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Archiv der Kategorie '2018'

MbF Flyer 2018


MbF Infotel 2018

Here is our Infoline 2018:

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Daytime only. No mailbox.

strangethings

Zum Ort der Versammlung 2018

Eröffnungsansprache 21. Juni 2018 – Versammlung – Kundgebung – Musik braucht Freiräume –
Rummelsburger Bucht Berlin Ostkreuz

In den Vorgesprächen mit Anwohnenden, Buchtnutzer*innen, Spaziergänger*innen, Passant*innen und den Verhandlungsgesprächen, zu der Fläche die wir angemeldet hatten, dem alten Sportplatz Kynaststraße, war u.a. von Seiten der DSK GmbH, die im Auftrag des Landes Berlin verwaltet und handelt, von schweren „Altlasten“ im Boden die Rede. Der Boden müsse darum teuer abgetragen und aufwändig saniert werden, vor dem Neubau usw.. Das hat also in der Vorgeschichte dieser Gegend u.a. mit dem vorm. Verladehafen in der Bucht und mit dem ehem. Glaswerk zu tun, an dem wir vor drei Jahren bereits eine Kundgebung gemacht und an dem damals (2015) unsere Nachttanzdemo gestartet ist.
Der Grund der Bucht ist also seit langem schwerst verseucht.
Damit haltlos verglichen wurden u.a. die vorübergehenden, oberflächlichen, kurzzeitigen sog. „Hinterlassenschaften“ der Menschen die z.B. am 21.6. dort (zufällig) vorbeikommen.
Des weiteren war u.a. die Rede von „Grundwassermeßstellen“, um die sich gesorgt werde. Diese sind notwendige Meßstationen zur Kontrolle der Wasserreinhaltung (Gewässergüte), des Grundwasserhaushaltes des Landes Berlin.
Gleichzeitig wurde aber schon zugegeben und ist hinlänglich öffentlich bekannt, daß die Gelände (Liegenschaften des Landes und der Bezirke Lichtenberg sowie Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin) an der Bucht des öfteren z.B. für aufwendige Filmproduktionen, mit mehreren schweren LKW sowie Festzelte, Showbühnen, Wanderzirkus- u.a. Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wurden und werden. Diese waren und sind zumeist wesentlich bis enorm aufwändiger und würden im Zweifelsfall, mit ziemlicher Sicherheit, noch mehr Schaden verursachen, wenn dort etwas passieren oder schiefgehen würde, wovon wir dabei wie hier aber natürlich nicht ausgehen möchten.
Obendrein und überhaupt war aber dieser spezielle Sport-Platz, schon vorher dazu bestimmt menschlichen, sozialen Zwecken und der Erholung, wie dem Breitensport, zu dienen. Ergo ist das der richtige Platz für unsere Kundgebung und Veranstaltung sowie Versammlung hier.

Die DSK hat nun versucht mit uns einen schriftlichen Vertrag dafür abzuschließen, daß wir unsere Kundgebung hier durchführen dürfen. Das war unzumutbar für uns und dem Aufwand nicht angemessen. Insbesondere darum weil das hier eine politische Versammlung und Veranstaltung ist, die darum polizeilich, also versammlungsbehördlich und nicht ordnungsamtlich angemeldet ist, was ein großer Unterschied ist, da es sich dabei um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit handelt, welches in der Verfassung der Bundesrepublik fest verankert ist und unserer Meinung nach eines der höchsten, schützeswertesten, sozialen und emanzipatorischen Errungenschaften der letzten hundert Jahre dieser Art von Zivilisation und in dieser Gesellschaft eines der wenigen guten Dinge für uns darstellt.
Das Recht auf freie Meinungsäußerung, ebenso in ihrer eigenen Art, ist wie die Kunstfreiheit für uns nicht verhandelbar.
Alles andere wäre rückschrittlich statt fortschrittlich, weil Zensur.

Darum zeigen wir hier und heute – wieder einmal symbolisch – wie es progressiv, musikalisch, experimentell, solidarisch, menschlich und sozial, vorwärts gehen kann.

Viel Spaß!

Flyer 2018

1flyer2018entwurf

Freie Musik, Kunst, Kultur 2018

An ein paar Tagen im Jahr, wie dem Tag der „Fete de la Musique“ oder dem sog. „Karneval der Kulturen“ maskiert sich Berlin als vorgeblich so weltoffene und freie Stadt. Das ist mehr trügerischer Schein als Sein, ein Mummenschanz. Das wissen und das kennen wir nur allzugut.
Mit wachsender Sorge, Unwohlsein und Wut beobachten wir die drängenden Veränderungen in unserer Stadt. Der Stadt in der wir seit vielen Jahren leben (wollen), wohnen und arbeiten (müssen). Dabei sollte die Lebenslust nie zu kurz kommen. Manchen lässt die soziale Schieflage, der Sozialraub, aber kaum noch die Luft zum Atmen, da braucht es erst gar keine ständigen großen „Abgasskandale“ und scheibchenweise „Enthüllungen“ oder anderen Schmu. Steigende Mieten, penibel gesäuberte und zwanghaft durchgeordnete Kieze tun da ihr übriges dazu.
Denn wir – international agierende Menschen mit Migrationshintergrund, aus der langjährigen zusammengewachsenen freien Musik-, Kunst- und Kulturszene Berlins und anderswos haben keinen Bock auf gentrifizierte, durchgestylte, abgehypte, pseudoliberale, teure Räume, mit obercoolem „urbanem Flair“. Wir machen uns unsere Stadt, wie unsere Kunst und Musik, selbst.
Freie Ateliers, Proberäume und offene Werkstätten sowie Orte zur Selbsthilfe müssen für alle bezahlbar und nutzbar sein. Inklusiv, statt exklusiv separativ segregativ, interkulturell statt assimilativ, integrativ statt abdrängend verdrängend sowie barrierefrei und würdevoll statt hürdevoll. Runter mit den Mieten. Für das Recht auf Stadt für alle. Stoppt alle Privatisierungen, wie die des Landes und öffentlicher Flächen in der Rummelsburger Bucht.
Wir brauchen und wir wollen vor allem mehr Freiräume und offene Räume sowie öffentliche Plätze und eine offene freie Gesellschaft, freier Menschen in freien Vereinbarungen, für alle, zu jeder Zeit, nicht nur am Tag der sog. „Fete de la Musique“.
Alles für alle und zwar sofort.

Musik ist dabei für uns hier nicht nur Unterhaltung, sie ist – in ihrer freien Form – der Ausdruck unseres Protestes. Wir spielen hier keine Unterhaltungsmusik, keine Volksmusik, keine Schlager und keinen Pop, sondern Protestmusik – wie FREETEKNO – und das aus gutem Grund.

Unser Protest, unsere Kunst, unsere Kultur und unsere Musik ist frei, weil:
…sie nicht abhängig von der Gema sondern unabhängig und gemeinfrei ist.
…sie sich nicht vermarkten lässt.
…sie nicht konformistisch ist.
…sie nicht regelkonform ist. Weder nach eurozentrischen (un)musikalischen Regeln noch nach anderen.
…sie Noise ist.
…sie Rocknroll ist.
…sie Punkrock ist.
…sie Tekno ist.
…sie Freejazz ist.
…sie mehr als das allein und das alles ist.
…sie Leben ist.
…sie Musik ist.

Freie Musiker*innen, Künstler*innen und Kulturschaffende
Kollektiv von MbF Berlin und anderswo

+++

Text als Audiodatei: OGG
und als Mp3 (mp3)

oldtranspi2014

MbF 2018 ist angemeldet

Ort der Kundgebung wird – nach amtlicher Bestätigung – noch bekanntgegeben… ;)

Stay tuned!

Rockagainsttheclock

2018

Musik braucht Freiräume
Musik schafft Freiräume
Musik ist keine Ware
Musik ist Kulturgut
Für eine freie Kultur und Freiräume für alle

Für mehr Freiräume, offene Räume, öffentliche Plätze, öffentliche Einrichtungen, für mehr freie Musik, Kunst und Kultur, öffentliche und demokratische Teilhabe daran, für die allgemeine Kunstfreiheit, für mehr musikalische Ausdrucksfreiheit sowie weniger Einschränkungen und Beschränkungen des künstlerischen Ausdrucks von Musik, Kunst und Kultur wie der Kunstfreiheit.
Z.B.: Mehr freie Proberäume, Tonstudios und Veranstaltungsräume, wie selbstverwaltete Räume, z.B. Jugendzentren und Jugendclubs, für Nachwuchskünstler*innen, Nachwuchsbands und freie Musikschulen.
Gegen die Profitorientierung und die Verwertungslogik, gegen den Leistungsdruck, wie die Verwertung von Musik, Kunst und Kultur, für unkommerzielle, freie Selbstentfaltung und Selbstbestimmung von Künstler*innen und Musiker*innen, wie allen Menschen.
Gegen die GEMA, für Open Source und Creative Commons, für mehr Gemeingut und öffentliche Güterteilung sowie Selbstverwaltung und Selbstorganisation, statt Privatisierung.
Gegen Diskriminierung, Sexismus, Antifeminismus, Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus, Nazismus und generelle gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, wie Menschenverachtung in Musik, Kunst und Kultur. Gegen die Unkultur, für eine emanzipatorische Gegenkultur. Freiheit statt Barbarei. Setzen wir gemeinsam Zeichen: Progressive musikalische Kultur.
Gegen sinnfreie Autobahnen, wie die A100 und sinnlose „Einkaufszentren“, wie allgemein den überdimensionalen Flächenverbrauch, Natur- und Umweltzerstörung, wie die Vernichtung der Kulturlandschaft.
Für mehr und vor allem kostenlosen öffentlichen Personenverkehr.
Für das Grundrecht auf Asyl. Bewegungsfreiheit und Bleiberecht für alle.

Musik braucht Freiräume
Musik schafft Freiräume
Freiräume für alle
Alles für alle

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Text als Audio zum Hören: OGG Datei
und Mp3 (mp3)

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