Archiv « Musik Braucht Freiräume – MBF – Berlin – *www.mbf.space*

Archiv der Kategorie '2018'

Sept. 21. Efeunox @ Schwester Martha

21.9.2018efeunox@rauchhaus-bln-xbrg

Efeunox
Wild dancing party by E.L.F. & LTC
with: Chantal_Cyberrise/E.L.F., Re;not & Nir Mint_A.T.N.T./Cyberrise, Desoterik_Teknosquat, Additive_SLIM .label //
Powered by Yaya23 Soundsystem

date & time: Friday, 21 September, 2018 – 23:00

at: Schwester Martha (Ex-RXXXhhaus), Mariannenplatz 1A, 10997 Berlin, germany

link: https://radar.squat.net/en/event/berlin/stressfaktor/2018-09-21/efeunox

short url: https://squ.at/r/68cq

location: https://radar.squat.net/en/node/1690

https://www.openstreetmap.org/way/37739112
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Antirepressiver Aufruf 2018

Vor zwei Monaten hat es wieder befreundete Soundsysteme aus Berlin, Bremen und anderswo, bei bzw. nach einer Freeparty in Tschechien (CZ) erwischt.
Sie wurden von undercover Agents ausgespäht und ihre Technik wurde von Robocops „beschlagnahmt“, also geklaut. Es kann dafür von einer Zusammenarbeit mit deutschen Verfolgungsbehörden ausgegangen werden. Dazu hatte die Repressionstruppe extra spezielle technische „Experten“ mit dabei. Sie waren also gut vorbereitet und es wurden gezielt politisch aktive Soundsysteme angegriffen. Ein Angriff auf eines, wie eine*n ist allerdings immer ein Angriff auf – uns – alle. Seid darum stets grundsätzlich Solidarisch dagegen und demonstriert Eure Unterstützung, auf allen Ebenen, in allen Bereichen, selbst den kleinsten, spendet z.B. bei Solipartys o.ä.. Zeigt allen die sich entsolidarisieren den Stinkefinger. Haltet dicht und haltet zusammen, denn allein machen sie dich ein. Schlagt dem Repressionsapparat ein Schnippchen, macht kreative Aktionen. Achtet auf Euch und Eure Freund*innen sowie weitere Ankündigungen, für Solis u.v.m..

MBF ist und bleibt antagonistisch

MBF ist und bleibt antagonistisch

Laut der Polizei und Versammlungsbehörde hätten sich (Mit)Veranstalter*innen der Fete de la Musique 2018 mal wieder bei ihnen über uns, die – Musik Braucht Freiräume – MBF-Aktion/Versammlung/Demo, beschwert, weil sie nicht „damit“, sprich mit uns verwechselt werden wollten. Weil sie Angst hätten, daß eventuelle andere Beschwerden auf sie zurückfallen könnten und sich dann gegen „die Fete“ richten würden, die ja schon so frei und gut wäre, den Menschen doch soviel an Freiheiten bieten würde und was wir denn eigentlich noch wollen würden … . Hmm, mal überlegen, was noch? Da war doch was, den ganzen Kuchen, die ganze Bäckerei, alle Bäckereien, die Rührmaschinen, die Rohstoffe, ach ja, genau das wars, ist doch ganz einfach Leute:
„ALLES FÜR ALLE!“.

Im Wortlaut, hätten sie sich sogar explizit darüber beschwert, daß unsere Versammlung erlaubt und polizeilich angemeldet sei und wir diese dreisterweise, ortsnah zu einer offiziellen Veranstaltung der Fete durchführen würden. Es wäre angeblich sogar geprüft worden ob unsere, durch ein Grundrecht, nämlich das Versammlungsrecht geschützte, Kundgebung (die wir nun auch fast schon eine Mahnwache nennen könnten) nicht auch einfach hätte verboten werden können.

Wir könnten darüber nur noch lachen, wenn es nicht eh schon so traurig wäre. Doch davon lassen wir uns die politische Sache und den Spaß nicht nehmen. Dann doch erst recht!
Denn wir wissen, daß sich die Beschwerdeführer*innen und ihre beflissenen, im vorauseilenden Gehorsam handelnden, meistens weder mit unserer Aktion noch mit der eigentlichen politischen Sache beschäftigt haben und selbst bei ihrem eigenen Zeug meist nur die Hälfte von dem Verstehen, was sie da – dialektisch gesehen – eigentlich machen. D.h. nämlich z.B.: „Lohnarbeit und Kapital1“ etc. pp..

Wir waren tatsächlich auf einam alten ehem. Sportplatz, in der Rummelsburger Bucht am/Nähe Ostkreuz.
Daneben sind ein teures Neubauareal, eine neue Straße, ein reiches Wohngebiet, auf der Halbinsel und am ehem. Knast sowie der neue Bahnhof Ostkreuz und vorübergehend ein kleiner Club (die Rummelbucht), neben einem Schrauber*innen-Wagenplatz, an der Hauptstraße in Berlin Lichtenberg.
Btw.: Das Gelände neben dem Club war zeitweilig, vor ein paar Jahren mal kurz besetzt, als die Wagengruppe Rummelplatz ein neues Gelände suchte und damit politisch auf sich aufmerksam machte, doch ähnlich der allgemeinen „Berliner Linie“, die gegen alle Arten von „Besetzungen“ gerichtet ist und eine Räumung innerhalb von 24h vorsieht, war auch der Platz schnell wieder von der schnöden Bildfläche der Spießer*innen verschwunden.

Mit den direkten Nachbar*innen, dem Schrauber*innenplatz, Anwohner*innen an der alten Hauptstraße sowie Menschen in Zelten, auf dem Grundstück und Wasserbewohner*innen, Hausbootmenschen und Floßliebhaber*innen und Passant*innen, haben wir uns entgegen der sonstigen Unkenrufe sehr gut verstanden und hatten großen Spaß zusammen.

Die offizielle Fete de la Musique (FdlM) war in Berlin bis 2018 Teil einer sog. Nichtregierungsorganisation (NRO), einer teilweise freien, privaten Organisation, die z.T. ehrenamtlich, aber entgeldlich, auf Honorarbasis, für das Land, via Zuschüssen und allgemeiner den „guten Zweck“, gearbeitet hat.

Aus Lotterieeinahmen der „staatlichen Klassenlotterie“ und wurden und werden z.B. die horrenden GEMA-Gebühren finanziert.

Seit 2018 trägt nun der Kultursenat und sein Senator höchstselbst die Fete und ist damit Hauptausrichter geworden. Hauptstandort der Fete in Berlin war diesmal sogar Lichtenberg, wo wir auch ganz zufällig mit unserer Kundgebung – jedenfalls von der Standortlogik her gesehen – mit dabei waren. Denn das Gelände auf dem wir uns befanden grenzt unmittelbar an Friedrichshain-Kreuzberg an, wo wir sonst meistens waren (Friedrichshain). Obwohl sich der Wagenplatz Scheffelstraße z.B., von dem wir öfters gerne mit unserer Nachttanzdemo gestartet sind auch schon in Lichtenberg befindet.

Von offizieller Seite war und ist es schon immer so, daß stets versucht wurde und wird uns in den normalen Fetenbetrieb (das Spektakel (des Kapitals)) mit aufzunehmen, quasi „integrieren“ bzw. „assimilieren“ zu wollen. Anfragen, doch „vernünftig“ zu werden und uns zu „legalisieren“ oder uns doch „ordentlich“ also ordnungsamtlich und nicht polizeilich anzumelden gab es schon viele. Nicht zuletzt bei einem internen Diskussionstreffen mit den ehemaligen/vormaligen Veranstalter*innen und Organisator*innen der offiziellen Fete.
Dann wäre jedoch der Charakter unserer Veranstaltung ganz grundsätzlich ein anderer bzw. unser Prinzip ginge verloren und ohne das gibt es nunmal kein MBF. Basta!

Gegenüber unserer radikalen Kritik und dem Protest, z.B. gegen die GEMA, wurde und wird meistens nur Unverständnis, von Seiten der öffentlichen Veranstaltenden der Fete geäußert. Von Inklusion oder Umdenken also keine Spur. Das alles gibt uns nur mehr Gründe genau das zu machen was wir machen. Denn nicht umsonst sind wir solidarisch mit mindestens einem Teil von alternativer Szene und linker Subkultur verbunden und verbinden unsere Aktionen stets politisch mit mehr als „nur“ Musik, wobei Musik für uns einer der wichtigsten, künstlerischen, Ausdrücke all dessen was Menschen bewegt überhaupt – Kultur, seit Beginn der Menschheit – ist.

Bei einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung im Mensch Meier, vor ein paar Jahren, stand sogar schon offen zur Debatte, ob nicht in Zukunft Freepartys und Teknivals „angemeldet“ werden sollten, weil Städte wie Leipzig und Dresden sowas mittlerweile auf/für, zugewiesene/n Flächen, anbieten würden. Noch mehr Zurichtung nennen wir das. So ein falsches Spiel spielen wir nicht mit.

Das sachwalterische und den sachzwängen unterworfene Verhältnis jedoch, der normalen, bürgerlichen Festorganisation in Berlin, das Anbiedern der Helfershelfer*innen an den Staat- und die Gesellschaft des Kapitals und seines Spektakels lässt kein (wirklich) freies Denken und Handeln, keinen freien Kunst- und Musikbegriff zu.

Denn es ist der ihm innewohnenden, systemimmanenten, sich mit den Widersprüchen (Antagonismen) selbst nicht auseinandersetzende Starre, der einzementierten Strukturen geschuldet, daß diese weder hinterfragt noch gar kurzzeitig – temporär2 zumindest, wie wir es tun – aufgebrochen werden.

Deswegen freut es uns sehr, daß bei unserer Kundgebung, nicht nur gute, freie Musik gemacht und gespielt werden konnte und alle Leute sehr viel Spaß hatten, sondern ganz besonders, daß ein paar sehr nette Menschen reden und von ihren sozialen Kämpfen und Konflikten in Berlin, berichten konnten.

Darum ist – dialektisch betrachtet – MBF eine antagonistische Assoziation!

MUSIK BRAUCHT FREIRÄUME

Für mehr freie Menschen in freien Vereinbarungen – bildet kollektive Syndikate

The only good system is a soundsystem

Free music is not a crime

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MBF Kollektiv
11.08.2018
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www.mbf.space

Anderes 2018

Dal 2 al 5 agosto, nell’Appennino meridionale,

per tutto il paese di Katundi (Greci – 41°15’02.8″N 15°10’10.8″E)

si svolgerà la seconda edizione di Anderes.

Una fiera aperta a visionari di ogni dove per conoscere e condividere idee e pratiche alternative al non senso del circo commerciale.

Una rete di progetti diversi, laboratori, incontri, mostre, arti varie, concerti e serate danzanti per creare una comunità in festa che sperimenta sinergia tra la dimensione artistica e quella sociale.

Visit:
https://anderes2018.wixsite.com/anderes

Link: https://anderes2018.wixsite.com/anderes

Doku – Bilder & Redebeiträge 2018






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Geredet haben bei MbF 2018:

* The Cram – MbF-Kollektiv (Moderation)
* Christof Fringeli – DatacidePraxis Records
* (Aktionsbündnis A100 stoppen!)
* Eine Delegierte des Nordkiezplenums Friedrichshain
* Ein Delegierter der ehem. Friedel Neukölln
* Eine Sprecherin der Anwohner_inneninitiative gegen das Carre-Sama-Riga Friedrichshain
* Ein Sprecher der #besetzen Aktionsgruppe (https://besetzen.noblogs.org/)

Gespräche und Diskussionen am Rande und Mittendrin gab es u.a. mit:
* Floßmenschen, Hausbootbewohner*innen
* Anwohner*innen, Nachbar*innen (Hauptstraße)
* Passant*innen, Spaziergänger*innen
* Wagenplatzbewohner*innen
* Zeltbewohner*innen, Reisende, „fahrendes Volk“

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Schickt uns Eure Redebeiträge als Text oder Textdatei, per Mail oder Jabber/XMPP.

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Unsere Eröffnungsansprache 2018:

„Hallo!
Wir sind: MUSIK BRAUCHT FREIRÄUME – MBF

Uns gibt es seit 2010 als freien Zusammenschluß und selbstorganisiertes Kollektiv, einen bunten Haufen Menschen, politisch Aktiver, Kulturschaffender, freischaffender Künstler*innen, Selbstständiger, Arbeiter*innen, freier Musiker*innen, Graphiker*innen, Visualisierer*innen, Gestalter*innen, Discjockeys (DJ*s und DJanes), Verleger*innen, Autor*innen, Handwerker*innen und Sozialpädagog*innen, wie Sozialarbeiter*innen.

Wir sind heute hier, weil uns der Ort so gut gefällt, d.h. gefiel und wir seine Veränderung mit Schrecken beobachtet haben. Für uns war dieser Teil der Bucht so etwas wie ein Teil des Kiezes, ein Teil unseres Zuhauses, ein Teil der Orte die wir gern haben, zu denen wir gern kamen, zum Verweilen, Plaudern, Chillen, Pläne schmieden, glücklich sein.
Nun wird es hier wie überall anders werden. Anders, das müsste nicht immer gleich schlimm sein und was hier geplant ist, mag so manchen guten und lehrreichen Zweck haben (können). Schön ist z.B. das hier in der Gegend eine alte Knastanlage für etwas positives, wie das Wohnen, genutzt wird.
Es ist aber schon anders in dem negativen Sinne geworden, daß es hier nicht mehr so nett wildromantisch und frei ist.
Ein großer Teil des Ufers wurde bereits sichtbar begradigt und einbetoniert, andere folgten rasch, auf allen Seiten. Mit dem Beton kamen die Sanierungen und die Neubauten. Bald werden auch die alte Hauptstraße am Ostkreuz und der Eingang zur Stralauer Halbinsel nicht mehr wiederzuerkennen sein, so wie der Bahnhof Ostkreuz und die Gleisanlagen und zwar so, daß es keinen solchen Spaß mehr macht hier an einem schönen lauen Sommerabend hierhin zu kommen und einfach nur mal so spazieren zu gehen ohne den schalen Beigeschmack von Ordnungs- und Bebauungswahn dabei zu haben.
Das wäre aber alles noch nicht so schrecklich schlimm, wenn damit nicht seit Anfang an die Mietpreissteigerungen einhergehen würden, die das Leben hier für viele Menschen, wenn nicht gar die meisten, vorher hier lebenden, unmöglich machen und an den Stadtrand oder in Wohnsilos (manche sagen sogar „Wohnklos“) mit schlechter Isolation und dünnen Wänden verdrängen.

Insbesondere für Künstler*innen und freie Kulturschaffende ist das besonders hart. Denn als Künstler*in will Mensch sich eigentlich keinem Markt unterworfen sehen. Darum tuen sich die meisten auch so schwer damit sich zu vermarkten, sprich zu verkaufen.

Berlin verliert mit der zunehmenden Gentrifikation zusehends seinen zwischenzeitlichen jung-alten Charme, den es im Westen seit den 1970ern bekam und der sich im wilden Osten in den 1980ern ebenfalls zu entwickeln begann und in den 1990ern vollends herüberschwappte. Die Gentrifizierungswelle hat das nun nach und nach abgeräumt. Darum können wir es nur immer wieder betonen: Es gibt keine „Politik“ auf die Ihr Euch verlassen könnt, außer Eure EIGENE. Darum: Stellt EUREN eigenen selbstorganisierten Widerstand dagegen. Wie auch immer – kreativ – der aussehen mag. Just do it.

Wir erteilen deswegen hiermit erneut dem Kommerz, dem Kapitalismus und der Gentrifizierung sowie der Vereinnahmung der „Fete de la Musique“ durch (den Staat und) die Gesellschaft des Kapitals, eine symbolische Absage und lassen an diesem Tag die Musik, lauter und deutlicher als wir es allein können, gemeinsam, mit für uns sprechen.

There’s no good system, only soundsystem.

So, let’s go!“

Achjah, patriotischer bis nationalistischer Blödsinn, wie eine sog. Fußball-Weltmeisterschaft oder anderer Quatsch, Brot und Spiele haben uns noch nie sonderlich interessiert.

Die Revolution ist wunderbar, alles andere ist Quark.

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( https://facebook.com/musikbrauchtfreiraeume/ )

21. Juni MbF 2018

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21. Juni, MbF, 2018, politische Versammlung mit Musik und Redebeiträgen, Kundgebung, 12-24Uhr, Berlin, Ostkreuz, Rummelsburger Bucht, alter ehem. Sportplatz Kynaststraße, gleich neben dem Paul-und-Paula-Ufer.

Info Flyer für den Tag als PDF.

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Programm & Lineup 2018

:: politische Kundgebung mit Redebeiträgen u.a. von ::

> MbF
> Christof Fringeli
> Aktionsbündnis A100 stoppen
> Kiezmenschen aus Fhain
> Floating people
> u.v.m.

:: Audio navigation on free sonic waters :::

> Babz 22.99
>YaYa
> Dr kontra
> itzi
> Re;not & NirMint _live
> Control Delete
> PH1AxXcid crew_live
> Christoph Fringeli
> MuhaDib_live
> Mirage
> LRD_live

( https://facebook.com/events/203707473784228 )
( https://radar.squat.net/en/node/264508 )
( http://stressfaktor.squat.net/termine.php?day=2018-06-21 )
( http://www.xhain.info/termine/fetedelamusique.htm )

Latest infos 2018

Only sometimes we talk about weather

Die Polizei des Abschnitts64, vom Bezirk Lichtenberg von Berlin, in dem unsere Versammlung/Kundgebung stattfinden wird, informierte uns eben netterweise über eine bestehende „Unwetterwarnung“ für morgen! Das mit dem Wetter könnte zwar doof werden, aber mit Sommer-/Wärmegewittern ist derzeit ja oft zu rechnen. Siehe: https://www.wetter.de/deutschland/wetter-berlin-18228265/wetterbericht-morgen.html (vgl. https://www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_gemeinden/warnWetter_node.html?ort=Berlin%20-%20Lichtenberg)
Wir rufen darum alle eventuell möglichen Versammlungsteilnehmer*innen für morgen dazu auf, sich auf schlechtes Wetter vorzubereiten! ;) Nehmt also Regenjacken usw. mit und entscheidet selbst ob ihr das Risiko eingehen wollt.
Da wir aber sowieso davon ausgehen, daß unsere Versammlungsteilnehmenden alle eigenständige und mündige „Bürger“*innen sind, erwarten wir ohnehin, daß alle selbstverantwortlich handeln und sich alle, wie immer, schön darauf vorbereiten und z.B. ihr Trinkwasser selbst mitbringen. Manchmal ist so eine Dusche und Abkühlung, „von oben“, ja auch garnicht mal so schlecht, obwohl ja sonst nicht „alles Gute“ „von oben“ kommt, „von unten“ ist es ja auch nicht immer so einfach… u know.
Also, viel Spaß!
Bis morgen!

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Respect our environment – respect nature!
Respect the place
Mit unserer Kundgebung/Versammlung kritisieren wir u.a. auch:
- Die naturzerstörerische Bebauung des Ortes und die Umweltvernichtung in der Welt im allgemeinen, wie den Verlust des Erholungswertes in der Bucht, z.B. hier am Paul-Linke-Ufer.
Wir sind dabei zwar nicht unmittelbar gegen den Zweck, dem die Bebauung dienen soll (z.B. das Aquarium), aber den dem alles untergeordnet wird, also d.h. gegen die kapitalistische Verwertungslogik und die sog. Sachzwänge sowie prinzipiell gegen die Landschaftsverschandelung.
- Gentrifizierung – Gentrifikation.
- Die Vorgehensweisen und Vorgänge in der Stadt- und Landschaftsplanung sowie politische Entscheidungen über die Menschen hinweg.
- Den Verlust wertvoller Naherholungsgebiete für Mensch und Tier.
- Die Verdrängung von Nachbar*innen hier rund um das Ostkreuz und die Rummelsburger Bucht, wie an der Hauptstraße, hier gleich nebenan.
- Die Räumung (jede Räumung unterliegt einem Zwang) von Wohnungen und Wagenplätzen, wie dem hier neben uns an der Bucht.
- Die rein profitorientierte Handlungsweise von (bestimmten) Politiker*innen, Spekulant*innen, Investor*innen, Immobilienhandler*innen, Vermieter*innen, Eigentümer*innen, Besitzer*innen und anderen ausschließlich kapitalistisch handelnden Geschäftemacher*innen und deren Handlanger*innen.
- Die diskriminierenden und z.B. rassistischen Praktiken auf dem Immobilien- und Wohnungssektor, wie insgesamt den -“Markt“.

Darum gehen wir aber hier bei unserer Kundgebung/Versammlung gemeinsam vorbildlicher vor und vermeiden Müll. Wir sammeln unsere Reste ein und hinterlassen keinen Abfall. So wie es die gute Praxis bei z.B. (allen) Freepartys, Open Airs, Tekknivals u.a. Veranstaltungen unter freiem Himmel sein sollte.
Also: Nehmt euren Müll mit Leute.
Denn: Auch wenn sies nicht vermuten, wir sind die Guten. ;)
Respect existence or expect resistance!

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Bring your own drinks! There will be no public bar and no public food.
Keine Küfa, keine bar.
Bitte bringt, wenns geht, keine Glasflaschen mit, sondern z.B. Wasser, in Plastikflaschen o.ä., z.B. eigenen Trinkflaschen, die ihr wieder mitnehmt. Danke.
Denkt dran viel – Wasser – zu trinken, es wird so oder so heiß!

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and as always: check out your network

see also: https://facebook.com/musikbrauchtfreiraeume/ (if u want to)

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Zu vorangegangenen Protesten in der Rummelsburger Bucht (von anderen), vgl. z.B.:
https://www.taz.de/!5446155/
http://www.taz.de/!5475479/
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2017/09/an-der-rummelsburger-bucht-blueht-korallenwelt.html

* June 21. * MbF * 2018 * Berlin * Ostkreuz *

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GPS: 52.50103,13.47078

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21.06.2018 Berlin

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21.06.2018
Berlin
Rummelsburger Bucht
Ostkreuz
12-24Uhr
Versammlung
Kundgebung
Redebeiträge
Freie Musik
Livesets
Siebdruck
Infostände
u.v.m.

MbF Flyer 2018


MbF Infotel 2018

Here is our Infoline 2018:

0 0 – 4 9 – 1 5 7 – 3 – 5 – 9 – 2 – 1 – 5 – 8 – 8

Daytime only. No mailbox.

strangethings

Zum Ort der Versammlung 2018

Eröffnungsansprache 21. Juni 2018 – Versammlung – Kundgebung – Musik braucht Freiräume –
Rummelsburger Bucht Berlin Ostkreuz

In den Vorgesprächen mit Anwohnenden, Buchtnutzer*innen, Spaziergänger*innen, Passant*innen und den Verhandlungsgesprächen, zu der Fläche die wir angemeldet hatten, dem alten Sportplatz Kynaststraße, war u.a. von Seiten der DSK GmbH, die im Auftrag des Landes Berlin verwaltet und handelt, von schweren „Altlasten“ im Boden die Rede. Der Boden müsse darum teuer abgetragen und aufwändig saniert werden, vor dem Neubau usw.. Das hat also in der Vorgeschichte dieser Gegend u.a. mit dem vorm. Verladehafen in der Bucht und mit dem ehem. Glaswerk zu tun, an dem wir vor drei Jahren bereits eine Kundgebung gemacht und an dem damals (2015) unsere Nachttanzdemo gestartet ist.
Der Grund der Bucht ist also seit langem schwerst verseucht.
Damit haltlos verglichen wurden u.a. die vorübergehenden, oberflächlichen, kurzzeitigen sog. „Hinterlassenschaften“ der Menschen die z.B. am 21.6. dort (zufällig) vorbeikommen.
Des weiteren war u.a. die Rede von „Grundwassermeßstellen“, um die sich gesorgt werde. Diese sind notwendige Meßstationen zur Kontrolle der Wasserreinhaltung (Gewässergüte), des Grundwasserhaushaltes des Landes Berlin.
Gleichzeitig wurde aber schon zugegeben und ist hinlänglich öffentlich bekannt, daß die Gelände (Liegenschaften des Landes und der Bezirke Lichtenberg sowie Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin) an der Bucht des öfteren z.B. für aufwendige Filmproduktionen, mit mehreren schweren LKW sowie Festzelte, Showbühnen, Wanderzirkus- u.a. Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wurden und werden. Diese waren und sind zumeist wesentlich bis enorm aufwändiger und würden im Zweifelsfall, mit ziemlicher Sicherheit, noch mehr Schaden verursachen, wenn dort etwas passieren oder schiefgehen würde, wovon wir dabei wie hier aber natürlich nicht ausgehen möchten.
Obendrein und überhaupt war aber dieser spezielle Sport-Platz, schon vorher dazu bestimmt menschlichen, sozialen Zwecken und der Erholung, wie dem Breitensport, zu dienen. Ergo ist das der richtige Platz für unsere Kundgebung und Veranstaltung sowie Versammlung hier.

Die DSK hat nun versucht mit uns einen schriftlichen Vertrag dafür abzuschließen, daß wir unsere Kundgebung hier durchführen dürfen. Das war unzumutbar für uns und dem Aufwand nicht angemessen. Insbesondere darum weil das hier eine politische Versammlung und Veranstaltung ist, die darum polizeilich, also versammlungsbehördlich und nicht ordnungsamtlich angemeldet ist, was ein großer Unterschied ist, da es sich dabei um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit handelt, welches in der Verfassung der Bundesrepublik fest verankert ist und unserer Meinung nach eines der höchsten, schützeswertesten, sozialen und emanzipatorischen Errungenschaften der letzten hundert Jahre dieser Art von Zivilisation und in dieser Gesellschaft eines der wenigen guten Dinge für uns darstellt.
Das Recht auf freie Meinungsäußerung, ebenso in ihrer eigenen Art, ist wie die Kunstfreiheit für uns nicht verhandelbar.
Alles andere wäre rückschrittlich statt fortschrittlich, weil Zensur.

Darum zeigen wir hier und heute – wieder einmal symbolisch – wie es progressiv, musikalisch, experimentell, solidarisch, menschlich und sozial, vorwärts gehen kann.

Viel Spaß!

Flyer 2018

1flyer2018entwurf

Freie Musik, Kunst, Kultur 2018

An ein paar Tagen im Jahr, wie dem Tag der „Fete de la Musique“ oder dem sog. „Karneval der Kulturen“ maskiert sich Berlin als vorgeblich so weltoffene und freie Stadt. Das ist mehr trügerischer Schein als Sein, ein Mummenschanz. Das wissen und das kennen wir nur allzugut.
Mit wachsender Sorge, Unwohlsein und Wut beobachten wir die drängenden Veränderungen in unserer Stadt. Der Stadt in der wir seit vielen Jahren leben (wollen), wohnen und arbeiten (müssen). Dabei sollte die Lebenslust nie zu kurz kommen. Manchen lässt die soziale Schieflage, der Sozialraub, aber kaum noch die Luft zum Atmen, da braucht es erst gar keine ständigen großen „Abgasskandale“ und scheibchenweise „Enthüllungen“ oder anderen Schmu. Steigende Mieten, penibel gesäuberte und zwanghaft durchgeordnete Kieze tun da ihr übriges dazu.
Denn wir – international agierende Menschen mit Migrationshintergrund, aus der langjährigen zusammengewachsenen freien Musik-, Kunst- und Kulturszene Berlins und anderswos haben keinen Bock auf gentrifizierte, durchgestylte, abgehypte, pseudoliberale, teure Räume, mit obercoolem „urbanem Flair“. Wir machen uns unsere Stadt, wie unsere Kunst und Musik, selbst.
Freie Ateliers, Proberäume und offene Werkstätten sowie Orte zur Selbsthilfe müssen für alle bezahlbar und nutzbar sein. Inklusiv, statt exklusiv separativ segregativ, interkulturell statt assimilativ, integrativ statt abdrängend verdrängend sowie barrierefrei und würdevoll statt hürdevoll. Runter mit den Mieten. Für das Recht auf Stadt für alle. Stoppt alle Privatisierungen, wie die des Landes und öffentlicher Flächen in der Rummelsburger Bucht.
Wir brauchen und wir wollen vor allem mehr Freiräume und offene Räume sowie öffentliche Plätze und eine offene freie Gesellschaft, freier Menschen in freien Vereinbarungen, für alle, zu jeder Zeit, nicht nur am Tag der sog. „Fete de la Musique“.
Alles für alle und zwar sofort.

Musik ist dabei für uns hier nicht nur Unterhaltung, sie ist – in ihrer freien Form – der Ausdruck unseres Protestes. Wir spielen hier keine Unterhaltungsmusik, keine Volksmusik, keine Schlager und keinen Pop, sondern Protestmusik – wie FREETEKNO – und das aus gutem Grund.

Unser Protest, unsere Kunst, unsere Kultur und unsere Musik ist frei, weil:
…sie nicht abhängig von der Gema sondern unabhängig und gemeinfrei ist.
…sie sich nicht vermarkten lässt.
…sie nicht konformistisch ist.
…sie nicht regelkonform ist. Weder nach eurozentrischen (un)musikalischen Regeln noch nach anderen.
…sie Noise ist.
…sie Rocknroll ist.
…sie Punkrock ist.
…sie Tekno ist.
…sie Freejazz ist.
…sie mehr als das allein und das alles ist.
…sie Leben ist.
…sie Musik ist.

Freie Musiker*innen, Künstler*innen und Kulturschaffende
Kollektiv von MbF Berlin und anderswo

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Text als Audiodatei: OGG
und als Mp3 (mp3)

oldtranspi2014

MbF 2018 ist angemeldet

Ort der Kundgebung wird – nach amtlicher Bestätigung – noch bekanntgegeben… ;)

Stay tuned!

Rockagainsttheclock

2018

Musik braucht Freiräume
Musik schafft Freiräume
Musik ist keine Ware
Musik ist Kulturgut
Für eine freie Kultur und Freiräume für alle

Für mehr Freiräume, offene Räume, öffentliche Plätze, öffentliche Einrichtungen, für mehr freie Musik, Kunst und Kultur, öffentliche und demokratische Teilhabe daran, für die allgemeine Kunstfreiheit, für mehr musikalische Ausdrucksfreiheit sowie weniger Einschränkungen und Beschränkungen des künstlerischen Ausdrucks von Musik, Kunst und Kultur wie der Kunstfreiheit.
Z.B.: Mehr freie Proberäume, Tonstudios und Veranstaltungsräume, wie selbstverwaltete Räume, z.B. Jugendzentren und Jugendclubs, für Nachwuchskünstler*innen, Nachwuchsbands und freie Musikschulen.
Gegen die Profitorientierung und die Verwertungslogik, gegen den Leistungsdruck, wie die Verwertung von Musik, Kunst und Kultur, für unkommerzielle, freie Selbstentfaltung und Selbstbestimmung von Künstler*innen und Musiker*innen, wie allen Menschen.
Gegen die GEMA, für Open Source und Creative Commons, für mehr Gemeingut und öffentliche Güterteilung sowie Selbstverwaltung und Selbstorganisation, statt Privatisierung.
Gegen Diskriminierung, Sexismus, Antifeminismus, Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus, Nazismus und generelle gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, wie Menschenverachtung in Musik, Kunst und Kultur. Gegen die Unkultur, für eine emanzipatorische Gegenkultur. Freiheit statt Barbarei. Setzen wir gemeinsam Zeichen: Progressive musikalische Kultur.
Gegen sinnfreie Autobahnen, wie die A100 und sinnlose „Einkaufszentren“, wie allgemein den überdimensionalen Flächenverbrauch, Natur- und Umweltzerstörung, wie die Vernichtung der Kulturlandschaft.
Für mehr und vor allem kostenlosen öffentlichen Personenverkehr.
Für das Grundrecht auf Asyl. Bewegungsfreiheit und Bleiberecht für alle.

Musik braucht Freiräume
Musik schafft Freiräume
Freiräume für alle
Alles für alle

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Text als Audio zum Hören: OGG Datei
und Mp3 (mp3)

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