Musik Braucht Freiräume – MBF – Berlin – *www.mbf.space*

Congrats Köpi

Gestern wurde die Köpi 31 Jährchen alt.
Wir gratulieren herzlich, mit der linken Faust ganz oben.
One struggle, one fight, Rigaer Straße – Köpi bleibt!
Hier ein paar nette aktuelle Videoempfehlungen dazu:

„#KØPI is 31 today. Celebrate with us #DIY culture and alternative living in the heart of Berlin with a cake and online concerts! from 20:00″
https://youtu.be/5nkb87zcFdY

„#KØPI is 31! Usually, we would invite you all and party together for days. But now everything is under lockdown. Watch our Birthday Bonus Video celebrating the people and collectives making #KØPI & #KØPIPLATZ a vibrant community!“
https://youtu.be/xfTn0rN2I2I

Quelle: köpi newsgroup, telegram channel
Links: http://twitter.com/kbleibt
https://t.me/joinchat/AAAAAEaAp35T_Mv6CmSOHQ
@KopiNewsBerlin

Meute heute auf Roach fm

Am 26.02.2021 um 19Uhr auf Roach fm.
Empfehlung:
„[…] Titel der Sendung: schöner ?! wohnen #rechtaufstadt #thisisnotahomestory. Neben uns wird es Berichte aus der Potse, Leerstand hab ich Saath und viele mehr geben. Dazu natürlich Mukke. Hört rein heute ab 19.00 auf roach.fm oder auch danach bei mixcloud.com/about_plank

[…] title of the schow: schöner !? wohnen #rechtaufstadt #thisisnotahomestory. Apart from us there will be reports from Potse, Leerstand hab ich Saath and many more. In addition, of course, music. Listen in today from 19.00 on roach.fm or afterwards at mixcloud.com/about_plank (our interview is in German)“

Quellen: Meuterei Soligruppe auf Twitter https://mobile.twitter.com/KeineBeute , Köpi soli telegram channel und Interkiezionale newsgroup

Zur Meute: http://meuterei.tk/
https://leutefuerdiemeute.noblogs.org/

Radio Plank Berlin: https://mixcloud.com/about_plank/

Freies Radio Roach fm: https://roach.fm/

Interkiezionale Berlin: https://interkiezionale.noblogs.org/

Video der Wagendemo 20.02.2021 Berlin

Mit freundlichsten Empfehlungen, tolle Demo:

https://youtu.be/fWB7O1sxwdM

„Published on Feb 21, 2021
Berlin is full of caravan sites that shape the neighborhoods and fill the streets with life. Our homes are organised in open, solidarity structures and offer space for collective togetherness. We stand for self-organised alternatives to a cityscape shaped by capitalist, exploitative logic. But hardly any place has a long-term perspective or secure contract. Almost all of them are constantly and acutely threatened by real estate speculation and the sell-out of the city by the Red-Red-Green Party. We are not alone in this – our neighbours and other self-organised projects, such as the Kiezkneipe Syndikat, Sabot Garden, DieselA and Liebig34, were evicted in 2020. We are in solidarity with all people who are threatened or affected by displacement! We fight for a city where housing is not a commodity!

For self-organised housing! For car life! Let’s take back the city!

DieselA, Köpi Wagenplatz, Scheffelstraße, Mollies, Laster & Hänger, Rummelplatz, Ratibor, Convoi , Kreuzdorf, Lohmühle, Wagen- u. Projektplatz Karpfenteich, -unterstrom+, Fips“

Wir sind solidarisch mit allen linken, antikapitalistischen Freiräumen.
Alle Wagenplätze und Orte link(salternativ)er (Sub)Kultur in Berlin erhalten und dauerhaft sichern! – in Berlin und anderswo, egal wo, überall.
Mehr Wagenleben, mehr Leben wagen. Mehr echte linke Freiräume aufbauen und verteidigen.
Haltet euch bereit für (jeden) Tag X, wie immer.
Passt auf euch auf. Bleibt gesund. Haltet euch fit.
Alle bleiben.
Kein Tag ohne.
Alles für alle.

+++

Link zur Köpi: https://koepi137.net/welcome.html
https://koepi137.net/files/img_events/31_Birthday_Kopi.jpg
(Bildquelle: https://koepi137.net/files/img_events/31_Birthday_Kopi.jpg)

Köpi bleibt.
https://youtube.com/watch?v=A74AtiZaEpQ

Wagenplatz Demo am 20.02.2021 in Berlin

„Wagenplatz Demo am 20. Februar!

https://kontrapolis.info/wp-content/uploads/2021/02/AD54EE61-FD2C-4A7F-96FB-372518858CE4-270x480.jpeg

—-English below—-

Kommt alle zur Wagenplatzdemo und unterstützt unseren Kampf gegen Verdrängung und für selbstbestimmtes Wohnen!

Am 20.02. geht’s um 14:00 Uhr mit Rädern von der Köpi bzw. um 15:00 Uhr mit Wägen von der Scheffellstraße los! Bitte nur mit Mundschutz und unter Einhaltung des Mindestabstands!

Denn kein Platz für Gentrifizierung! Wagenplätze verteidigen!

Berlin ist voller Wagenplätze, die in guter Nachbar*innenschaft die Kieze prägen und die Straßen mit Leben füllen. Unsere Zuhause organisieren sich in offenen, solidarischen Strukturen und bieten Raum für kollektives Miteinander. Wir stehen für selbstorganisierte Alternativen zu einem Stadtbild, das von kapitalistischer Verwertungslogik geprägt ist. Aber kaum ein Platz hat eine langfristige Perspektive und einen sicheren Vertrag. Fast alle sind existenziell und akut bedroht durch Immobilienspekulation und den Ausverkauf der Stadt durch Rot-Rot-Grün. Damit stehen wir nicht alleine dar, auch unsere Nachbar*innen und andere selbstorganisierte Projekte, wie die Liebig34, Sabot Garden, DieselA und nicht zuletzt die Kiezkneipe Syndikat wurden 2020 zwangsgeräumt. Wir sind solidarisch mit allen Menschen, die von Verdrängung bedroht oder betroffen sind! Wir kämpfen für eine Stadt, in der Wohnraum keine Ware ist!

Für selbstgewählten Wohnraum! Für das Wagenleben! Holen wir uns die Stadt zurück!

DieselA, Köpi Wagenplatz, Scheffelstraße, Mollies, Laster & Hänger, Rummelplatz, Ratibor, Mollies, Convoi , Kreuzdorf, Lohmühle, Wagen- u. Projektplatz Karpfenteich, -unterstrom+, Fips

ENG:

Come to the Wagenplatz demonstration and support our fight against displacement and for self-determined housing!

On the 20th of February at 2pm we will start from Köpi by bike and join the the truck convoi in Scheffelstrasse at 3pm. Please come with face masks and maintain distance to each other!

No place for gentrification! Defend Wagenplatzes!

Berlin is full of caravan sites that shape the neighbourhoods and fill the streets with life. Our homes are organised in open, solidary structures and offer space for collective togetherness. We stand for self-organised alternatives to a cityscape shaped by capitalist, exploitative logic. But hardly any place has a long-term perspective or secure contract. Almost all of them are constantly and acutely threatened by real estate speculation and the sell-out of the city by the Red-Red-Green Party. We are not alone in this – our neighbours and other self-organised projects, such as the Kiezkneipe Syndikat, Sabot Garden, DieselA and Liebig34, were evicted in 2020. We are in solidarity with all people who are threatened or affected by displacement! We fight for a city where housing is not a commodity!

For self-organised housing! For car life! Let’s take back the city!

DieselA, Köpi Wagenplatz, Scheffelstraße, Mollies, Laster & Hänger, Rummelplatz, Ratibor, Mollies, Convoi , Kreuzdorf, Lohmühle, Wagen- u. Projektplatz Karpfenteich, -unterstrom+, Fips.

[Wird passieren] am 20.02.2021″.

Quelle: https://kontrapolis.info/2013/, abgerufen am 5.2.21.
Bildquelle: https://kontrapolis.info/wp-content/uploads/2021/02/AD54EE61-FD2C-4A7F-96FB-372518858CE4-270×480.jpeg

Statement for real punk

Wir dokumentieren:

https://potse.squat.net/pics/potselogo.gif

„Statement zum Rockhaus und dem Bezirk vom 02.01.21

Als wir uns Ende 2018 geweigert haben unsere Räume aufzugeben, haben wir deutlich gemacht, dass wir erst die Potsdamer Str. 180 verlassen, wenn es adäquate Ersatzobjekte für die Potse, sowie den Drugstore gibt. 

Im Dezember letzten Jahres hat Jugendstadtrat Oliver Schwork über Facebook verkündet, er hätte eine Lösung für uns gefunden, erst wenige Tage nachdem wir diese Räumlichkeiten das erste mal besichtigt hatten. Er meinte damit den Konzertsaal im Rockhaus in Berlin-Lichtenberg. Wie aus unserer letzten Pressemitteilung auch schon hervor geht, entspricht das Objekt nicht unseren Ansprüchen. Wir können unsere Angebote in den gegebenen Räumlichkeiten nicht umsetzten und würden uns damit quasi handlungsunfähig machen. Das bedeutet, wir hätten keine eigenen Räume, da der Bezirk uns nur als Untermieter vom ssb e.V. einmieten würde und wir somit faktisch keine Verhandlungspartner*innen mehr wären. 

Desweiteren hat das Jugendamt versucht uns damit  zu erpressen, dass, wenn wir nicht aus unseren jetzigen Räumen rausgehen, dem Drugstore die Räumlichkeiten im Rockhaus ebenfalls verweigert werden würden. Dabei sind wir zwei unterschiedliche Jugendzentren und der Bezirk sollte in der Lage seinbeide Kollektive differenziert zu betrachten.

Wir fühlen uns vom Bezirk nicht als Verhandlungspartner*innen ernst genommen, wenn sie unsere Bedürfnisse größtenteils ignorieren. Es ist auch bezeichnend, wenn sich die Kommunikation des zuständigen Jugendstadtrats mit uns darauf beschränkt, über Social Media Beiträge vermeintliche Lösungen zu präsentieren. 

Dem Bezirk muss klar sein, dass wir uns nicht zufriedengeben können, mit einem Angebot, was für sie die einfachste Lösung zu sein scheint. Wir entscheiden weiterhin selbstbestimmt, welche Räume unseren Forderungen entsprechen und welche nicht. 

Die Politik stellt uns als nicht vertrauenswürdig dar, weil wir unsere Räume nicht verlassen und es zu einem Rechtsstreit kommen musste. Dabei sind sie es, welche unsere Verträge gekündigt haben und uns ohne annehmbare Alternativen auf die Straße setzen wollen.

Wir wollen weiterhin Druck auf den Bezirk und das Land Berlin ausüben, dass nicht vorschnell geräumt wird, bevor ein Ersatzraum gefunden werden kann. Die Politik ist in der Verantwortung einen solchen zu finden, da sie mit dem Verkauf des Gebäudes an Investoren die Situation selber verursacht haben.

Deshalb haben wir, das Potse-Kollektiv, uns dazu entschieden,nicht auf das Angebot des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, die Potsdamer Str. 180 zu verlassen und den Raum im Rockhaus anzunehmen, einzugehen. 

Wir fordern vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg, dass sie die Situation nicht eskalieren lassen und die Räumung aussetzen. Die BVV Mitte ist dabei, weitere Objekte zu prüfen, genauso wird auf Landesebene weitergesucht. Wir hoffen auf eine baldige Entwicklung und Lösung, sodass wir unsere Jugendarbeit schnellstmöglich fortführen können. 

das Potse Kollektiv“

Quelle: interkiezionale telegram channel, newsgroup, 03.02.2021.

Bildquelle: https://potse.squat.net/pics/potselogo.gif

Vgl., siehe auch: https://taz.de/Alternatives-Jugendzentrum-Potse/!5745156/

Zur Potse: https://potse.squat.net/

+++

taz online, vom 3.2.21:

„GENTRIFIZIERUNG IN BERLIN
taz
Berlin
3. 2. 2021
VON
GARETH JOSWIG
Alternatives Jugendzentrum Potse
:Kein Potse-Punk im Rockhaus
Die Potse bleibt besetzt. Alternativräume hat das Jugendkollektiv aus Berlin-Schöneberg abgesagt. Nun droht die Räumung.

Auf einer großen grauen Hauswand steht ein großer Schriftzug: Potse bleibt
Das Jugendkollektiv Potse hält seine Räume in Schöneberg besetzt und ist von Räumung bedrohtFoto: Paul Zinken/dpa

BERLIN taz | Das besetzte Jugendzentrum Potse in Schöneberg hat dem Jugendstadtrat Oliver Schworck (SPD) eine Absage erteilt. Ein vom Bezirk angebotener Ersatzraum im Rockhaus Lichtenberg entspräche nicht den An­sprüchen des Jugendprojekts, heißt es in einer Mitteilung von Mittwoch. Die Potse ist seit Längerem auf der Suche nach Räumen, in denen Punkkonzerte und Jugendarbeit möglich sind. Dem vorgeschlagenen Ersatzraum fehlt es laut Potse an separaten Räumen, in denen man unter anderem einen ­Awarenessraum einrichten könne.

Die Jugendlichen halten seit über einem Jahr ihre Räume in der Potsdamer Straße 180 besetzt, nachdem der bezirkliche Mietvertrag endete. Das benachbarte Jugendprojekt Drugstore gab in der gleichen Situation seine Schlüssel mit Aussicht auf Ersatzräume ab und ist seither ohne Raum. Das Drugstore hatte sich bereits dafür ausgesprochen, vorübergehend den Konzertsaal im Rockhaus Lichtenberg zu beziehen.

In diesem Zusammenhang warfen die Jugendlichen von der Potse dem Jugendamt Erpressung vor. Demnach sollten auch dem Drugstore die Räumlichkeiten verwehrt werden, wenn die Potse nicht ihre besetzten Räume freigibt. Gleichzeitig forderte das Kollektiv den Bezirk Tempelhof-Schöneberg auf, die drohende Räumung auszusetzen. Man hoffe weiter auf Ersatzräume infolge von ­Prüfungen auf Landesebene und der Bezirksverordnetenversammlung.

Nachdem Stadtrat Schworck zuletzt den Alternativraum in Lichtenberg angeboten hatte, hatte er der Potse ein Ultimatum gestellt: Entweder das Jugendkollektiv nutze die Räume im Rockhaus, oder es werde geräumt – und dann gebe es auch künftig keine Ersatzräume.

Drugstore will Rockhaus nutzen
Der taz sagte Schworck am Mittwoch, dass die Absage der Potse keinerlei Auswirkungen auf das Drugstore habe. „Wir haben die Potse nicht erpresst und auch nicht das Drugstore da mit reingezogen“, sagte Schworck. Das Drugstore könne unabhängig von der Potse den Konzertsaal im Rockhaus nutzen. Das im Exil befindliche Drugstore bestätigte der taz, dass man den Raum nutzen wolle.

Das Räumungsverfahren läuft laut Schworck weiter. Auf lange Sicht plane der Bezirk, weil Räume für Jugendarbeit fehlen, ein Haus der Jugend. Dort werde die Potse allerdings nach einer Räumung eher nicht unterkommen, wie Schworck sagte: „Wenn sie jetzt geräumt werden müssen, wird es dem Bezirk schwerfallen, ein großzügiges Angebot zu machen.

MEHR ZUM THEMA
Jugendzentrum Potse und Drugstore
Ultimatum für die Potse

Stadtrat Schworck (SPD) hat einen Ersatzraum für Drugstore und Potse angeboten. Nimmt die besetzte Potse das Angebot nicht an, droht die Räumung. GARETH JOSWIG“

Quelle: https://taz.de/Alternatives-Jugendzentrum-Potse/!5745156/ , abgerufen am 4.2.21.

Resampling The Future

„Christoph Fringeli set as #07 in the Series 20-30 Resampling The Future curated by Herr Kartina playing right now (7-8pm) on Radio Forte if you want to tune in. Will be repeated tomorrow 11pm http://radio.forteprenestino.net . also already up on archive.org, so you can enjoy it any time: https://archive.org/details/20-30-rtf-7-christoph-fringeli

Quelle: Datacide telegram channel/ newsgroup, @datacide, t.me/datacide (31.01.2021, 19:35h).

Datacide: https://datacide-magazine.com/

The future is unwritten.
Let’s write it.

30.01.2021⚡️ Potse Carnival : The Show Must Go On ⚡️

„⚡️ Potse Carnival : The Show Must Go On ⚡️

Because our houses and spaces are not to sell, because we believe in self organisation and non commercial projects, because we are not afraid to be loud against gentrification, we, Brujas Berlin & Potse want to take the street of Potse the 30th of January from 1pm on until sun goes down.

Let’s get together at Potse during an afternoon of Circus, Djanes, Performances, Fun and Silly Games, as such as Street Bowling, Musical chair, Piñata, Karaoke etc…
We will also have Hot Drinks and Warm Food all day long.

Please, bring your masks and respect each other’s distance.

Racist, Sexist, Homophobic or any kind of Cross-boundaries behavior won’t be tolerated.

Save the date, bring your fellows and support!!!

One Struggle, One Fight ⚡️Wir Bleiben Alle“

Quelle: Interkiezionale telegram channel /newsgroup, @interkiezionale, t.me/interkiezionale (vom 21.01.2021)

Und, siehe auch Stressi: https://stressfaktor.squat.net/termine/alle?f%5B0%5D=event_date%3A2021-01-30
Date: https://stressfaktor.squat.net/node/208592

Zur Potse: https://potse.squat.net
Drugstore: https://drugstore-berlin.de/

Interkiezionale Vernetzung, Aktionsbündnis Berlin: https://interkiezionale.noblogs.org/
Termine in Berlin: https://stressfaktor.squat.net

Lockdown capitalism

Demo am 23.01.2021 in Berlin:

Corona is the virus – capitalism is the pandemic

https://lockdowncapitalism.noblogs.org/files/2021/01/headerscorona-04.cleaned-500x265.jpg
Siehe, Quelle: https://lockdowncapitalism.noblogs.org/

(Bildquelle: https://lockdowncapitalism.noblogs.org/files/2021/01/headerscorona-04.cleaned-500×265.jpg)

Solidarität und Selbstorganisation als Antwort auf die Corona-Krise

Updates, Aufruf, Text: https://lockdowncapitalism.noblogs.org/post/2021/01/12/update-zur-demo-23-01/

Mehr Updates, Aktuelles: https://lockdowncapitalism.noblogs.org/aktuelles/

Mehr Texte: https://lockdowncapitalism.noblogs.org/texte-2/

Materialien: https://lockdowncapitalism.noblogs.org/material/

https://lockdowncapitalism.noblogs.org/files/2021/01/CORONA-DEMO-EN.cleaned-scaled.jpg
Bildquelle: https://lockdowncapitalism.noblogs.org/files/2021/01/CORONA-DEMO-EN.cleaned-scaled.jpg
https://lockdowncapitalism.noblogs.org/material/

Demoroute: „Start: 15Uhr! Vor der JVA-Moabit (Alt Moabit)- Rathenowerstraße-Turmstraße-Lübeckerstraße-Birkenstraße-Putlitzstraße-Pulitzbrücke-Förerbrücke-Torfstraße-Sprengelstraße-Sparrstraße-Lynarstraße-Müllerstraße-Leopoldplatz-Schulstraße-Prinz Eugenstraße-Adolfstraße-Gerichtsstraße-Nettelbeckplatz-Ende“
Quelle: Ebd., s.o..

+++

Zum Demotermin, siehe auch Stressi: https://stressfaktor.squat.net/node/208564

Andere Aufrufe, vgl. z.B.: https://de.indymedia.org/node/132934

+++

Mehr zu Selbstorganisation in Berlin, vgl. z.B.: https://de.indymedia.org/node/134855

Sowie: https://interkiezionale.noblogs.org

Und siehe auch stets: https://stressfaktor.squat.net/

+++

Sehr guter Vortrag zum Thema Corona-Krise usw., von Thomas Ebermann – „Normalität, eine trostlose Hoffnung“: https://youtube.com/watch?v=C_gBXWj4PX8&t=7s

Sowie; „Pandemie des Nationalismus“, von Thorsten Mense: https://m.youtube.com/watch?v=731Adw9h5O0&t=5s

Andere Infos, vgl., siehe auch z.B.: www.fau.org , www.direkteaktion.org

Podcast zum Thema Coronakrise: https://www.covid19-mosaik.de/raume/politiken-der-ausbeutung/

Internationale Infos: www.crimethinc.com

Mehr über soziale Kämpfe in Städten, vgl. z.B.: https://urbanconflicts.blogsport.de/

Shutdown capitalism.

Hny 2021

Hny

Some tracks from nye

https://mixcloud.com/renot/renot-system-crash-newyearseve-2021/

2021 can only get better.

Stay rude, stay rebel, stay or get healthy, take care, be aware, get the vaccine now.

Immunisation protection for anyone, everywhere.

Everything to everyone

No a la normalidad

Buchempfehlung, über Kunst

„Stefan Ripplingers »Kommunistische Kunst«“

„Was kann politische Kunst? Könnte es so etwas wie kommunistische Kunst geben? Wie müsste sie aussehen? Auf diese alten Fragen geben die drei Texte des vorliegenden Bandes eine neue Antwort. Sie starren nicht länger auf den Fetisch des Werks, sie betrachten seinen Gebrauch.“

Quelle: https://konkret-magazin.de/415-neu-stefan-ripplingers-kommunistische-kunst

https://konkret-magazin.de/images/texte/Nr_74.png
Bildquelle: https://konkret-magazin.de/images/texte/Nr_74.png

„Stefan Ripplinger
Kommunistische Kunst
und andere Beiträge zur Ästhetik
konkret texte 74

ca. 136 Seiten
ISBN 978-3-930786-86-2

2019

Das Buch

Was kann politische Kunst? Könnte es so etwas wie kommunistische Kunst geben? Wie müsste sie aussehen? Auf diese alten Fragen geben die drei Texte des vorliegenden Bandes eine neue Antwort. Sie starren nicht länger auf den Fetisch des Werks, sie betrachten seinen Gebrauch.

Kunst bildet Gruppen, entwickelt Gesellschaft, das Ästhetische gehört notwendig zu unserem Stoffwechsel mit der Natur. Das zeigt eine äußerst kurz gefasste Geschichte der künstlerischen Produktion von der Höhle bis heute.

Wie sich Kunst und Ideologie einerseits ergänzen, andererseits stören, erweist eine Analyse von Gemälden und Installationen, die die Flaggen der USA und der BRD verwenden. Verändert sich das Objekt der patriotischen Verehrung oder des antipatriotischen Abscheus, wenn es in einem Kunstwerk erscheint?

Ein Tagebuch zur »ästhetischen Referenz« klärt das Verhältnis von Werk und Welt – nicht in einer abgehobenen Reflexion, sondern mitten im Alltag. Wie stellen wir Verbindungen zwischen dem, was uns in einem Kunstwerk begegnet, und realen Gegenständen her?

Rezepte und Geschmacksurteile sind hier nicht zu finden, aber eine neue Perspektive auf die Gesellschaft, in der wir leben und kämpfen.

Der Autor

Stefan Ripplinger schreibt über Film, Kunst, Literatur unter anderem für konkret, »Neues Deutschland«, »Saarbrücker Hefte« und »Schreibheft«. Seine letzten Buchveröffentlichungen: Bildzweifel (Hamburg 2011), Schiefe Bahn: Künstler, die schreiben (Berlin 2013), Mary Pickfords Locken (Berlin 2014), Vergebliche Kunst (Berlin 2016) und Mallarmés Menge (Berlin 2019). Er lebt in Berlin-Neukölln.

Pressestimmen

Waffen der Kritik, im Essay „Kommunistische Kunst, können nicht die Kritik der Waffen der kommunistischen Kunst ersetzen, die es noch zu finden und zu schmieden gilt. Was sich aus Ripplinger auch schließen lässt, ist die Tatsache, dass Kunst allein nicht möglich ist, weder wenn es darum geht, sie zu schaffen, noch ihr einen gesellschaftlichen Raum zu bieten.

„Unsere Zeit“"

Quelle: https://konkret-magazin.shop/texte/konkret-texte-shop/107/stefan-ripplinger-kommunistische-kunst?c=10

Normalität? Was ist das?

„Normalität“? Was ist das? Unkultur, Nationalismus, Volkstümelei, Volksmusik, Kapitalismus, Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Antifeminismus? Nein, danke. Weg damit. Tschüss.

Siehe dazu, genialer Vortrag:

„Normalität – Eine trostlose Hoffnung – Thomas Ebermann“
Link (URL): https://www.youtube.com/watch?v=C_gBXWj4PX8

Die „Normalität“ ist das Problem.
Der Kapitalismus ist die permanente Krise, der dauerhafte „Ausnahmezustand“.
Die „Corona-Krise“ als Chance begreifen.
Kapitalismus abschaffen.
Faschismus entwurzeln.
Alles für alle.

Re;cutted:mixed:snippet

Soziologie der Corona-Krise

„Soziolog[:inn]en stellen erste Forschungsergebnisse zu den Folgen der Corona-Krise vor“

Siehe: https://www.berliner-woche.de/mitte/c-soziales/soziologen-stellen-erste-forschungsergebnisse-zu-den-folgen-der-corona-krise-vor_a286459

„Wissenschaftler[:innen] der Humboldt-Universität (HU) und Technischen Universität (TU) haben erste Ergebnisse zu den sozialen Folgen der Corona-Pandemie vorgestellt. Die Onlineumfrage „Städtisches Leben während Corona“ läuft noch bis Ende September.

Kneipe statt Kaufhaus – das ist ein Ergebnis der noch laufenden Sozialstudie zu den Corona-Folgen in Berlin. Die Menschen haben während des Corona-Lockdowns am meisten darunter gelitten, dass Clubs und Bars geschlossen waren – genauso wie Fitnessstudios und Sportvereine. Auf Shoppingerlebnisse konnten sie gut verzichten. Es sind die Orte in der Nachbarschaft, die wichtig sind. „Die Menschen sehnten sich während der Corona-Schließungen gerade nach den Orten, an denen sie normalerweise sowohl Bekannte wiedersehen als auch mit Fremden ins Gespräch kommen. Wir brauchen diese Orte für unser Leben, und die Stadt braucht sie für ihren Zusammenhalt“, sagt Soziologie-Professorin Talja Blokland. „Es wäre völlig falsch, Sportvereine, Fußballstadien oder Tanzclubs für Orte überflüssigen Vergnügens zu halten“, zieht die Chefin des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung an der HU ein Zwischenfazit.

Bisher haben über 2000 Menschen an der Onlineumfrage „Städtisches Leben während Corona“ teilgenommen. Bis zum 30. September können Berliner und Menschen aus dem Umland ab 18 Jahren noch die Fragen beantworten. Die anonymisierte Umfrage dauert etwa 30 Minuten. Die Wissenschaftler haben die Fragebögen auch an per Zufall ausgewählte Haushalte verschickt. „Die Befragung soll dabei helfen zu verstehen, wie die Berliner in dieser Situation zurechtkommen“, heißt es auf der Projektseite. Es gehe darum, die „sozialen Folgen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen politischen Maßnahmen besser zu verstehen“. Die Corona-Studie ist Teil des Forschungsprojektes „Die Welt in meiner Straße“, das bis Dezember 2021 durchgeführt wird. Dabei geht es um Ressourcen und Netzwerke von Stadtbewohner. Die Wissenschaftler untersuchen Nachbarschaften und wie sich Beziehungen auch durch gesteigerte Mobilität verändern.

Interessant an den Zwischenergebnissen der Corona-Studie ist auch folgendes Detail. Wie das Team um Talja Blokland herausgefunden hat, war das Fußball-Aus besonders schlimm für die Fans des 1. FC Union. Die „Eisernen“ vermissen die Spiele in ihrer Alten Försterei besonders stark. „Unioner tun sich deutlich schwerer mit dem Verlust der Stadionbesuche als die Herthaner“, heißt es.

Mehr zur Studie erfährt man im Internet auf www2.hu-berlin.de/corona-stadt.“

Quelle: https://www.berliner-woche.de/mitte/c-soziales/soziologen-stellen-erste-forschungsergebnisse-zu-den-folgen-der-corona-krise-vor_a286459
Abgerufen am: 12.10.2020

„Soziologin kritisiert Politik und spricht Klartext: „Es kommt rüber, als wären…“

11.10.2020 – 13:14″

Siehe: https://www.hna.de/politik/corona-coronavirus-soziologin-attackiert-politik-bars-kneipen-clubs-berlin-hna-zr-90066585.html

„Wegen Corona: In Berlin gilt seit Samstag (10.10.2020) die Sperrstunde. Eine Soziologin kritisiert den politischen Schritt.

◦Seit Samstag (10.10.2020) gilt in Berlin eine Sperrstunde.
◦Der Grund ist die Corona-Krise.
◦Eine Soziologin kritisiert den Schritt.

Berlin verschärft im Kampf gegen das Coronavirus die Regeln. In Deutschlands Hauptstadt gelten seit Samstag (10.10.2020) wieder strengere Vorgaben. Die neue Corona-Verordnung in Berlin regelt unter anderem die erlaubte Anzahl von Menschen auf privaten Feiern. Aber auch Restaurants und Kneipen sind von den Regeln betroffen. Die Inhaber müssen ihre Läden nun zwischen 23 und 6 Uhr schließen.

Soziologin kritisiert Corona-Sperrstunde in Berlin

Die Soziologin Talja Blokland sieht die Corona-Sperrstunde in Berlin sehr kritisch. Nach ihrer Meinung unterschätzt die Politik die Bedeutung von Kneipen für das gesellschaftliche Zusammenleben. „Es kommt rüber, als wären Bars und Cafés zum Feiern da und nichts Notwendiges“, erklärt Blokland gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Soziologin ist Professorin am Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung an der Humboldt-Universität in Berlin.

Wenn man sich frage, wie man lerne, wie man von einer Jobmöglichkeit erfahre oder politisch etwas höre, was anders als zu Hause sei, dann passiere das dort, wo man neue Menschen treffe. „Für das soziale Gefüge der Stadt sind das wichtige Orte“, so die Berliner Soziologin. Daher leide das gesellschaftliche Zusammenleben unter den verschärften Corona-Regeln in Berlin.

Corona in Berlin: Sperrstunde könne sich auf das Sicherheitsgefühl auswirken

Laut Blokland kann sich die Corona-Sperrstunde auch auf das Sicherheitsgefühl der Menschen in Berlin auswirken. „Wir brauchen volle U-Bahnhöfe, um abends das Gefühl zu haben, sicher nach Hause zu kommen“, sagt die Berliner Professorin. Wenn Berlin um 23 Uhr zumache, sei das nicht mehr gegeben.

Die Sperrstunde in Berlin mache manchen Menschen laut Blokland nichts aus. Diese Gruppe sei in der Nacht draußen aber eh nicht unterwegs. Die beschlossene Corona-Verordnung treffe beispielsweise Menschen, die nachts ihr Geld verdienen müssten – wie Restaurantbetreiber, Taxifahrer und Tellerwäscher.

Sperrstunde in Berlin: Studie erforscht Einschränkungen wegen Corona

Blokland hinterfragt, ob Partys tatsächlich ein Grund für die steigenden Infektionszahlen seien. „Das braucht in der Öffentlichkeit klare Belege“. Diese fordert die Berliner Wissenschaftlerin nun von der Politik. Mit einer aktuell noch laufenden Umfrage will ihre Universität erforschen, was die Menschen während der Pandemie vermissen und wie sich Einschränkungen auf das Vertrauen in Behörden und Politik auswirken. (Jan Wendt mit dpa)“

Quelle: https://www.hna.de/politik/corona-coronavirus-soziologin-attackiert-politik-bars-kneipen-clubs-berlin-hna-zr-90066585.html
Abgerufen am: 12.10.2020

Siehe auch:

„Kultur in der Corona-Krise – Die Freude über alles, was irgendwie geht“
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-pandemie-kultur-kunst-100.html

„Kultur in der Corona-Krise: „Auch Kunst ist Systemrelevant“"
https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-kultur-theater-101.html

„Coronavirus: Kulturschaffende vor existenziellen Sorgen“
https://www.dw.com/de/coronavirus-kulturschaffende-vor-existenziellen-sorgen/a-52743417

„Corona-Soforthilfen für Kulturschaffende: Leider nicht für alle“
https://www.mdr.de/kultur/soforthilfen-kulturschaffende-100.html

Außerdem empfehlen wir mal die „heute-show“ vom 09.10.2020, mit:
„Oliver Welke berichtet über Trumps Corona-Infektion, Ungerechtigkeiten bei Corona-Hilfen, Menschen im Abseits, den Maut-Untersuchungsausschuss und Kulturkampf auf der Straße.“
https://www.zdf.de/comedy/heute-show/heute-show-vom-9-oktober-2020-100.html

26.9. Kundgebung gegen Verdrängung in der Rigaer

„Kundgebung gegen Verdrängung

Samstag, 26. September 2020, 15:00 – Samstag, 26. September 2020, 23:00

Musik verbindet!

Laut und dreckig gegen Verdrängung mit:

„Cut my Skin“, „Ponys auf Pump“, „Fox Devils Wild“, „Ego“, „Antes de las Guerras“, „Negativ Dekadent“"

Um 15 Uhr, am ehem. Bambiland, vor der Rigaerstr. 22 in Berlin Friedrichshain

Quelle: https://stressfaktor.squat.net/node/207757

Cancelled

The B-Rave in CZ has been cancelled.
Due to new governmental rules and public laws it is not possible.
Cya next year.
Stay tuned.
Check your network.

Die Open-Air-Veranstaltung in CZ wurde abgesagt.
Aufgrund von neuen behördlichen Regeln und staatlichen Gesetzen ist es nicht möglich die Veranstaltung stattfinden zu lassen.
Bis nächstes Jahr verschoben oder bis auf Weiteres.
Bleibt am Ball.
Passt auf Euch auf.

Wer dafür nach anderen netten Terminen auswärts sucht, kann z.B. da ab und an ma reinkieken: https://stressfaktor.squat.net/reisestressi

Be brave

b-rave cz area 25 to 28 sept 2020

Stories from the past

„[…] Als Tekno-Nomaden durch Europa zogen

In den 1990ern und Anfang der 00er Jahre reisten Rave-Tribes durch ganz Europa und schmissen illegale, kostenlose Partys, wo immer sie Halt machten.

Von Pierre Longeray
Fotos von Tom Anirae

In den 1990ern zogen ein paar Hippie-Punks in Kolonnen aus alten, angemalten Bussen und Lastwagen quer über den europäischen Kontinent. Mit im Gepäck: Soundsysteme und Lichtanlagen. An abgelegenen Orten veranstalteten diese selbsternannten Tribes dann Raves. Dieser freiheitsliebende DIY-Hedonismus hatte auch eine politische Komponente als Rebellion gegen gesellschaftliche Zwänge. Zusammengeführt hatte diese Menschen ihre gemeinsame Liebe für Tekno, ein Genremix aus Jungle, Rave, Techno und Hardcore, der in der Free-Party-Szene entstanden war – bei Raves auf Kuhweiden und in verlassenen Fabrikhallen, fernab von den Clubs der Großstädte, ohne Eintrittsgelder und ohne Regeln.

Als die Bewegung entstand, war Tom Anirae ein Teenager, der in seiner Heimatstadt Nizza in Südfrankreich auf Partys feierte. Durch Freunde und Bekannte lernte der Fotograf die Tekno-Tribes kennen und reiste begeistert mit ihnen von Andalusien bis nach Tschechien, Italien und zurück nach Südfrankreich. Dabei dokumentierte er die Hochzeit der Bewegung mit seiner Kamera. Jahre später hat er sein Archiv entstaubt und dabei ein paar Schätze gefunden. Die Tribes, mit denen er unterwegs war –Spiral Tribe, Kamikaze, Hekate, Cirkus Alien, Desert Storm, Lego –, sind heute noch legendär in der Szene. Wir haben mit Tom am Telefon über damals gesprochen.

Wie war das für dich, als du Techno entdeckt hast?
Tom Anirae: Ich erinnere mich noch, wie neu mir das vorkam. Es war, als gebe es keine musikalischen Grenzen mehr. Dann habe ich die illegalen Partys entdeckt – das hat dann wirklich alles geändert. So etwas hatte ich bis dahin noch nie gesehen.

Wie bist du dazu gekommen, da mitzufahren?
Anfangs wollte ich sie nur kurz begleiten, aber gegen 1999 war ich dann immer mehr involviert. Es wurde zu einer Art Lifestyle, aber gleichzeitig identifizierte ich mich nicht als vollständiges Mitglied der Bewegung. Ich war regelmäßiger Gast und befreundet mit Leuten, die 100 Prozent dabei waren.

Bist du mit verschiedenen Tribes gereist?
Ja, jeder Tribe hatte sein eigenes Soundsystem, seinen eigenen Namen und eigenes Logo – wie in der Punkszene. Einige waren größer, andere kleiner. Ich bin vor allem mit Kamikaze gereist, das waren Leute aus Frankreich, England und ein paar aus Deutschland.

Wie organisiert man einen Free-Rave?
Zuerst musst du den richtigen Spot finden. Im Winter war das in der Regel eine leerstehende Lagerhalle, im Sommer irgendwo draußen. Wir haben in Industriegebieten nach passenden Orten geschaut, dann haben wir sichergestellt, dass keine Bullen in der Nähe sind und die Location sicher ist. Wir mussten alles sehr vorsichtig organisieren, damit die Polizei nichts mitbekommt. Was die Logistik angeht, hat es ein paar Stunden gedauert, die Trucks an den Ort zu fahren und das Soundsystem und die Lichter aufzubauen. Und davor mussten wir noch Flyer mit einer Telefonnummer verteilen und die ganzen Partyinfos auf einem Anrufbeantworter hinterlegen.

Wie reagierte die Polizei?
Die war vor allem verwundert, aber ein paar wurden auch richtig brutal. Es war ein Katz- und Mausspiel, manchmal kam es zu Konfrontationen. Einmal sah ich, wie dieser Typ, Keef vom Desert Storm Tribe, einen alten Militärtruck in eine Polizeiblockade rammte. Das erlebt man auch nicht alle Tage.

Gab es Länder, in denen die Raves leichter zu organisieren waren als in anderen?
Nicht wirklich, in Großbritannien war es allerdings schlicht unmöglich. Die ganze Bewegung mit den Tekno-Travellern hatte dort Anfang der 1990er mit dem legendären Spiral Tribe begonnen. Die haben zusammen mit einer anderen Gruppe, Bedlam, eine Party beim Castlemorton-Festival organisiert. Die war so groß, dass Margaret Thatcher die Cops hinschickte, um alle aufzumischen. Dann verabschiedete die Regierung den Criminal Justice and Public Order Act, der alle Zusammentreffen mit repetitiver Musik verbot. Also fingen die Raver an, über das europäische Festland zu reisen.

Wie haben sich die Tekno-Traveller finanziert?
Gäste haben bei den Partys so viel gespendet, wie sie konnten – fünf oder zehn Francs, also umgerechnet etwa 0,75 bis 1,50 Euro – oder auch gar nichts, wenn sie nichts hatten. Dazu gab es immer eine Bar, durch die etwas Geld reinkam. Einige Traveller hatten Nebenjobs, halfen zum Beispiel ein paar Wochen im Jahr bei der Weinernte. Ehrlich gesagt haben sie nicht besonders teuer gelebt. Mit etwas Geschick kannst du von fast gar nichts leben. Wenn es Probleme mit den Trucks oder der Anlage gab, haben sie die selbst repariert.

Klingt wie eine Art Techno-Zirkus.
Ja, die ganze Zeit unterwegs zu sein, gab ihnen die Freiheit, die sie wollten. Sie waren inspiriert von New-Age-Travellern, einer nomadischen Bewegung, die in den 1970ern in Großbritannien entstanden war. Sie waren allerdings mehr Punks als Hippies.

Waren auch Kinder dabei?
Ja, ein paar. Die meisten von ihnen liebten dieses Leben, auch wenn sie dann als Teenager manchmal den Tribe verließen. Ich habe unfassbar schlaue Kinder kennengelernt, Liam zum Beispiel. Seine Mutter ist Engländerin. Er war super eigenständig und intelligent. Mit zwölf begann er, seine eigenen Sounds zu mixen.

Warum hast du dieses Leben aufgegeben?
Von 1993 bis 2000 hatten wir eine Art Goldenes Zeitalter. Dann fühlte es sich an, als ob es einfach zu viele von uns gibt. Wenn eine Bewegung zu groß wird, verliert sie ihre Energie. Außerdem sind bei einigen Partys schreckliche Sachen passiert: Vergewaltigungen, Messerstechereien. Auch unser Verhältnis zu Drogen veränderte sich. Früher hatten wir Drogen genommen, um unseren eigenen Geist zu erkunden, aber dann wurden Leute abhängig. Und die Polizei kam uns auch bald auf die Schliche. Kurz gesagt: Stell dir vor, du hast einen wunderschönen Strand entdeckt, der sich wie dein kleines Paradies anfühlt. Wenn 5.000 Leute dazukommen, wäre er immer noch schön, aber kein Paradies mehr.“

Quelle: https://www.vice.com/de/article/y3mq9x/fotos-als-tekno-nomaden-durch-europa-zogen-illegale-raves?utm_source=vicefbde&utm_medium=link&fbclid=IwAR1QwxTCvlyMrWDXj9zPnUaaGkAfEIs7GkVzdqXemxs8kkZLmnf3RykV8s8

Artikel in der Vice online, vom „07 September 2020, 3:18pm“
https://www.vice.com
(abgerufen am 10.09.2020)

No p… no problem

„Keine Polizei, kein Problem“, gilt oder sollte nicht nur für gute Parties gelten… Aber bis dahin ist es noch ein langer, weiter und harter Weg… . Warum? Siehe unten.

Hier ein Artikel aus der Zeitschrift Analyse & Kritik:

vom „17. August 2020 |ak 662 | International“

Quelle, URL: https://www.akweb.de/bewegung/der-kurze-sommer-der-autonomen-polizeifreien-zone-in-seattle/

„Ein kurzer Sommer polizeifreier Autonomie

Die Besetzung einiger Straßenzüge in Seattle war ein großartiger Versuch der Selbstermächtigung – obwohl er scheiterte

Von Stephan Kimmerle

Auf dem Höhepunkt des Black-Lives-Matter-Aufstandes in den USA gelang es im Juni [2020] Demonstrant*innen in Seattle, dem Tränengas und den Prügelattacken der staatlichen Ordnungshüter so lange Stand zu halten, bis der Druck der öffentlichen Meinung auf Seattles Bürgermeisterin so groß geworden war, dass diese in einem Versuch, die Lage zu beruhigen, die vorübergehende Räumung einer Polizeistation im Zentrum der Proteste anordnen musste. Die anschließende Besetzung einer Reihe von Straßen rund um das Polizeirevier und im Cal Anderson Park in Seattles Stadtteil Capitol Hill erfuhr weit über die Stadt hinaus mediales Interesse und war Gegenstand einer USA-weiten Diskussion.

Die Besetzung, zunächst unter dem Namen Capitol Hill Autonomous Zone (CHAZ), später Capitol Hill Organized Protest (CHOP), schuf ein lebhaftes Zentrum des Widerstands. Täglich kamen Tausende, um über Politik zu diskutieren, Reden zu hören, gemeinsam Aktivitäten zu planen und eine Gemeinschaft mit Gartenarbeit, Zelten, kostenlosem Essen und kostenloser medizinischer Versorgung aufzubauen.

Doch rund drei Wochen später war CHOP zu einer politischen Hypothek für die Bewegung geworden, die drohte, die Sympathie in der Öffentlichkeit zu untergraben. Eine Reihe von Schießereien, bei denen drei Menschen ums Leben kamen und rechte Angriffe führten zu einer angespannten Situation und letztlich einem Niedergang von CHOP, noch bevor die Polizei das Gebiet räumte und ihre Polizeiwache wieder in Besitz nahm.

Was als »autonome polizeifreie Zone« begonnen hatte, war schnell mit einer Zunahme der verschiedenen Spielarten polizeilichen oder para-polizeilichen Handelns konfrontiert. Als Reaktion auf die Drohungen und Angriffe extrem rechter Gruppen und Konflikten innerhalb von CHOP, erklärten sich Aktivist*innen, teils bewaffnet, selbst zu Ordnungshütern innerhalb von CHOP und begannen ihre Patrouillen. Dies geschah jedoch ohne demokratische Zustimmung oder Rechenschaftspflicht gegenüber der CHOP-Gemeinschaft. Zugleich heuerten in dem Gebiet kleine und große Unternehmen verstärkt private Sicherheitskräfte an, die gegenüber der Öffentlichkeit noch weniger rechenschaftspflichtig waren als die von der BLM-Bewegung zu Recht scharf kritisierte Polizei.

Das Problem bestand nicht, wie später von Medien und Politiker*innen behauptet, darin, dass die Polizei rausgeschmissen worden war, sondern dass sie nicht durch eine von der Bewegung legitimierte Kraft ersetzt wurde, die Selbstschutz hätte leisten und die unter den Bedingungen der gegebenen rassistischen, sexistischen, entfremdeten und zutiefst ungleichen Klassengesellschaft, in der wir leben, Prinzipien der Solidarität, des Antirassismus und des Antisexismus innerhalb des CHOP hätte durchsetzen können.

Der Beginn der Zone

Als die Polizei die Straße verbarrikadierte und am 1. Juni eine Demonstration nach dem Mord an George Floyd durch den Stadtteil Capitol Hill blockierte, leitete sie damit eine einwöchige Pattsituation mit den Demonstrant*innen ein. Trotz Tränengaseinsätzen, Gummigeschossen und Blendgranaten der Polizei blieben die Demonstrant*innen Nacht für Nacht auf der Straße – selbst als die Polizei Scharfschützen auf den Dächern postierte.

Die Polizei und das politische Establishment (in Seattle sind dies durchweg Politiker*innen der Demokratischen Partei) führten in den Medien einen erbitterten Krieg, um die Demonstrant*innen zu delegitimieren. Dennoch nahm die Unterstützung für die Proteste weiter zu.

Angesichts der weit verbreiteten öffentlichen Opposition forderte die Bürgermeisterin Jenny Durkan schließlich die Polizei auf, sich zurückzuziehen und die Polizeistation im Zentrum der Proteste vorübergehend aufzugeben. Die Polizei, verärgert über den Rückzug, verbreitete in den Medien Gerüchte, dass die Demonstrant*innen die verlassene Polizeistation niederbrennen würden. Tatsächlich aber verwandelten die Aktivist*innen den Block in einen lebendigen Tummelplatz der antirassistischen Organisierung und Debatte.

Die sehr heterogene Gruppe von Menschen, die dort zusammenkam, tat ihr Bestes, um all den Komplikationen zu begegnen, die eine »polizeifreie Zone« mit sich bringt, wenn sie inmitten einer der ungleichsten Städte der Welt nur von Freiwilligen betrieben wird.

Die Drohungen gegen CHOP

Die Demonstrant*innen waren auch in der polizeifreien Zone ständig von Gewalt durch Seattles Polizei und andere Sicherheitskräfte des Staates bedroht. Um erneute Einsätze zu legitimieren, behauptete die von der Bürgermeisterin eingesetzte Polizeichefin kurz nach Beginn von CHOP, dass Demonstrant*innen Straßensperren mit Ausweiskontrollen eingerichtet hätten und lokale Kleinunternehmen erpressen würden. Diese erfundenen Behauptungen wurden von den national[istisch]en Medienkonzernen über ihre Kanäle weit verbreitet.

Alle Merkmale dieser Gesellschaft – [wie z.B.] Armut, Rassismus, sexuelle Übergriffe, Homofeindlichkeit – sind Themen, mit denen sich soziale Bewegungen und linke Organisationen in ihren eigenen Reihen ständig auseinandersetzen müssen. In CHOP stiegen die Unstimmigkeiten zwischen Aktivist*innen darüber, wie der entstandene gemeinsame Raum aussehen und wie mit den wachsenden Schwierigkeiten umgegangen werden sollte.

Orte der Solidarität und ihre Verteidigung

Die Polizei wird von der herrschenden Klasse benutzt, um mit aller Gewalt den Deckel auf dem Topf brodelnder Konflikte zu halten, die sich durch diese Gesellschaft ziehen. Unsere kollektive Befreiung wird es erfordern, diesen Deckel zu beseitigen, aber die Bewegung muss sich auch der Aufgabe stellen, mit den brodelnden Konflikten selbst fertig zu werden, indem sie sich mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzt, die systematisch Spannungen, Konflikte, antisoziales Verhalten und Gewalt erzeugen.

CHOP entstand aus dem Black-Lives-Matter-Aufstand und war ein wunderschöner Versuch, die Bewegung aufzubauen. Für zukünftige Bewegungen, die auf den Erfahrungen von CHOP aufbauen werden, bleiben zwei Hauptfragen:

Erstens: Kann es eine demokratisch gewählte und rechenschaftspflichtige Leitung und einen solchen Selbstschutz geben? In Seattle gibt es Anführer*innen der BLM-Bewegung, die große Autorität genießen. Doch CHOP blieb weitgehend selbst gewählt »ohne Anführer*innen«. Eine gewählte Leitung von CHOP, die sich zum Beispiel auf tägliche Vollversammlungen gestützt und jederzeit hätte abberufen werden können, hätte der Bewegung die Chance geben können, handlungsfähiger zu werden.

Dies wäre auch eine Basis gewesen, einen eigenen Ordnerdienst aufzubauen, um sich gegen gewalttätige Angriffe von rechts und von der Polizei zu verteidigen und um unsoziales Verhalten, das die Sicherheit der Teilnehmer*innen gefährdete, nicht zuzulassen. Die Erfahrung von CHOP zeigt, dass es nicht ausreicht, die bestehende Polizei rauszuschmeißen oder abzuschaffen. Die Aufgabe, die sich der Bewegung stellte, war es, sich zu organisieren und stark genug zu werden, um die Solidaritätsprinzipien vor Ort zu verteidigen.

Zweitens: Was heißt das alles für die nun in den USA breit diskutierte Frage einer De-Finanzierung oder einer Abschaffung der Polizei, für »defunding« und »abolishing«? Eine weit verbreitete Erkenntnis innerhalb des anhaltenden Black-Lives-Matter-Aufstandes in den USA ist, dass die Polizei nicht reformierbar ist. Zu viele Versprechen, zu viele Reformversuche über Jahrzehnte hinterließen kaum Spuren in den Polizeibehörden.

Unter dem Druck der Bewegung versprach daher eine Mehrheit des Stadtrates in Minneapolis, der Stadt in der George Floyd ermordet wurde, die Polizei abzuschaffen – und sucht seither nach Alternativen. Das könnte dann auf den Versuch hinauslaufen, die Polizei mit neuem Logo und neuem Namen neu aufzubauen. Angesichts von Rassismus und Korruption kann dies kurzfristig sogar helfen. Grundsätzlich ändert sich aber auch damit noch nicht viel.

In Seattle beteuerten wiederum sieben der neun Stadträt*innen, das Polizeibudget halbieren zu wollen und die jährlich dort eingesparten 200 Million Dollar zugunsten von Schwarzen und People of Color sowie sozialer Leistungen zu reinvestieren. Die Erfahrung von CHOP zeigt allerdings, dass die sozialen Ursachen in der extrem polarisierten US-Gesellschaft aufgegriffen werden müssen, um grundsätzlich etwas zu verändern – und da ist dieser Betrag marginal. Das verweist dann eher auf die alte marxistische Weisheit, dass eine Klassengesellschaft mit ihrem Elend eine Polizei auf dem Boden ihrer Klassenverhältnisse reproduziert – so oder so. Das heißt nicht, dass demokratische Reformen sinnlos sind. Es bestätigt allerdings, dass letztlich Kapitalismus und ein gegenüber der Mehrheit der Bevölkerung feindlicher Polizeiapparat nur gemeinsam abgeschafft werden können.“

Autor: Stephan Kimmerle
Quelle: https://www.akweb.de/bewegung/der-kurze-sommer-der-autonomen-polizeifreien-zone-in-seattle/
(abgerufen am 31.08.2020)

„analyse & kritik – Zeitung für linke Debatte & Praxis“: https://www.akweb.de/

Suppe & Mucke 2020

„Suppe&Mucke und das Festival für Selbstgebaute Musik 2020

Am Samstag, den 12. September 2020, gibt es ab 13 Uhr wieder die Möglichkeit, sich in [Berlin] Friedrichshain musikalisch und kulinarisch [open air] beköstigen zu lassen.
Diesmal […] gemeinsam mit dem Festival für selbstgebaute Musik und dem KulturL auf dem RAW-Gelände (Revaler Str. 99) [in Berlin Friedrichshain (S-Bahn- und Tramstation Warschauer Straße)].
Es gibt Konzerte, Workshops, interaktive Installationen, Ausstellung und Mitmachangebote für jedes Alter. […]
Vor Ort gelten alle gängigen Hygiene- und Abstandsregeln. Bitte bringt euren Mund-Nasen-Schutz mit und nehmt Rücksicht aufeinander. […]
Eure Suppencrew“

Quelle: www.suppeundmucke.de

Links: https://www.selbstgebautemusik.de/festival2020
https://www.raw-kultur-l.de/post/12-und-13-9-tag-des-offenen-denkmals-aufm-raw

sumfundfefüsegebamukutul

Aus aktuellem Anlaß…

anticoronamaskensternchen
… und aus Prinzip.
Keine Party mit Nazis.
Take care.

On fire 2020

Wir wünschen allen Punks, Hardcore-Punks, Metal-Punks und Crusten dieses Wochenende ganz besonders viel Spaß…! ;)

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Wir machen hier keine Werbung für „FB“ oder ähnlichen Schiss. Darum hier keine Links. Aber die Kenner:innen unter Euch wissen ja eh schon wo es ist… Da wo immer latürnich.

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Passt auf Euch auf. Lasst es Euch gutgehen. Seid achtsam und respektvoll. Gebt Corona keine Chance und Nazis sowieso nicht.

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Rocknroll

Terra Incognita evicted

„News from the south, Thessaloniki. Terra Incognita , some of you remember it , and one more squat have been evicted last week.
There is a call for solidarity actions to the squat next month please read and spread the word.

Political statement of the squat Terra Incognita – International call for solidarity:

In the morning of 17th of August Terra Incognita gets TEMPORARILY evicted by the repressive forces of neoliberalism. Police forces intrude in the building and conduct researches for hours and confiscations. Days after the eviction the squat still remains open with cops celebrating TEMPORARILY their capability of violating every corner of our liberalized grounds.
For over 16 years Terra Incognita consituted a meeting place for hundrends of people of the struggling social basis. With constant events, direct acts, demonstrations and conflicts Terra Incognita was present in moments of the violent struggle against the violence of the state, the benefits of capitalistic monopolies, against the violating authority of fascism and patriarchy, against any type of discrimination and speciesism. In the grounds of the self-organised structures of self-education, solidarity and mutual aid of the squat all the “known-unknown” strugglers of freedom met and will continue to meet. Liberating and equallity-based relationships were constructed, subversive plans and operations, dreams that day by day found and still find a space of moral and physical substance. For 16 years the squat proves itself to be the flesh of the flesh of the multiform struggle against any type of authority and opression, without prioritizing or distinguishing the means that contribute to the spreading of libertarian ideas and the organization of social and class-conscious counter attack. Because for us this is liberation.
Terra Incognita squat is definitely not and we do not wish it to be considered as the center of the revolutionary movement. After all this could only be an egocentric viewpoint against the spirit of comradeship as it would cover every other repressive action of the state. Terra is just another tool of the struggle that through its strategies contributes to the spreading of anarchist ideas in the society while it underlies the severity of the unmediated struggle against the regime. This is why it socially, politically and historically belongs to the anti-authoritarian movement, which has been fighting with all means for decades against the atrocity of all forms of exploitation. Nevertheless, if the government and any aspiring supporter of state-announched legality believe that this is the end of us as a squat, as anarchists, or as a struggling part of society, they are highly deceived.
From our point of view this decision belongs to the general repressive strategy of the state dictated from the higher parts of the terrorist state. The state seeks (for months now) a straightforward confrontation with the parts of society that choose to keep on fighting. It gives away ultimatums, mistreats and tortures people in the streets and in prisons, it kills and drowns immigrants and refugees in land and sea borders, it points at each and every single one of us with its finger on the trigger. This is our turn to proceed to full front offense. To war we respond with war. To the violence of the authoritarianism of the capital and the state we respond with violence. To the cruelty of individualization we respond collectively by sharpening our millitant confrontations.
We call every struggling revolutionary force to unite with us through their acts and words, by turning this year’s October into a month dedicated to solidarity and standing up for Terra Incognita, but also for every other occcupied ground threatened by reppresion. Let’s all shout together that squats are not dead walls. They are the alive moments of yesterday, today and forever.

No retreat, No submission- Attack,attack,attack…!
squat (for now and forever)!
Terra Incognita“ collective community

„You can find the text in other languages in this link
https://terraincognita.squat.gr/2020/08/21/political-statement-of-the-squat-terra-incognita-international-call-for-solidarity-en-fr-it-es/“

Source: Newsmail / Telegram / https://terraincognita.squat.gr

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„Politische Stellungnahme des besetzten Hauses Terra Incognita – Aufruf zu internationaler Solidarität

Am Morgen des Montags 17 August wurde das besetzte Haus Terra Incognita VORLÄUFIG(!) geräumt von den Unterdrückungskräften des Neoliberalismus. Besatzungskräfte der Demokratie dringen ins Haus hinein und für mehrere Stunden dursuchen sie es und beschlagnahmen Sachen.

Für mehrere Tage ist das Haus offen und die Bullen jubeln VORLÄUFIG! dass sie die Möglichkeit haben in jeder Ecke unseres befreiten Platzes einzubrechen.Für mehr als 16 Jahre ist Terra Incognita ein Treffpunkt für hunderte Menschen der militanten Sozialen Basis gewesen. Mit ständigen Events, Aktionen, Demonstrationen, und Konfrontationen war Sie präsent in Momenten des Kampfes gegen die staatliche Gewalt, gegen die Interessen von kapitalistischen Monopolen, gegen die verletzende Autorität des Faschismus und des Patriarchats, gegen alle Formen von Diskriminierung und Speziesismus. Aug den Geländen und durch die selbstorganisierten Strukturen der Selbstbildung, Solidarität und gegenseitiger Hilfe treffen sich immer noch die sogenannten “Bekannte-Unbekannte“, i.e. Kämpfer/innen der Freiheit. Es wurden hier revolutionäre und autoritätsfreie Beziehungen gegründet, subversive Operationen geplant, Träume geträumt, die Tag für Tag ihren ethischen und moralischen Wert bestätigen. Das besetzte Haus ist seit über 16 Jahre Teil des vielgestaltigen Kampfes gegen jede Form von Autorität und Repression gewesen, ohne bestimmten Kampfmitteln nach „politischer Wichtigkeit“ Vorrang vor anderen Mitteln einzuräumen, in den allgemeinen Bemühungen um die Verbreitung von libertären Projekten und die Organisation des sozialen und Klassengegenangriffes. Denn das bedeutet für uns Befreiung.

Terra Incognita ist bestimmt kein „Mittelpunkt“ der Bewegung und wir möchten auf keinen Fall daß das Haus als Mittelpunkt betrachtet wird Sowas könnte nur egozentrisch sein und würde uns gegen unsere Genossen stellen, die auch Repression erlebt haben. Terra ist noch ein Mittel des Kampfes, der durch ihre Strategie den eigenen Beitrag leistet für die Verbreiterung der anarchistischen Projekten in der Gesellschaft und für die Dursetzung des unmittelbaren Kampfes gegen das Regime. Deswegen gehört Terra sozial, politisch und historisch in den Händen der ganzen antiautoritären Bewegung, die seit Jahrzehnten mit allen Mitteln gegen die Barbarei der Ausbeutung kämpft. Wenn aber die Regierung und jeder Streber der Legalitat des Regimes glaubt das diese Räumung unser Ende ist, als Besetzung, als Anarchisten/innen und als kämpferischer Teil der militanten Gesellschaft, da sind sie getäuscht.

Für uns ist diese Entscheidung Teil einer zentraler Repressionspolitik, die von höheren Rängen des staatlichen Terrorismus diktiert wurde. Der Staat versucht (in den letzten Monaten) eine direkte Konfrontation mit den kämpferischen Kräften der Gesellschaft. Der Staat schickt ein Ultimatum, missbraucht und foltert in den Straßen und in Gefängnissen, ermordet und lässt Migrantinnen und Migranten ertrinken an den Grenzen an Land und im Meer, zielt auf jeden von uns mit dem Finger am Abzug.

Es ist unser Moment sich zu wehren. Auf Krieg reagieren wir mit Krieg. Zur Gewalt der staatlichen und kapitalistischen Autorität antworten wir mit Gewalt. Auf die Barbarei der individualisierung reagieren wir kollektiv durch die Schärfung der militanten Konfrontation

Wir rufen die militanten revolutionäre Kräfte an jeder Ecke der Welt dass wir unsere Worte und Aktionen vereinen, und dass wir diesen Oktober in einen Monat umwandeln zur Solidarität und Verteidigung des besetzten Hauses Terra Incognita und jedes anderen besetzten Hauses, das von der Repression gedroht ist. Die besetzten Häuser sind keine toten Wände. Es sind die lebenden Momente des Kampfes von gestern, heute, immer.

Kein Rückzug, keine Unterwerfung- Angriff, Angriff, Angriff…

Besetztes Haus (für Heute und für Immer) Terra Incognita“

Quelle: https://terraincognita.squat.gr/2020/08/21/political-statement-of-the-squat-terra-incognita-international-call-for-solidarity-en-fr-it-es/

Zur Besetzung einer Musikschule in Berlin Köpenick

In Berlin Köpenick hatten Jugendliche eine ehemalige Musikschule besetzt und wurden – getreu der sog. berliner Linie – binnen kurzer Zeit wieder geräumt…

Wir sind solidarisch mit den Besetzer:innen und stehen ebenso hinter dem Anliegen der Jugendlichen, insbesondere dann wenn es um Musik und kulturelle Freiräume geht, aber auch sonst und sowieso.

Wieso, weshalb, warum? Was die wollen?

Siehe, vgl.: Beitrag in RBB 24 vom 22.08.2020; https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/08/berlin-koepenick-hausbesetzung-ehemalige-musikschule-jugendclub.html

„Berlin
Jugendliche kritisieren Bezirk nach Besetzung einer ungenutzten Musikschule
22.08.20 | 16:55 Uhr

Eine Gruppe jugendlicher Aktivist[:inn]en hat am Samstag ein ungenutztes Gebäude in Köpenick besetzt – ein paar Stunden lang. Am Abend räumte die Polizei das Gebäude. Für die Besetzer[:innen] ein klares Zeichen, dass ihre Forderung nach selbstverwalteten Jugendräumen ignoriert wird.

Eine Protestgruppe hat am Samstag die ehemalige Musikschule in der Friedrichshagener Straße in Berlin-Köpenick zeitweise besetzt. „Wir würden gerne neue Freiräume schaffen“, sagte eine Sprecherin der Gruppe „Jugendbesetzt“ auf Anfrage von rbb|24. „Wir sind der Meinung, dass es in Köpenick zu wenig Platz für Jugendliche gibt und dieses Gebäude wird ja ohnehin nicht genutzt.“

In sozialen Netzwerken hatte „Jugendbesetzt“ zuvor eine Stellungnahme veröffentlicht. Demnach wird vom Senat gefordert, Räume zur Verfügung zu stellen, die selbstverwaltet genutzt werden können und „die Möglichkeit bieten, abseits von struktureller Gewalt und kapitalistischer Leistungsgesellschaft einen Safe-Space zu schaffen“.

Berliner Polizei beendet Hausbesetzung auf Dragoner-Areal (Quelle: rbb|24)
rbb|24

Berlins rot-rot-grüner Landesregierung werfen die Aktivist[:inn]en vor, gewaltsam gegen linke Projekte in der Stadt vorzugehen. „Queerfeministische Rückzugsräume fehlen in dieser Stadt oder sind stark räumungsbedroht“, heißt es in der Mitteilung. „Wir wehren uns gegen steigende Mieten, systematische Verdrängung unserer Treffpunkte und stehen in Solidarität zu allen bedrohten oder schon geräumten Projekten.“

Die Polizei war ab dem Nachmittag mit Einsatzkräften vor Ort und beriet mit dem Bezirk in seiner Funktion als Eigentümer des Gebäudes über das weitere Vorgehen. Gegen 18.30 Uhr wurde das Gelände dann geräumt. Ob dies in Abstimmung mit dem Bezirk geschah, konnte der Polizeisprecher am Sonntagvormittag nicht sagen.

Besetzer[:innen]: Kein Raum für Forderungen nach alternativen Jugendzentren

Die jugendlichen Besetzer[:innen] kritisierten am Sonntagmorgen in einer Pressemitteilung den Bezirk Treptow-Köpenick, der gezeigt habe, „was er von selbstverwalteten Jugendräumen hält, die sich klar gegen jegliche Formen von Diskriminierung positionieren“. Ihr Ziel sei eine Zwischennutzung der Räume gewesen. Die Zeit des Leerstands hätte mit vielfältiger Kiezkultur überbrückt werden können.

„Wir sind wütend, dass unseren Forderungen nach alternativen Jugendzentren kein Raum gegeben wird. Wir werden weiter für die Existenz unserer Freiräume kämpfen und nicht zusehen, wie die [sog.] rot-rot-grüne [Landes-]Regierung [von SPD-PDL-Grünen] uns nach und nach die Rückzugsräume nimmt“, so die Besetzer[:innen] in ihrer Mitteilung.

Sendung: Fritz, 22.08.2020, 16:30 Uhr“

Quelle: https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/08/berlin-koepenick-hausbesetzung-ehemalige-musikschule-jugendclub.html

+++

Stets aktuell informiert über Besetzungen in Berlin: https://mastodon.social/@besetzen

Vgl.: https://besetzen.noblogs.org/

Siehe auch: https://twitter.com/besetzenberlin

„Es ist besser unsere Jugend besetzt Häuser…“
Miete verweigern, Kündigung ins Klo, Häuser besetzen – sowieso!
Leerstand instandbesetzen.
Alles für alle!

+++

Mehr zur Lage in Berlin, siehe z.B. aktuell: http://nk44.blogsport.de/2020/08/24/rot-rot-gruen-in-berlin-politik-fuer-immobilienkonzerne/

„Die derzeitige Politik von R2G: Gegen Bewohner*innen und für Spekulant*innen
Absurder Karstadt-Deal, noch ein Skandal im „Neukölln-Komplex“ und brutale Räumung der Kiezkneipe Syndikat.

Ein Statement diverser Initiativen und Aufruf zur Kundgebung am 2.9. 2020 am Hermannplatz

22.08.2020″

Quelle: http://nk44.blogsport.de/2020/08/24/rot-rot-gruen-in-berlin-politik-fuer-immobilienkonzerne/

Und siehe: https://interkiezionale.noblogs.org/post/category/general/
https://interkiezionale.noblogs.org