buchvorstellung mit AutorInnen des Buches, ZeitzeugInnen und aktuellen Berliner MietenaktivistInnen. Hier ist der Link zum Livestream. https://www.youtube.com/watch?v=8BsiK3Xum1Y “

Quelle: https://www.bmgev.de/mieterecho/mieterecho-online/mainzer-str-revisited/
Abgerufen am 14.03.2021

Siehe auch: https://www.bmgev.de/mieterecho/archiv/2021/

Und es geht doch…

Geht nicht gibts nicht…
Hier ein paar wenige, halbwegs, „positive“, aktuelle Beispiele:

„Berliner Kultur und Sport: 7,5 Millionen Euro für kommunale Einrichtungen“ (sind ein Tropfen auf den heißen Stein)

Siehe: https://abendblatt-berlin.de/2021/03/03/berliner-kultur-75-millionen-euro-fuer-kommunale-einrichtungen/

„Die Gewinner kommen aus den Bereichen Sport und Kultur – das ehemalige Gelände auf dem Spreepark im Plänterwald wurde gleich doppelt bedacht. 1,44 Millionen Euro erhält die Grün Berlin Gmbh, um die Sanierung des Riesenrades hier umzusetzen. Weitere drei Millionen Euro gibt es für die Sanierung der benachbarten Werkhalle auf dem Gelände, damit diese in Zukunft als Kulturzentrum genutzt werden kann.

Zuschuss fürs Stadion Hakenfelde

Im Bereich Sport sieht das Bundesprogramm in diesem Jahr eine Unterstützung von 500.000 Euro für die Sanierung des Umkleidegebäudes im Stadion Hakenfelde vor. Und 2,5 Millionen Euro spendiert der Bund schließlich für die Sanierung und Erweiterung der „KultSchule“ in der Lichtenberger Sewanstraße. In diesem stark reparaturbedürftigen Haus proben schon seit Jahren Chöre und haben einige Kulturvereine wie der deutsch-russische Lyra e.V. oder der Verein der Vietnamesen in Berlin und Brandenburg e.V. ihre Büros und Treffpunkte.

Hohe Ausfallquote wegen Formfehler

In der aktuellen Runde bezuschusst der Bund 240 Projekte im Volumen von 400 Millionen Euro. „Trotz dieses Erfolgs für die vier Projekte und für Berlin blicke ich mit etwas Nachdenklichkeit auf die Tatsache, dass aufgrund von Formfehlern in den Anträgen der Senatsverwaltung für Inneres und Sport es elf Projekte nicht bis in die endgültige Auswahl geschafft haben. Das ist eine sehr überdurchschnittlich hohe Ausfallquote“, fasst Klaus-Dieter Gröhler (CDU), zuständiger Berichterstatter im Haushaltsausschuss eine Bilanz der aktuellen Ausschüttung des Bundesprogramms zusammen.

Allein in den letzten Förderrunden der Jahre 2019 und 2020 waren bereits 15,8 Millionen Euro in zahlreiche Projekte geflossen. Der Bau eines Veranstaltungssaals im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, die Sanierung und Umnutzung des Schoeler-Schlösschens in Wilmersdorf und die Sanierung der Außenbecken am Kombibad Spandau-Süd gehörten dazu.

Datum: 3. März 2021, Text: red, Bild: imago images/Sabine Gudath“

Quelle: https://abendblatt-berlin.de/2021/03/03/berliner-kultur-75-millionen-euro-fuer-kommunale-einrichtungen/
Abgerufen, am 13.02.2021

„Die Gewinner“(:innen)… soso. Das klingt bisweilen echt zynisch.
Klar wird auch dabei wieder, wie blöd die Vergabeverfahren – der (Geld)Mittel – laufen und wie abhängig die verschiedenen Projekte von politischer „Gunst“ und „Mißgunst“ sind.
Noch deutlicher ist das ja im Bereich der bundesweit eingefrorenen Gelder (Bundesmittel) für Bildungsarbeit gegen Rechtsradikalismus (die „schwarze Null“ lässt grüßen) und das schon seit „vor-Corona“-Zeiten.
Vgl. z.B. (alte Nachrichten): https://www.zeit.de/online/2006/38/Programme-Rechtsextremismus?utm_referrer=https%3A%2F%2Fduckduckgo.com%2F
https://taz.de/Projekte-gegen-Rechtsextremismus/!5039833/
https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/giffey-streicht-anti-nazi-projekte-wieviel-geld-braucht-der-kampf-gegen-rechts/25115728.html
Oder vgl. z.B. vorenthaltene Steuerbefreiungen für gemeinnützige Organisationen, wie Attac und die VVN-BDA: https://berlin.vvn-bda.de/2021/03/pressemitteilung-kein-freistellungsbescheid-zur-gemeinnuetzigkeit-jetzt-auch-fuer-berliner-vereinigung-der-verfolgten-des-naziregimes-bund-der-antifaschistinnen-e-v-vvn-bda-e-v/

+++

Immerhin gibt es manchmal auch scheinbar gaanz laangsaame fortschrittliche Vorwärtsbewegungen… und hoffentlich keine doppelte Rolle rückwärts…

„Platz für Kita und Freizeiteinrichtung
Grundstück an der Hauptstraße [in Berlin Lichtenberg] für Gemeinbedarfszwecke gesichert“

Siehe: https://www.berliner-woche.de/rummelsburg/c-soziales/grundstueck-an-der-hauptstrasse-fuer-gemeinbedarfszwecke-gesichert_a299138

„Die Anzahl der Menschen, die im Bezirk leben, wächst stetig. Das ist vor allem auch in Rummelsburg zu beobachten. Doch was fehlt, sind Einrichtungen der Infrastruktur: Schulen, Kitas, Kinder- und Jugendklubs und Kulturangebote.

In den Neubauten entlang der Rummelsburger Bucht wohnen bereits Hunderte Familien. Und geplant sind weitere Neubauten. Mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung ist die Bezirkspolitik bestrebt, landeseigene Grundstücke für sogenannte Gemeinbedarfsflächen zu sichern. Das gelang inzwischen bei einem Teil des Grundstücks an der Hauptstraße 8 […].

Das Grundstück, auf dem sich früher ein Gefängnis befand, wurde lange als möglicher Standort für eine Schule vorgehalten. Nach der Zusage des Senats, die Schule nebenan zu bauen, stellte die Linksfraktion im Sommer 2018 den Antrag, dass die Hauptstraße 8 vom Bezirksamt für Gemeinbedarfszwecke gesichert werden sollte. Mit Blick auf den Mangel an Infrastruktur, beschlossen die Verordneten diesen Antrag dann auch.

Das Grundstück wurde komplett von der Berliner Immobilien Management GmbH (BIM) verwaltet. Wie der Bürgermeister mitteilen kann, gelang es, eine 1307 Quadratmeter große Teilfläche mit einem dreigeschossigen Gebäude für Gemeinbedarfszwecke zu sichern. Sie befindet sich im Fachvermögen des Jugendamts für die Nutzung als Kita und Jugendfreizeiteinrichtung. Der Rest des Grundstücks ist Teil des Sondervermögens Immobilien des Landes Berlin und wird ebenfalls von der BIM verwaltet. „Der Bezirk bemüht sich aktuell, einen Teil davon als Spiel- und Sportfläche zu erhalten“, berichtet der [Bezirks]Bürgermeister.

Weniger erfolgreich war das Bezirksamt indes bei seinen Bemühungen, die Immobilie an der Marktstraße 13 zu sichern. In dem Gebäudekomplex befanden sich früher unter anderem eine Ingenieurschule und eine Feuerwehr. Auch hier wäre denkbar, dass unter anderem eine Kita sowie Jugend- und Kulturprojekte Räume nutzen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Verordneten im Sommer 2019.

Verwaltet wird auch diese Immobilie von der BIM. Allerdings meldete das Land Berlin bereits Eigenbedarf an. Vor einem Jahr formulierten freie Träger aus dem Bezirk ihrerseits eine Interessenbekundung, dass sie an der Marktstraße ein Soziokulturelles Zentrum eröffnen wollen. Diese leitete Bürgermeister Grunst an die BIM weiter und befürwortete von Seiten des Bezirks das Vorhaben.

Doch die BIM machte deutlich, dass sie die Marktstraße 13 als Verwaltungsstandort herrichten möchte und dass ein dringender Bedarf an mehr Büroräumen bestehe. Deshalb könne man die bezirklichen Belange an dieser Stelle nicht berücksichtigen. Bislang hat der Portfolioausschuss, der in solchen Fällen das letzte Wort hat, noch nicht abschließend entschieden.“

Quelle: https://www.berliner-woche.de/rummelsburg/c-soziales/grundstueck-an-der-hauptstrasse-fuer-gemeinbedarfszwecke-gesichert_a299138
Abgerufen am 13.02.2021

Unserer Ansicht nach sollte sich die BIM schleunigst einen anderen, besseren, neuen „Verwaltungsstandort“ suchen. Es gibt schließlich mehr als genug großflächigen und großräumigen Leerstand in ganz Berlin, wie alte Industriestandorte, z.B. ehem. Fabrikgelände in Treptow-Köpenick u.v.m..

14.3. Demo gegen Verdrängung an der Rummelsburger Bucht

„„Demonstration gegen Verdrängung an der Rummelsburger Bucht und Spaziergang zu Orten von Marginalisierung gestern und heute!“

Sonntag 14.03.2021 | 14:00 Uhr | Hauptstraße Ecke Kynaststraße

Twitter Hashtags: #b1403 #BuchtFürAlle

Twitter Accounts: @t4mike_berlin

Seit Jahren kämpfen verschiedene Menschen für den Erhalt der letzten Wohn-, Kultur- und Freiräume an der Rummelsburger Bucht. Doch trotz tausender Unterschriften und zahlreicher Demonstrationen wird die Kritik am Bebauungsplan „Ostkreuz“ von der Berliner Landes- und Bezirkspolitik ignoriert. Statt einer gemeinwohlorientierten  Stadtentwicklungspolitik werden durch Intransparenz,  rückgratlose Senats- und Bezirkspolitiker*innen und organisierte Verantwortungslosigkeit nur die Interessen von Großinvestor*innen wie Padovicz, Investa, Groth Gruppe und  Streletzki durchgesetzt, um eine profitorientierte Stadt zu schaffen, in der wir nicht mehr leben wollen.

Deswegen laden wir am 14. März ab 14 Uhr  zu einer Demonstration um das Entwicklungsgebiet „Ostkreuz“.

Außerdem werden wir vom geräumten Camp der Obdachlosen zum ehemaligen Berliner Arbeitshaus an der Rummelsburger Bucht gehen, um uns mit einen der Aktivist*innen der Initiative „Marginalisierung gestern und heute“  über die Brüche und Kontinuität von Ausgrenzung und Marginalisierung zu informieren.

Anschließend soll es an der Ecke Kynaststraße/Hauptstraße ein Konzert geben. Die Aktionen sind Teil der Mobilisierung zum europaweiten Mietenaktionstages, der am 27.3. stattfindet.

Gegen den Ausverkauf der Rummelsburger Bucht! Gegen Verdrängung und Gentrifizierung! Gegen hochpreisige Eigentumswohnungen und Aquarien für Tourist*innen. Eine Bucht für Alle!“

Quelle: https://demotickerberlin.blackblogs.org/?p=586
Abgerufen am 12.03.2021

https://asanberlin.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/864/2021/03/b1403.jpg
Bildquelle: https://asanberlin.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/864/2021/03/b1403.jpg

Laufende Infos in Berlin

Trotz Corona-Pandemie immer gut informiert und in Bewegung bleiben… :)
Infochannels (links/urls/&telegram), für echte Freiräume in Berlin:
Allgemeiner Demoticker für Berlin – https://demotickerberlin.blackblogs.org/ – https://t.me/demotickerberlin
Interkiezionale – https://t.me/interkiezionale
Meuterei – https://t.me/meutenews
Syndikat – https://t.me/syndikat44
Potse & Drugstore – https://t.me/drugstoreundpotseinfochannel
Köpi & Wagenplatz – https://t.me/KopiNewsBerlin
Antifa Demos Berlin – https://t.me/antifademosberlin
Sowie Stressi, sowieso immer: https://stressfaktor.squat.net/ ;)

Achtet bei allen Demos, Kundgebungen, Mahnwachen usw., immer auf ausreichend Abstand und eure Umgebung, tragt die richtigen Masken usw.. Bleibt gesund, haltet euch fit, seid solidarisch und bleibt achtsam. Take care, be aware.
Der Kapitalismus ist die Dauerkrise. Die Coronakrise gemeinsam und solidarisch überwinden.

Nuisance 666

Link: https://www.mixcloud.com/nuisance666/yaya23-tribute-vinyl-mix-feb2021/listeners/